Nielsen Direct Mail Statusbericht 2009

Direct Mail bleibt viertstärkstes Medium im Bruttowerbemarkt / Knapp 68 Prozent aller Werbesendungen wurden gelesen

(PresseBox) (Hamburg, ) Die Werbungtreibenden setzten auch im Jahr 2009 intensiv auf die Kundenansprache per Werbe-Mailing. Das belegt der aktuelle Nielsen Direct Mail Statusbericht, in dem das Markt- und Medienforschungsunternehmen die Entwicklung und Trends im Direct Mail-Werbemarkt für das Jahr 2009 beleuchtet. Für den Versand von Werbesendungen per Post wurden im Jahr 2009 insgesamt Bruttowerbeinvestitionen in Höhe von 3,42 Milliarden Euro getätigt. Ein höherer Bruttowerbedruck wurde nur für die Fernsehwerbung sowie für die Werbung in Zeitungen und Publikumszeitschriften registriert. Der Anteil des Mediums Direct Mail am gesamten Bruttowerbemarkt erzielt in 2009 somit 13,2 Prozent *.

Weitere Ergebnisse des aktuellen Nielsen Direct Mail Statusberichts im Überblick:

- Im Jahr 2009 setzten über ein Drittel aller Werbungtreibenden (18.409 Unternehmen) auf Werbesendungen. 13,6 Prozent aller werbenden Unternehmen setzten in ihrer Kommunikationsstrategie auf eine Kombination aus verschiedenen Kommunikationskanälen und warben sowohl in den Abovetheline-Medien als auch durch Werbung per Post*.

- Der über Werbesendungen entfachte monetäre Werbedruck wurde zu 44,6 Prozent von Unternehmen erzeugt, deren Medienetat im Jahr 2009 insgesamt über 25 Millionen Euro betrug. Bei 84,2 Prozent dieser Firmen hatte die Direct Mail-Werbung im Jahr 2009 einen festen Platz im Mediamix.

- Am intensivsten bewarb im Jahr 2009 der Versandhandel seine Produkte in Werbesendungen. Rund 1,3 Milliarden Euro investierten die Versandhändler in die Verbreitung von Direct Mails und setzten damit 80,7 Prozent ihres Budgets für diese Werbemaßnahmen ein.

- Inhaltlich zeigt sich, dass - anders als bei der Fußball-WM 2006 - die Fußball-WM 2010 im Jahr 2009 thematisch noch nicht in den Werbebotschaften in den Abovetheline-Medien sowie in den versendeten Werbemailings aufgegriffen wurde.

- Besonders viele Werbe-Euros flossen im vergangenen Jahr mit 1,98 Milliarden Euro in adressierte Mailings. Auf diese Form der werblichen Zielgruppenansprache entfiel mit 57,8 Prozent der größte Ausgabenanteil. Insgesamt werden die personalisierten Werbesendungen von 54,4 Prozent der per Direct Mail werbenden Unternehmen eingesetzt.

- Mit einem Anteil von 33,7 Prozent hatte der Werbebrief im Jahr 2009 den größten Anteil am Direct-Mail-Markt, gefolgt von Prospekten mit 30 Prozent und Katalogen mit 25,9 Prozent.

- In den südlichen Regierungsbezirken wurde stärker per Direct Mail geworben, allerdings zeigt der Direct Mail Statusbericht auch, dass hinsichtlich der Werbewirkung die Responsewahrscheinlichkeit der Haushalte in den nördlichen Regierungsbezirken mit geringerer Mailingdichte höher war.

- Weiterhin wurden durchschnittlich 67,7 Prozent aller Werbesendungen von den Haushalten gelesen. 32,3 Prozent fanden die jeweiligen Werbesendungen interessant, 7,9 Prozent wollten darauf reagieren und weitere 14,9 Prozent der Haushalte wollten eventuell auf die beworbenen Angebote reagieren. Hierbei erzielten die Handelsorganisationen eine überdurchschnittliche Interessensquote, die auch in einer überdurchschnittlichen Responsequote resultierte.

- Der Abgleich der von Werbesendungen generierten Responsen mit der Internetnutzerstatistik Nielsen NetView zeigt exemplarisch für die in 2009 am stärksten per Direct Mail beworbenen PKW-Marken, dass das durchschnittliche Interesse der Haushalte an den PKW-Direct Mails bei 13,4 Prozent lag. Die Nutzung der Webseiten dieser PKW-Marken lag durchschnittlich bei 1,84 Sessions pro Person.

- Die Analyse der Online-Diskussion in Social Media mit Nielsen BuzzMetrics zu sämtlichen im Jahr 2009 per Direct Mail beworbenen PKW-Marken zeigt zudem auf, dass sich mehr als zwei Drittel aller im Jahresverlauf dazu veröffentlichten Beiträge thematisch mit den Top10 in Werbesendungen beworbenen PKW-Marken befassen.

*Datenbasis: Abovetheline-Medien ergänzt um Direct Mail und Internet

Weitere Informationen zum "Nielsen Direct Mail Statusbericht 2009" oder die vollständige Studie können kostenlos über die Internetseite des Medien- und Werbeforschungsunternehmens (www.nielsen.de) oder unter NMRStudien@nielsen.com angefordert werden.

Zur Methodik der Studie:

Grundlage dieser Studie sind die werbestatistischen Daten von Nielsen Media Research, die seit 2004 für die Mediengattung Direct Mail erhoben werden. Dabei werden alle Werbesendungen erfasst, die in den Briefkästen privater Haushalte ankommen - mit Ausnahme von Beilagen in Printmedien sowie Werbesendungen, die der Geschäftskorrespondenz, zum Beispiel der Telefonrechnung oder dem Kontoauszug, beiliegen. Um den Empfang der Werbesendungen abzubilden, zieht Nielsen Media Research eine repräsentative Stichprobe von 10.000 Haushalten aus der Gesamtbevölkerung - das Direct Mail-Panel. Die einzelnen Panel-Haushalte werden unterschiedlich gewichtet hochgerechnet, um die Gesamtheit der 39,110 Millionen Haushalte repräsentativ abzubilden.

Um noch tiefere Analysen durchführen zu können, wurde das Nielsen Media Research-Panel im Sommer 2007 von bislang 5.000 auf 10.000 Haushalte verdoppelt. Dadurch ist die Abdeckung von kleineren Aussendungen repräsentativer und die Varianz bei allen Aussendungen gesunken, was zu einer weiteren Verbesserung der Direct Mail-Informationen führt. Ein wesentlicher Teil des ausgewiesenen Wachstums im Direct Mail-Markt ist dementsprechend auf die verbesserte Beobachtung im Medium zurückzuführen und nicht ausschließlich auf ein reelles Wachstum. Nielsen Media Research berücksichtigt in seiner Kommunikation die verbesserte Abdeckungsmethodik in der Ausweisung der Direct Mail-Daten und veröffentlicht dementsprechend keine Pressemitteilungen und Vorjahresvergleiche für dieses Medium in 2008.

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