Theresien-Krankenhaus setzt auf Nachhaltigkeit

Fernwärmeanschluss ab der neuen Heizperiode / Baumschutz bei den Rohrverlegungsarbeiten

(PresseBox) (Nürnberg, ) Das St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg stellt seine Wärmeversorgung auf Fernwärme um. Der Anschluss der Klinik an das Fernwärmenetz der N-ERGIE Aktiengesellschaft erfolgt zur kommenden Heizperiode.

Bestmögliche Energieeffizienz

Ausschlaggebend für die Entscheidung des St. Theresien-Krankenhauses für die Fernwärme waren in erster Linie Umweltgesichtspunkte. "Als katholisches Krankenhaus fühlen wir uns besonders der Nachhaltigkeit verpflichtet. Mit der Versorgung durch Fernwärme verbinden wir Umweltschutz mit Wirtschaftlichkeit", sagte der Geschäftsführer der Klinik, Dr. Walter Förtsch. Die alte Kesselanlage im St. Theresien-Krankenhaus wird zwar noch vorgehalten, aber die Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sich wesentlich verringern. "Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen überzeugten uns auch die guten Erfahrungen anderer Nürnberger Kliniken mit der Fernwärme", erläuterte er.

Das Krankenhaus stellt der N-ERGIE für die neue Umformerstation einen Teil seines Wirtschaftshofs zur Verfügung. Die EnergieAgentur Mittelfranken bescheinigt der Fernwärme in Nürnberg den bestmöglichen Primärenergiefaktor von 0,0. Der Primärenergiefaktor gibt Auskunft darüber, wie effizient der für die Wärmeerzeugung eingesetzte Brennstoff umgewandelt wird und beim Nutzer als Endenergie ankommt.

Derzeit wird die Nürnberger Fernwärme zu 90 Prozent im Heizkraftwerk in Nürnberg- Sandreuth erzeugt. In der 2005 von Kohle- auf Erdgasbefeuerung umgerüsteten modernen Gas- und Dampfturbinenanlage, wird durch umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Zusätzlich nutzt die N-ERGIE im KWK-Prozess die Abwärme aus der nahe gelegenen Müllverbrennungsanlage. Diese Modernisierung leistet einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung in unserer Stadt.

Künftig wird die Nürnberger Fernwärme sogar noch umweltfreundlicher: Das geplante neue Biomasse-Heizkraftwerk mit lokaler Stromerzeugung über Kraft-Wärme-Kopplung in Nürnberg- Sandreuth wird wahrscheinlich als bundesweit erste Anlage in ein bestehendes kommunales Fernwärme-Verbundsystem integriert. Voraussichtlich ab Herbst 2011 weist die Fernwärme dann einen Anteil von sieben Prozent Ökowärme aus und es können zusätzlich mehr als 28.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Baumschutz bei den Aushubarbeiten

Seit Anfang Juni bereiten Grab- und Verlegearbeiten den Anschluss der Klinik an das Fernwärmenetz vor. Auf einer Länge von rund 400 Metern lässt die N-ERGIE zwischen der Wartburg und der Zwickauer Straße einen rund 1,80 Meter tiefen und 1,60 Meter breiten Graben ausheben. Darin werden zwei Fernwärmerohre verlegt: das Stahlmantelrohr für den Vorlauf mit einen Durchmesser von 45 Zentimetern sowie das im Durchmesser neun Zentimeter schmälere Kunststoffmantelrohr für den Rücklauf.

In enger Abstimmung mit dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum, Abteilung Baumpflege, der Stadt Nürnberg sorgt die N-ERGIE bei den Bauarbeiten dafür, dass die Alleebäume entlang der Leipziger Straße keinen Schaden nehmen. Dafür setzt sie vor den eigentlichen Aufgrabungen durch einen Großbagger einen Minibagger ein. Mit diesem werden aufwändige Suchgrabungen entlang der Verlegetrasse vorgenommen und die Wurzeln im Aufgrabungsbereich freigelegt. Falls unbedingt erforderlich schneidet eine Fachfirma die Teile der Wurzeln zurück, die die Rohrverlegung behindern. Ziel der N-ERGIE ist es, den Baumbestand während und nach den Bauarbeiten zu erhalten.

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