Finanzzahlen zum ersten Quartal 2010 (vorläufig) und zum Geschäftsjahr 2009

(PresseBox) (Schwandorf, ) .
- Guter Start ins Jahr 2010 mit Umsatzplus von 50 % im ersten Quartal und einem positiven operativen Ergebnis
- Nabaltec bestätigt vorläufige Zahlen 2009 mit einem Umsatz von 73,1 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von -2,7 Mio. Euro
- Deutliche Verbesserung setzt sich in beiden Unternehmensbereichen fort

Die Nabaltec AG konnte die klare Trendumkehr im zweiten Halbjahr 2009 auch im ersten Quartal 2010 fortsetzen und bei der Erholung nochmals an Tempo zulegen. Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Umsätze in den ersten drei Monaten konzernweit um 50 % auf rund 24,4 Mio. Euro, nach 16,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Beim Vergleich muss der Basiseffekt durch das schwache Vorjahresquartal berücksichtigt werden. Auch beim operativen Ergebnis konnte Nabaltec nach vorläufigen Zahlen wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Das EBIT im ersten Quartal 2010 lag bei 0,9 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 1,8 Mio. Euro angefallen. Eine weitere Indikation für die mögliche Nachhaltigkeit der Trendwende ist der Umsatz im Monat März, der gleichzeitig der beste Monatsumsatz im ersten Quartal 2010 war.

Beide Unternehmensbereiche unterstützen den Aufwärtstrend. Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" fiel das Plus mit rund 57 % noch etwas stärker aus als in der "Technischen Keramik" mit ca. 37 %, allerdings auch begünstigt durch den Basiseffekt eines etwas unterschiedlichen Geschäftsverlaufs im Vorjahresquartal. In den USA konnte das Tochterunternehmen Nashtec die schon 2009 deutlich stabilere Entwicklung positiv mit einer klaren Output-Steigerung fortsetzen. Mittlerweile wird bei Nashtec fast unter Vollauslastung produziert. Die Umsatzzuwächse bei Feinsthydroxiden in den USA werden durch die Ankündigung eines Wettbewerbers gestützt, der im Jahresverlauf seine Feinsthydroxid-Produktion in den USA einstellen wird.

Gleichzeitig konnte die Nabaltec AG heute bei Vorlage des Jahresabschlusses 2009 die vorläufigen Zahlen bestätigen und einen Umsatz von 73,1 Mio. Euro (Vorjahr 96,3 Mio. Euro) und ein operatives Ergebnis (EBIT) von -2,7 Mio. Euro (Vorjahr 4,1 Mio. Euro) für 2009 vermelden. In den Finanzzahlen 2009 zeigen sich noch deutliche Spuren der weltweiten Konjunkturkrise und der schwierigen Entwicklung in zahlreichen Zielbranchen von Nabaltec, wie Kabel-, Dämmstoff-, Poliermittel- und Feuerfest- beziehungsweise Stahlindustrie. Dennoch ist es Nabaltec gelungen, 2009 einen positiven operativen Cashflow von 4,6 Mio. Euro zu generieren. Das Investitionsprogramm mit einem Umfang von rund 20 Mio. Euro in 2009 wurde fortgeführt und mit der Inbetriebnahme der neuen Additiv-Produktionsanlage in Schwandorf Ende 2009 weitgehend abgeschlossen. Mit der Markteinführung der Additive für die Kunststoffindustrie und von Böhmiten für die Elektronikindustrie konnte sich Nabaltec zwei zusätzliche neue Zukunftsmärkte erschließen.

Das zweite Halbjahr 2009 zeigte bereits eine deutliche Aufwärtstendenz bei Umsatz und Ergebnis sowohl auf Konzernebene als auch in beiden Unternehmensbereichen "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik". Die Konzernumsätze des zweiten Halbjahres 2009 lagen um 20,8 % über denen der ersten sechs Monate. Beim EBIT konnte Nabaltec bereinigt um einmalige Sondereffekte im zweiten Halbjahr bereits wieder die Gewinnschwelle erreichen, auch wenn das operative Ergebnis im Gesamtjahr mit
-2,7 Mio. Euro noch deutlich negativ war.

Die USamerikanische Tochter Nashtec konnte sich 2009 erfolgreich gegen den allgemeinen Konjunktur- und Branchentrend stemmen, denn am frühesten zu spüren war die allmähliche Erholung der Wirtschaft im USamerikanischen und im asiatischen Markt. In beiden Regionen entwickelten sich die Umsätze bereits ab dem zweiten Quartal 2009 wieder auf einem höheren Niveau. Dadurch nahm insbesondere die US-Tochter Nashtec 2009 eine erfreuliche Entwicklung und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Bedeutung der USA im Umsatzmix von Nabaltec von 8,1 % auf 10,7 % gestiegen ist. Nashtec ist bereits seit der ersten Jahreshälfte 2009 cashpositiv und schaffte den Breakeven auf operativer Basis. Mit einer steigenden Kapazitätsauslastung im zweiten Halbjahr 2009 erreichte Nashtec Werte, die angesichts des Branchenumfelds für kaum möglich gehalten wurden.

Nabaltec hat gleichzeitig 2008 und 2009 umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen durchgeführt und weitere Maßnahmen ergriffen, um Kapazitäten und Produktionsprozesse weiter zu flexibilisieren. Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte in 2009 um 3,8 Prozentpunkte gesenkt werden, vor allem aufgrund günstigerer Energiekosten in den USA. Die Rohergebnismarge lag 2009 mit 48,0 % über dem Vorjahreswert von 44,8 %. In absoluten Zahlen ging das Rohergebnis von 45,1 Mio. Euro auf 34,3 Mio. Euro zurück. Die Personalkosten konnten in Summe um 2,4 Mio. Euro reduziert werden. Außerordentliche Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im vierten Quartal 2009 saldierten die Jahreseinsparung bei den Personalkosten auf 1,5 Mio. Euro. Gleichzeitig ist die Zahl der Mitarbeiter 2009 leicht um zwei Personen von 347 auf 349 Beschäftigte gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 18,6 Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro. Nabaltec konnte insbesondere bei den Fremdleistungen Einsparungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro realisieren.

Der Nabaltec-Konzern schloss das Jahr 2009 mit einem Konzernergebnis (nach Anteilen nichtkontrollierender Gesellschafter) von -5,0 Mio. Euro ab. Im Jahr zuvor waren es 1,1 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie errechnet sich entsprechend mit -0,63 Euro (Vorjahr 0,14 Euro).

2010 erwartet Nabaltec, wieder auf den langjährigen Wachstumspfad zurückkehren zu können - sowohl auf Konzernebene als auch in den beiden Unternehmensbereichen. Ziel ist ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und ertragsseitig eine deutliche Verbesserung gegenüber 2009, mit der Perspektive eines ausgeglichenen Ergebnisses auf operativer Ebene. Die Marktbedingungen hierfür stimmen in allen Produktsegmenten von Nabaltec. Neue Marktstudien von Frost & Sullivan sagen beispielsweise für den halogenfreien Flammschutz - den umsatzstärksten Bereich der Nabaltec - ein Marktwachstum von jährlich 8,1 % bis 2014 voraus. Nabaltec will von diesem Wachstum bei Flammhemmern in mehrfacher Hinsicht profitieren: Durch Nutzung des prognostizierten Marktwachstums und durch die Substitution der nach wie vor verwendeten umweltbelastenden Flammhemmer mit halogenfreien und damit umweltfreundlichen Produkten sowie durch Gewinnung zusätzlicher Marktanteile durch die Verdrängung von Mitbewerbern dank Qualität und innovativer Produkte. Auch im Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse rechnen wir 2010 nach einer deutlichen Stabilisierung mit einem leichten Wachstum, denn die weltweite Stahlproduktion als wichtigste mittelbare Zielbranche zeigt deutliche Erholungstendenzen.

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