ÖBB bereit für liberalisierten Markt - BILD

ÖBB, DB und Ferrovie Nord Milano starten gemeinsame Brennerverkehre

(PresseBox) (Wien, ) Mit Beginn 2010 erfolgt die Liberalisierung im europäischen Personenverkehr. Die ÖBB haben sich intensiv darauf vorbereitet. Das umfasst die Einführung eines integrierten Taktfahrplans ebenso so wie die Modernisierung des Wagenmaterials. Aktuell erlebt die Qualitätsoffensive mit der Fertigung und dem Einsatz der railjet-Garnituren einen vorläufigen Höhepunkt. Mit Fahrplanwechsel unternehmen die ÖBB in Kooperation mit der DB den ersten gemeinsamen Schritt hinsichtlich eigener Verkehre in einem anderen Land - als Erster in Europa.

Benvenuto in Italia

Seit Jahren kritisieren Kunden die Fahrzeugqualität der Trenitalia im Brennerverkehr - weniger Fahrgastaufkommen war die logische Folge. Nachteilige Entwicklungen bei Tarifen und beim Fahrplan taten ihr Übriges. Daher nehmen ÖBB und DB die Brennerverkehre selbst in die Hand, um für die Fahrgäste den Italienverkehr wieder deutlich attraktiver zu machen. "In Kooperation mit der italienischen Bahngesellschaft Ferrovie Nord Milano (FNM) werden wir ab Fahrplanwechsel zumindest wieder fünf Zugpaare über den Brenner anbieten können - alle in einer besseren Wagenqualität als bisher", sagt Gabriele Lutter, Sprecherin des Vorstandes der ÖBB-Personenverkehr AG. "Italien ist ein wichtiger und interessanter Markt für uns, über weiterführende Kooperationen im Tourismusbereich verhandeln wir bereits", so Lutter. Hinsichtlich Fahrzeit soll es auch mittelfristig eine Verbesserung geben, denn in naher Zukunft soll der railjet, der Hochgeschwindigkeitszug der ÖBB, über den Brenner fahren. An der Spitze die TAURUS-Lokomotive, die aufgrund ihrer modernsten Technik in allen drei Ländern verkehren kann. Benvenuto in Italia heißt es dann ab Fahrplanwechsel - oder anders formuliert: Willkommen im liberalisierten Markt.

Freier Wettbewerb bringt neue Chancen

Die Schaffung des freien Wettbewerbs im innerstaatlichen und grenzüberschreitenden Personenverkehr eröffnet den ÖBB die Chance in neuen Märkten und mit neuen Partnern tätig zu werden. Chancen eröffnen sich dabei nicht nur für den internationalen Fernverkehr, wie über den Brenner nach Italien, sondern auch für Markterweiterungen im Nah- und Regionalverkehr über Ausschreibungen. Der Markteintritt erfolgt dabei nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit. Sinnvolle Anknüpfungen an das bestehende Netz und damit bessere Verbindungen sind wichtige Kriterien für die ÖBB und ihre Kunden. Für die ÖBB sind grenznahe Regionen hier am interessantesten. Chancen im Ausland können dann genutzt werden, wenn damit das Unternehmen gestärkt und ausgebaut werden kann.

Der Österreichische Markt wird trotz der Erschließung neuer Potentiale nicht vernachlässigt. "Die ÖsterreicherInnen sind begeisterte BahnfahrerInnen und das soll auch so bleiben. Im Heimatmarkt der ÖBB arbeiten wir stetig an Verbesserungen. Nicht zuletzt, um auf diesem vor möglichen Wettbewerbern gerüstet zu sein", so Lutter abschließend.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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