Wie entwickelt sich die IT Security in 2006?

Erste Marktprognosen von Security-Spezialist Integralis

(PresseBox) (Ismaning bei München, ) Hat der IT Security-Markt eine große Zukunft oder hat er seinen Zenit längst überschritten? Einige der großen IT Security-Produkthersteller prophezeien Zuwachsraten von 30 – 50 Prozent für 2006. Bei den Distributoren ist nur von 10 -15% Zuwachs die Rede. Vom großen Sterben der kleinen Anbieter wird gemunkelt. Die neuen Platzhirsche scheinen die Vollsortimenter zu sein, die alles zukaufen, was ihr Portfolio noch nicht hergibt. Neben dem schriftlichen Informationsaustausch gewinnt die mündliche Kommunikation über das Internet immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig werden Internet-Technologien wie Voice over IP zur großen Hacker- und Spam-Falle deklariert. Wirtschaftskriminalität und Terrorismus scheinen immer enger verquickt und im Internet zuhause zu sein.

Welche Prognosen sind ernst zu nehmen und welche sind Effekthascherei? Die Experten des europäischen IT Security-Dienstleisters Integralis geben Antworten auf die brennendsten Fragen zur Entwicklung dieses heiß umkämpften Marktes. Sie berufen sich dabei auf ihre jahrzehntelange Erfahrung mit Technologiezyklen einerseits und mit Herstellern, Partnern, Kunden und Konkurrenten andererseits.

1. Wie formiert sich der IT Security-Markt in 2006?

Die Konsolidierung des IT Security-Marktes gerät in Fahrt. Das große Schwinden der kleinen Anbieter und Dienstleister wird kommen. Und die Hatz der großen Hersteller auf kleine innovative Firmen, um das eigene Portfolio aufzurüsten, ist in vollem Gange. Am Ende werden fünf bis zehn große Hersteller den IT Security-Markt dominieren, die als Vollsortimenter auftreten und das gesamte IT Security-Spektrum abdecken. Zuwachsraten zwischen zehn und maximal 15 Prozent sind realistisch. Insgesamt wird der Margendruck vor allem bei den klassischen IT Security-Produkten wie Firewalls, VPN und Virenscannern immer stärker zunehmen. Partnerschaften und Synergien zwischen Herstellern, Dienstleistern und Consultants werden immer wichtiger, weil die Komplexität der Technologien stark zunimmt. In Punkto Zielgruppen wird sich die Ausrichtung der großen Hersteller sehr stark Richtung Mittelstand wenden, da sich hier ein vielversprechendes Potenzial verbirgt. Der deutsche Mittelstand steht IT Security-Fragen bislang eher skeptisch gegenüber. Allerdings ist hier ein gewisser Herdentrend zu beobachten: Sobald sich eine Technologie als brauchbar herumgesprochen hat, wird sie schnell zum Dauerbrenner.

2. Wie entwickelt sich das Risiko- und Gefahrenpotenzial in 2006?

Die Hochphase der so genannten Script Kiddies und jugendlichen Hacker scheint vorbei zu sein. Offenbar haben Festnahmen und vor allem die mediale Berichterstattung darüber eine gewisse Abschreckung erreicht. Entsprechend ist ein leichter Rückgang bei Großangriffen mit Viren und Würmern zu beobachten, die völlig ziellos verbreitet werden. Das „Gute“ an diesen Angriffen mit Breitencharakter war, dass sie auch mit Breitenlösungen bekämpft werden konnten. Bedenklich ist eine ganz neue Tendenz: Cyberkriminalität wird professioneller, gezielter und vernetzter. Das heißt, Kriminelle bzw. kriminelle Vereinigungen greifen gezielt die Netzwerke und Systeme einzelner Firmen und Organisationen an. Häufigstes Motiv ist dabei die finanzielle Ausbeute. Die Bekämpfung dieser Form der Kriminalität ist weitaus schwieriger, da sie eine individuellere Vorgehensweise und höhere Expertise erfordert. Hier greifen Commodity-Produkte wie Virenscanner oder Firewalls nicht mehr.

3. Welche Trends lassen sich im Lösungsbereich erkennen?

Content Security

Content Security bleibt auch in 2006 ein wichtiges Thema. Allerdings sind auch hier die großen Supergau-Prognosen wie der Superwurm o.ä. mit Vorsicht zu genießen. Generell ist derzeit sogar ein leichter Rückgang der Aktivitäten zu beobachten, was die großen Viren- und Würmerinvasionen anbelangt. Ein gefährlicher Trend ist die Zunahme an kombinierten Attacken – so genannten Blended Threats, die unterschiedliche Angriffsarten vereinen, sowie auch die Verbreitung von Spyware. Viele dieser Attacken wie Phishing oder Key Logger werden nicht mehr zum Selbstzweck, sondern zur gezielten Geldmache eingesetzt. Ein weiteres wichtiges Thema ist der Schutz, aber auch die Kontrolle der eigenen Mitarbeiter. Denn die zunehmende Verlagerung der Content-Verantwortung auf die Unternehmen macht die Beschränkung der Internet-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter unerlässlich. Entsprechend werden URL-Blocker und Filtersysteme auch in 2006 sehr gefragt sein. Aber auch die Auslagerung des kontinuierlichen Content-Filtering an externe Service Provider in Form von Managed Services wird zunehmen. Wichtigstes Motiv für das Outsourcing: Einsparung von Zeit und Kosten.

NTT Security (Germany) GmbH

Integralis ist, bezogen auf Umsatz und geografische Präsenz, Europas führender Security Systems Integrator. Integralis bietet nationalen und internationalen Unternehmen Beratung und Support bei der Planung und Umsetzung von IT-Sicherheitsprozessen und ermöglicht seinen Kunden sichere Datenkommunikation sowie eCommerce-Transaktionen über private und öffentliche Computernetze. Zum Portfolio gehören die strategische IT-Sicherheitsberatung, Service- und System-Integration, Support mit Rund-um-die-Uhr-Überwachung (von drei weltweit verteilten Security Management Centern aus), Security Audits, Risikomanagement und die Erstellung von Sicherheits-Policies. Integralis berät seine Kunden herstellerunabhängig und ist spezialisiert auf flexible und integrierte Lösungskonzepte mit den marktführenden Hard- und Softwareprodukten. Weltweit verfügt Integralis über ein Netz von 17 Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Schweiz sowie in den USA. Unter den Kunden befinden sich sowohl Behörden als auch zahlreiche namhafte börsennotierte Unternehmen. Integralis ist ein Tochterunternehmen der am Prime Standard an der Deutschen Börse notierten Integralis AG, einem führenden IT Security-Dienstleister in Europa, und beschäftigt weltweit mehr als 380 Mitarbeiter. Der Umsatz der Integralis-Gruppe lag 2005 bei 112,8 Mio. Euro.
www.integralis.com

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