Konsumenten sind bereit für Fernsehen auf dem Handy: 450 Millionen Euro Umsatz in Deutschland 2010

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Düsseldorf/Berlin 10. November 2005. Das große Interesse der Mobilfunk- und Inhalte -Anbieter an der Einführung von TV-Angeboten für das Handy wird immer deutlicher. Aber auch das Votum der potenziellen Nutzer fällt positiv aus: Nationale wie internationale Pilotversuche zeigen, dass es für Mobile TV ein beachtliches Nutzerpotenzial gibt und die Konsumenten ihr liebstes Hobby, das Fernsehen, auch auf ihrem liebsten Tagesbegleiter, dem Handy, nutzen wollen. Das Berliner Beratungsunternehmen Goldmedia hat erstmals eine umfassende Marktanalyse dieser Zukunfts- und Wachstumsbranche für Deutschland vorgelegt. Die Studie "Mobile TV 2010. Marktpotenziale für mobiles Fernsehen über T-DMB und DVB-H in Deutschland" analysiert alle für eine Markteinführung relevanten Bereiche. Technologische, rechtliche und regulative Aspekte werden dabei ebenso untersucht, wie die Chancen möglicher Geschäfts- und Erlösmodelle. Vor allem aber geht die Studie auf die Ansprüche aus Nutzersicht und die besonderen Anforderungen an Inhalte für Mobile TV ein. Die Studie wurde unterstützt von NBC UNIVERSAL Global Networks und der net mobile AG. Konsumenten sind bereit für mobiles Fernsehen zu bezahlen Während die Interessen für bisherige mobile Entertainment-Angebote wie Klingeltöne, Logos oder Spiele auf bestimmte, zumeist jüngere, Nutzergruppen beschränkt sind, ist für Handy-TV mit einer wesentlich breiteren Akzeptanz zu rechnen. In verschiedenen europäischen Repräsentativ-Erhebungen äußerten sich je nach Fragestellung bis zu 80 Prozent der Befragten positiv zu Mobile TV Angeboten. Die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft reichte dabei von 5,00 Euro bis zu 12,50 Euro - pro Monat!1 Als typische Barrieren für die Akzeptanz von Mobile TV, die es bei der Entwicklung der Angebote und Geschäftsmodelle zu berücksichtigen gilt, wurden zu teure Dienste-Angebote oder eine zu komplizierte Handhabung genannt.

Mobile TV schafft für das Fernsehen neue Prime Times und Programmformate Mobile TV kann das Mediennutzungsverhalten durch seine allgegenwärtige Verfügbarkeit, durch Personalisierungsoptionen und die mögliche Integration interaktiver Elemente nachhaltig beeinflussen. War Fernsehen bislang weitgehend auf den häuslichen Bereich und damit auf den Nachmittag und Abend beschränkt, ist für Mobile TV ein häufigerer, jeweils kürzerer und über den Tag verteilter Fernsehkonsum zu erwarten. Damit könnte die Nutzung von Mobile TV während Warte- und Pausenzeiten im gesamten Tagesverlauf für das Medium Fernsehen neue Nutzungsspitzen bringen, vor allem in den drive times und über die Mittagszeit. Darauf müssen sich auch die Inhalteanbieter einstellen. Die Nutzungsszenarien beim mobilen TV sind nur mit wenigen Programmkategorien des stationären Fernsehens unmittelbar kompatibel. Eine "Konvergenz" der Angebote ist daher nicht zu erwarten, auch angesichts technischer Beschränkungen, z.B. durch die Displaygröße. Das direkte Feedback per Handy bringt zusätzlich neue interaktive Möglichkeiten und hat damit Konsequenzen für die Programmgestaltung. Zumindest eine Anpassung der Inhalte aus dem stationären Fernsehen ist deshalb zwingend erforderlich. "Vor allem aber erscheint die Produktion ganz neuer, passgerechter Programmformate sinnvoll und Erfolg versprechend", so Goldmedia-Berater Michael Lessig. Mobile TV wird nur durch digitale Broadcast-Technologien ein Massenmarkt Für die Übertragung von Mobile TV werden international nach wie vor verschiedene Technologien erprobt. Der bislang überwiegende Einsatz von UMTS scheitert langfristig an den hohen Kosten pro Teilnehmer und an der begrenzten Bandbreite der Netze. Die für Individualkommunikation ausgelegten (UMTS-) Mobilfunknetze sind letztlich für Mobile TV als Massenanwendung nicht geeignet. Digitale terrestrische Rundfunknetze können hingegen gleichzeitig eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern bedienen und so eine kosteneffiziente Verbreitung sicherstellen. T-DMB und DVB-H schließen sich nicht zwangsläufig aus Auf dem deutschen Markt konkurrieren derzeit zwei Übertragungstechnologien: DVB-H als "Ableger" von DVB-T, dem digitalen Antennen-Fernsehen, und T-DMB als Weiterentwicklung des gescheiterten digitalen Radiostandards DAB. T-DMB Frequenzen sind nahezu bundesweit verfügbar, so dass kommerzielle Dienste hierüber bereits ab 2006 denkbar sind. Ein Mobile TV-Angebot über DVB-H könnte hingegen frühestens ab 2007 vor allem in den Ballungsräumen den Betrieb aufnehmen. DVB-H würde dabei aber eine wesentlich größere Programmvielfalt erlauben. Ein mögliches Entwicklungsszenario ist, dass beide Übertragungs-technologien zunächst parallel betrieben werden und in einem späteren Entwicklungsschritt mittels DXB technisch konvergieren. Mobile TV kann 2010 in Deutschland ca. 450 Millionen Euro Umsatz bringen Für die Einführung von Mobile TV werden in der Studie verschiedene Rollout-Szenarien beschrieben. Im realistischen Falle geht Goldmedia von einem Marktstart in 2007 aus und erwartet im ersten Jahr einen Umsatz von nur rund 20 Millionen Euro. Für das Jahr 2010 prognostiziert Goldmedia einen Umsatz auf Ebene der Endkunden von rund 450 Millionen Euro.2 Finanzierung von Mobile TV in Deutschland über Pay-Modelle (Autorenzitat) Mit Blick auf die Finanzierung von Mobile TV betont Goldmedia-Studienautor Andreas Klein: "Fernsehen auf dem Handy ist als reines Free-TV Angebot in Deutschland wohl nur schwer refinanzierbar. Die notwendigen Investitionen in Mobile TV machen ein rein gebühren- bzw. werbefinanziertes Angebot unwahrscheinlich. Ein Pay-Modell für den Zugang zu Mobile TV scheint auch deshalb unumgänglich, weil eine Einbindung der Mobilfunkanbieter für die Vermarktung der Endgeräte notwendig sein wird und die Nutzer offenbar zahlen wollen. - Wo hat man das schon?"

1 Dieser Wert bezieht keine Gerätekosten und Transaktionsumsätze ein. 2 Diese Umsatzprognose enthält Nutzungsgebühren für den Empfang von Mobile TV sowie Umsätze aus interaktiven Angeboten. Endgeräteverkäufe sowie Transaktionserlöse, z.B. über mobile Shopping-Angebote, sind in der Prognose nicht berücksichtigt
Statements der Studienförderer: NBC UNIVERSAL Global Networks Deutschland GmbH Wolfram Winter, Geschäftsführer:"In spätestens fünf Jahren kann Mobile TV eine sehr relevante Einnahmequelle mit Potenzial für unsere Sendermarken sein. In jedem Falle aber gilt: Nicht das technologisch Machbare ist entscheidend, sondern der Kundenwunsch ist maßgeblich und wird die Entwicklung sehr entscheidend bestimmen." net mobile AG Theo Niehues, CEO: "Als Partner für diverse Netzbetreiber sowie Content-Anbieter sind wir davon überzeugt, dass Mobile-TV eines der wachstumsstärksten Segmente im Markt mobiler Mehrwertdienste sein wird. Es gibt bereits heute hervorragend geeigneten Content für mobiles TV. Aber natürlich sind Adaptionen nötig. Zusätzlich müssen alle Möglichkeiten der Interaktion voll ausgeschöpft werden, um Zuschauerbindung zu erzeugen."

net SE

Die net mobile AG hat sich auf Dienstleistungen rund um das Handy spezialisiert. Mit der Kernkompetenz für mobiles -Entertainment, -Datentransport und -Bezahlmethoden hat sich die net mobile AG als Innovationsführer für Lösungen rund um mobile -Mehrwertdienste und -Applikationen im nationalen und internationalen Telekommunikationsmarkt etabliert. Die net mobile AG besitzt eine technologisch ausgereifte Kommunikationsplattform mit weltweitem Zugang zu über 350 GSM-Netzen. Die eingesetzte Technologie ist netzunabhängig und zukunftweisend bei allen Übertragungsformaten (SMS, MMS, i-mode, WAP, UMTS). Zu den Kunden gehören national und global operierende Netzbetreiber, Internetportale sowie Medienunternehmen, die sämtliche mobilen Dienste unter eigener Marke vertreiben. Die technische Abwicklung sowie die zielgruppengerechte Bereitstellung von mobilem Content werden vollständig durch die net mobile AG abgewickelt. Die net mobile AG verfügt über ein exklusives Portfolio von mobilen Spielen und Musiktiteln. Weitere Infos erhalten Sie unter www.net-m.de

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