NRW.INVEST: 40-Prozent-Steigerung bei der Zahl der Ansiedlungen ausländischer Unternehmen

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Die NRW.INVEST GmbH, die Ansiedlungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte heute ihre Jahresbilanz 2008 vor. Insgesamt konnte die landeseigene Wirtschaftsförderung 115 ausländische Unternehmen für den Standort an Rhein und Ruhr gewinnen. Dies sind fünfmal so viele Firmen, wie noch vor sechs Jahren. Mit 1.947 geplanten Arbeitsplätzen wollen die neu angesiedelten Firmen sechsmal so viele Arbeitsplätze schaffen wie 2003. Im Vergleich zum Jahr 2007 steigerte NRW.INVEST die Zahl der angesiedelten Firmen um mehr als 40 Prozent und die Arbeitsplatzzahl um 50 Prozent. Seit 2005 hat sich die Zahl der angesiedelten Unternehmen mehr als verdoppelt.

"Die NRW.INVEST GmbH hat 2008 eine gute Leistungsbilanz erzielt", betonte Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Dass so viele Unternehmen für das Land gewonnen wurden, sei auch Beleg für die hervorragende Standortqualität. Nordrhein-Westfalen habe sich erfolgreich im Wettbewerb mit vielen anderen europäischen Regionen durchsetzen können, so die Ministerin.

NRW.INVEST Geschäftsführerin Petra Wassner erläuterte, dass der Erfolg der Gesellschaft auf einer gemeinsam mit dem NRW-Wirtschaftsministerium entwickelten klaren Strategie beruhe. So habe man die Kontakte zu den etablierten Investorenländern gepflegt und ausgebaut. Beispielsweise habe das niederländische Unternehmen Solland Solar Cells BV 2008 seine Produktion im Gewerbegebiet Avantis in Aachen/ Heerlen erweitert und den Bau der nächsten Ausbaustufe gestartet. "Für unsere Produktion benötigen wir hoch qualifiziertes Personal. Das Potenzial dafür ist in der Region sehr groß. Auch bei der Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Fertigungsmethoden können wir aufgrund der vorzüglichen Forschungslandschaft auf Aachen bauen", betonte Henk Koerselman, Director Engineering & Maintenance bei Solland Solar.

Zudem habe NRW.INVEST die Marketing- und Akquisitionsaktivitäten in den wachstumsstarken Märkten wie China, Indien oder der Türkei intensiviert. Im März 2008 eröffnete Wirtschaftsministerin Thoben die NRW.INVEST Turkey in Istanbul. Neben den Außenbüros in Japan und Korea hat die Landesgesellschaft ihre Präsenz in China auf nun zwei Repräsentanzen ausgebaut. Auch in Indien ist NRW.INVEST inzwischen an zwei Standorten vertreten.

Die Strategie, die Präsenz Nordrhein-Westfalens in den Wachstumsmärkten Asiens zu verstärken, zahlte sich aus. Die Mehrzahl der Ansiedlungsprojekte kommt aus Asien. 2008 stammen zwei Drittel der angesiedelten Unternehmen aus China, Japan, Korea, Taiwan, Indien und Hongkong. Nordrhein-Westfalen entwickle sich bei der Ansiedlung von ausländischen Firmen zum Zentrum der asiatischen Wirtschaft Deutschlands beziehungsweise Europas, so Wassner.

Die Mehrzahl der ausländischen Investoren entscheidet sich für Standorte entlang der Rheinschiene. Hier siedelten sich über die Hälfte der Unternehmen an. Darüber hinaus entwickelt sich der Niederrhein überdurchschnittlich gut: Hier stiegen 2008 die Ansiedlungen um 50 Prozent. Im Ruhrgebiet blieb die Anzahl annähernd konstant.

Trotz der weltweit angespannten wirtschaftlichen Lage erwartet NRW.INVEST auch 2009 ein vorzeigbares Ansiedlungsergebnis. Allein im Januar und Februar hat die landeseigene Wirtschaftsförderung bereits 19 neue Unternehmen am Standort angesiedelt. "Standortinvestitionen sind langfristige Entscheidungen. Sollte die Krise anhalten, wird sie uns wahrscheinlich zeitversetzt treffen", erläuterte Petra Wassner. Allerdings biete die Krise auch Chancen. So würden ausländische Unternehmen, deren Heimatmärkte stagnieren oder schrumpfen, bewusst den Weg nach Deutschland suchen, da der deutsche Markt als recht stabil eingeschätzt wird.

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