Zur Lage des Unternehmens: Deutliche Ergebnisverbesserung aufgrund des Kostenabbaus

(PresseBox) (Bückeburg, ) Der Neschen Konzern hat im 1. Quartal 2010 einen Umsatz in Höhe von 24,6 Mio.Euro erzielt. Der Umsatz liegt ca. 5 % unter dem des Vorjahreszeitraumes (25,9 Mio.Euro). Bereinigt um die zum 2.6.2009 verkauften Geschäftsaktivitäten "Archivcenter"beträgt der Umsatzrückgang ca. 3 %. Die Umsatzentwicklung ist im Wesentlichen beeinflusst von der grafischen Industrie, mit der Neschen annähernd 90 % des Umsatzes erzielt. In diesem Bereich haben sich die Umsätze, je nach Produktgruppe und Absatzregion, sehr unterschiedlich entwickelt. In einigen Produktgruppen wird ein gutes Wachstum erzielt. Unter einer schwachen Nachfrage leiden nach wie vor die Produkte mit investivem Charakter (Maschinen, XXL-Inkjet-Medien) sowie einige höherwertige Produkte. Insgesamt ist in der Eigenfertigung der Absatz in Quadratmetern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Dies zeigt sich auch in der Veränderung des Produktmix. Die Absatzregionen Deutschland, UK und Spanien liegen nach wie vor deutlich hinter dem Vorjahr, in den USA, Frankreich, und Tschechien konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass sich in den meisten Ländern die Nachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert, die Branche deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blickt und die Anfragen sowohl nach Maschinen als auch nach Verbrauchsmaterialien zunehmen.

Die Rohertragsmarge liegt erwartungsgemäß aufgrund der Veränderungen im Produktmix niedriger als im Vorjahreszeitraum (42,1 %, Vorjahr 43,7 %).

Aufgrund der bereits realisierten Reduzierungen der Personal- und Sachkosten hat sich die Ergebnissituation des Unternehmens deutlich verbessert.

Das EBITDA beträgt im ersten Quartal 2010 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio. Euro), das entspricht einer EBITDA-Marge von 5,6 %. Der Neschen Konzern erwirtschaftete ein EBIT von 0,7 Mio. Euro (EBIT-Marge 2,6 %), im Vorjahreszeitraum war noch ein EBIT von - 0,9 Mio. Euro zu verzeichnen.

Im ersten Quartal 2010 konnte insgesamt ein nahezu ausgeglichenes Konzernergebnis erzielt werden. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit - 0,2 Mio. Euro im Bereich der Planung, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust in Höhe von 2,7 Mio. Euro verkraftet werden musste.

Im Ergebnis 2010 ist die Zuführung zur Rückstellung für eine Besserungsvereinbarung für der finanzierenden Bank J.P. Morgan Bank Dublin plc in Höhe von 0,2 Mio.Euro berücksichtigt.

Diese deutliche Verbesserung des Ergebnisses ist auf die durchgeführten Maßnahmen zur Reduzierung der Personal- und Sachkosten sowie der Verminderung der Zinsaufwendungen zurückzuführen Die in 2009 umgesetzten Maßnahmen zur Kostenreduzierung beinhalten einen Personalabbau in allen größeren Landesgesellschaften, Lohn- und Gehaltskürzungen, die Zusammenlegung von kleineren Standorten sowie die Reduzierung von Sachaufwendungen wie beispielsweise Marketingaufwendungen, Reise- und Beratungskosten.Sämtliche Maßnahmen wurden in 2009 beschlossen, umgesetzt und führen im laufenden Geschäftsjahr zu einer deutlichen Entlastung.

Der Personalstand der Gesellschaft hat sich von 545 Mitarbeitern (31.3.2009) auf 447 Mitarbeiter (31.3.2010) reduziert. Von dem Abbau entfallen 33 Mitarbeiter auf den Bereich der Archivcentertätigkeiten, der veräußert wurde. Der Erwerber hat alle in den Archivcentern beschäftigten Mitarbeiter übernommen.

In der Summe haben die Maßnahmen zusätzlich zu den bereits in 2009 realisierten Einsparungen im ersten Quartal zu weiteren Einsparungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro geführt. Davon entfallen 0,9 Mio. Euro auf Personalaufwendungen und 0,8 Mio. Euro auf Sachaufwendungen.

Das Zinsergebnis hat sich aufgrund des Verzichts auf das Mezzanine Darlehen inklusive thesaurierter Zinsen und der Reduzierung der Basiszinssätze reduziert auf
- 0,8 Mio. Euro (Vorjahr - 1,7 Mio. Euro), wobei in den Zinsaufwendungen die Zuführung zur Rückstellung für den Besserungsschein in Höhe von 0,2 Mio. Euro schon enthalten ist.

Unter Berücksichtigung von Sondereffekten wie den auslaufenden Personalkosten für ausscheidende Mitarbeiter, Abfindungen sowie eine von J.P. Morgan gewährte Zinsstundung wurde ein positiver Cashflow erzielt. Die Bilanzstruktur veränderte sich erwartungsgemäß.

Die Neschen AG hat im ersten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet

Die Neschen AG, Bückeburg, hat im ersten Quartal einen Umsatz in Höhe von 14,1 Mio. Euro erzielt (Vorjahr 16,0 Mio. Euro). Bereinigt um die veräußerten Archivcentertätigkeiten liegt der Rückgang bei ca. 8 %. Es gelten für die Neschen AG analog die Ausführungen zur Umsatzentwicklung im Konzern. Die verkauften Absatzmengen aus Eigenfertigung konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden.

Die Rohertragsmarge hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht erhöht auf 37,5 % (Vorjahr 37,1 %).

Aufgrund der durchgeführten Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten verbesserten sich alle Ertragskennzahlen. Das EBIT beträgt 1,0 Mio. Euro (Vorjahr - 0,3 Mio. Euro), die EBIT-Marge liegt bei 6,8 %. Es wurde ein EBITDA in Höhe von 1,7 Mio. Euro(EBITDA-Marge 11,0 %) erzielt.

Marketing und Vertriebsaktivitäten

Der für Neschen größte Absatzmarkt, die grafische Industrie, erfährt einen deutlichen strukturellen Wandel. Ausgelöst durch die Finanzmarktkrise und die damit einhergehende weltweite Rezession sind nach wie vor massive Veränderungen im Produktmix zu verzeichnen. Aufgrund der neuen InkJet-Medien sowie der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Neschen im Bereich so genannter "Economy-Produkte"(einfache Schutzfolien sowie unbeschichtete InkJet-Medien) ist das Unternehmen in der Lage, auf die veränderten Marktbedingungen zu reagieren.

Die Ausrichtung des Vertriebs liegt weiterhin in der Vermarktung von Nischenprodukten in den Bereichen "Interior Design" mit digitalbedruckbaren Textilien und Tapeten sowie den Panel-Produkten mit den neuen Inkjet-Beschichtungen. Dazu werden die"Economy-Produkte" als Türöffner und für das Basisgeschäft genutzt.

Ein weiterer Fokus wird auf den Ausbau der Aktivitäten im Bereich Private Label /OEM-Kunden gelegt. Für diese Kunden werden selbstklebende Produkte und InkJet- Medien entwickelt und gefertigt, die diese unter ihrer Eigenmarke vertreiben. In diesem Bereich ist es in 2009 gelungen, wichtige Neukunden zu gewinnen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres haben diese Kunden weitere Produkte von Neschen in ihr Sortiment aufgenommen.
Die Neschen AG erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr - 0,9 Mio. Euro).

Mit der finanzierenden Bank J.P. Morgan Bank Dublin plc, die nach dem in 2009 ausgesprochenen Kreditverzicht weiterhin eine Kreditlinie in Höhe von 30,8 Mio. Euro zur Verfügung stellt, wurde eine Verlängerung der Linie bis April 2011 vereinbart. Die Linie unterliegt keiner Covenants-Vereinbarung und wird zu banküblichen Sätzen verzinst. Es wird seitens des Unternehmens daran gearbeitet, diese Kreditlinie innerhalb der Laufzeit durch eine neue Bankfinanzierung zu refinanzieren.

Ausblick

Die globale Rezession hat in 2009 zu erheblichen Umsatzverlusten und zu einem stark negativen operativen Ergebnis geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag daher der Fokus, die Personal- und Kostenstruktur dem reduzierten Umsatzniveau anzupassen und ein aktives Liquiditätsmanagement zu betreiben.

Im Ergebnis erwartet die Neschen AG im laufenden Geschäftsjahr eine Kostenstruktur, die um ca. 17 Mio. Euro niedriger liegen wird als noch im Geschäftsjahr 2008.Von dieser Reduzierung entfallen 6 Mio. Euro auf die Personalkosten, 7 Mio. Euro auf Sachkosten und 4 Mio. Euro auf den Zinsaufwand.

Damit ist die Gesellschaft in die Lage versetzt worden, bei einer Umsatzgrößenordnung von ca. 100 Mio. Euro positive Ergebnisse zu erzielen.

Die Neschen AG geht davon aus, dass das laufende Geschäftsjahr in wichtigen Absatzmärkten und Produktbereichen noch von einer Nachfrageschwäche gekennzeichnet sein wird. Daher wird in 2010 trotz einer Vielzahl neuer Kunden und der Markteinführung neuer Produkte kein Umsatzwachstum erwartet. Die durchgeführten Kostenreduzierungen werden bei konstantem Umsatzverlauf zu einem positiven operativen Ergebnis (EBIT) führen und damit zu einer maßgeblichen Verbesserung gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Herausforderung des laufenden Geschäftsjahres wird darin liegen, stark steigenden Rohstoffpreise durch Preiserhöhungen im Markt weiterzugeben und bei deutlich verlängerten Lieferzeiten der Rohstofflieferanten eine gute Lieferbereitschaft gegenüber den Kunden aufrecht zu erhalten.

Eine Verbesserung der Auslastung der modernen Beschichtungsanlagen ist ein wesentlicher Faktor für die Wiederherstellung der Ertragskraft des Unternehmens. Die Absatzmengen im ersten Quartal belegen, dass Neschen hierfür den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Das Management der Neschen AG ist davon überzeugt, mittelfristig den Umsatz zu steigern. Es wird jedoch mehrere Jahre erfordern, um das vor der Weltwirtschaftskrise bestehe Umsatzniveau wieder zu erreichen.

Unter der Voraussetzung, dass sich die Absatzmärkte weiter stabilisieren, erwartet die Neschen AG ab dem Geschäftsjahr 2011 positive Jahresergebnisse.

Rechtliche und wirtschaftliche Risiken:

Es sei verwiesen auf die im Geschäftsbericht 2008 ausführlich beschriebenen rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken des Unternehmens. Im Vergleich zu der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes haben sich keine nennenswerten Veränderungen ergeben.

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