Gesamtleistung steigt um 47% auf EUR 97,7 Mio. (Vorjahr: EUR 66,6 Mio.)

Rekord-Auftragsbestand von EUR 1,362 Mrd. (Vorjahr: EUR 781 Mio.) / OHB startet operative Phase im Galileo* FOC-Programm und vergibt Unterauftrag in Höhe von EUR 230 Mio. an SSTL

(PresseBox) (Bremen, ) Der OHB-Konzern (Prime Standard, ISIN: DE0005936124) steigerte seine Gesamtleistung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 47 % und erzielte einen Wert von EUR 97,7 Mio. Der starke Anstieg ist hauptsächlich auf die Akquisition der italienischen Carlo Gavazzi Space S.p.A. (CGS) und den erfolgreichen Start des Galileo*-Programms zurückzuführen. Der Konzernperiodenüberschuss nach Minderheiten liegt mit EUR 2,4 Mio. um EUR 0,2 Mio. über dem Vorjahreswert.

Die Erstkonsolidierung von CGS sowie aktuelle Projektstrukturen mit einem erhöhten Anteil externer Zulieferungen erhöhten den Materialaufwand um 79 % auf EUR 59,1 Mio. Der Personalaufwand stieg insbesondere durch die im Zuge der Erweiterung des Konsolidierungskreises um 246 Mitarbeiter gewachsene Konzernbelegschaft um 21 % auf EUR 25,0 Mio. Bei deutlich erhöhten Vorleistungen ergibt sich eine Verbesserung beim EBITDA um 4 % auf EUR 7,6 Mio. Nach Verrechnung der durch das Unternehmenswachstum um 12 % erhöhten Abschreibungen liegt das EBIT mit EUR 5,0 Mio. auf dem Niveau des sehr guten Vergleichszeitraums des Vorjahres. Höhere Zinsaufwendungen führten zu einem um EUR 0,3 Mio. niedrigeren Finanzergebnis von EUR -1,4 Mio. Das auf die Aktionäre der OHB entfallende Konzernperiodenergebnis nach Minderheitenanteilen verbesserte sich demgegenüber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 %. Beim Ergebnis je Aktie führt die durch die Kapitalerhöhung gestiegene Anzahl ausstehender Aktien zu einem Rückgang um 1 Cent auf 14 Cent je Aktie in den ersten drei Monaten 2010.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 ist die unkonsolidierte Gesamtleistung des Unternehmensbereichs Raumfahrtsysteme + Sicherheit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 18,5 Mio. auf EUR 34,6 Mio. gewachsen. Der starke Anstieg ist hauptsächlich auf den erfolgreichen Start des Galileo*-Projekts zurückzuführen. Im Zuge dieses Projekts erhöhte sich auch der Aufwand für Material und bezogene Leistungen um EUR 17,0 Mio. auf EUR 26,3 Mio. In der Folge erhöhte sich das EBIT um 61 % auf EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.); die EBIT-Marge des Segments bezogen auf die unkonsolidierte Gesamtleistung sank auf 5,3 %, nach 7,0 % im Vorjahr.

Im Unternehmensbereich Nutzlasten + Wissenschaft lag die unkonsolidierte Gesamtleistung mit EUR 17,6 Mio. abrechnungsbedingt um EUR 2,5 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Weitgehend parallel dazu verringerte sich der Materialaufwand um EUR 2,2 Mio. auf EUR 10,4 Mio. Das EBIT des Segment verbesserte sich auf EUR 1,1 Mio., nach EUR 0,9 Mio. im Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg dadurch auf 6,1 % (Vorjahr: 4,6 %).

Der zum 1. Oktober 2009 neu gegründete Unternehmensbereich Raumfahrt International umfasst die Aktivitäten der Carlo Gavazzi Space S.p.A. und der LUXSPACE Sàrl. Das Segment erzielte im ersten Quartal 2010 eine unkonsolidierte Gesamtleistung von EUR 12,0 Mio. Bei Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen von EUR 6,7 Mio. wurde ein EBIT von EUR 0,7 Mio. erwirtschaftet. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 5,8 %.

Die unkonsolidierte Gesamtleistung des Unternehmensbereichs Raumtransport + Aerospace Strukturen verminderte sich im ersten Quartal 2010 aufgrund eines Rückgangs der Auslieferungen gegenüber dem Vorjahresniveau geringfügig um EUR 0,6 Mio. auf EUR 33,2 Mio. (Vorjahr: EUR 33,8 Mio.). Bei gleichzeitig guter Auftragslage verringerte sich der Aufwand für Material und bezogene Leistungen unterproportional. Dies führte beim EBIT zu einem Rückgang um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,4 Mio. Die EBIT-Marge sank daher auf 4,2 %, nachdem sie im Vorjahreszeitraum 6,4 % erreicht hatte.

Im Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb lag die unkonsolidierte Gesamtleistung in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010 geringfügig um EUR 0,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Im Wesentlichen durch den Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um EUR 0,4 Mio. auf EUR 1,6 Mio. für zukünftige Projekte verringerte sich das EBIT auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das EBIT des Segments im Vorjahr durch Abrechnungen mehrerer Projekte besonders stark angestiegen war - so wurden rund 65 % des im gesamten Jahr 2009 erwirtschafteten EBIT des Bereichs Telematik + Satellitenbetrieb bereits im ersten Quartal erzielt.

Zum Stichtag 31. März 2010 erreichte der feste Auftragsbestand des OHB-Konzerns mit EUR 1,362 Mrd. ein neues Rekordniveau (Vorjahr: EUR 781,2 Mio.). Auf OHB-System entfallen davon mit EUR 741,8 Mio. rund 54 % (Vorjahr: EUR 204,3 Mio.).

Die Bilanzsumme des OHB-Konzerns erhöhte sich zum Dreimonatsstichtag 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 22 % bzw. EUR 97,2 Mio. Insbesondere erhöhten sich in den kurzfristigen Vermögenswerten die Positionen Zahlungsmittel und Wertpapiere um insgesamt EUR 63,1 Mio. auf EUR 140,0 Mio. Daneben stiegen die Vorräte projektbedingt um EUR 10,2 Mio. sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 21,6 Mio. Dem steht im Wesentlichen ein Anstieg der erhaltenen lang- und kurzfristigen Anzahlungen um EUR 94,3 Mio. gegenüber. Die Eigenkapitalquote verminderte sich infolge der Bilanzverlängerung zum 31. März 2010 auf 18 %, nach 22 % zum 31. Dezember 2009.

Der OHB Technology Konzern erwartet im Jahr 2010 ein Wachstum der Gesamtleistung auf EUR 420 Mio. bis 440 Mio. Das EBITDA wird sich auf EUR 32 Mio. bis 35 Mio. erhöhen. Für das operative EBIT geht der OHB Technology Konzern von einer Steigerung auf EUR 22 Mio. bis 24 Mio. aus.

* Das OHB-Projekt ist Teil des von der Europäischen Union (EU) initiierten und finanzierten Galileo-Programms. Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) handelt im Namen und Auftrag der EU. "Galileo" ist eine Schutzmarke, registriert durch EU und ESA unter der OHIM Anwendungsnummer 002742237.

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