Neuer Antrieb aus der Region für die Region

Siemens fertigt neue Dampfturbine für die N-ERGIE

(PresseBox) (Nürnberg, ) Die N-ERGIE Aktiengesellschaft investiert auch in der Wirtschaftskrise in eine zuverlässige Versorgung ihrer Kunden: Das Unternehmen hat bei Siemens Energy für rund drei Mio. € eine neue Dampfturbine in Auftrag gegeben. Die Turbine wird bei Siemens Energy in Nürnberg gefertigt und anschließend für die Erzeugung von Fernwärme im Nürnberger Heizkraftwerk der N-ERGIE eingesetzt.

"Wir freuen uns, dass wir den Auftrag an ein Unternehmen vergeben konnten, das vor Ort ansässig ist. So kommt unsere Investition der Region doppelt zugute: sowohl in Hinblick auf die zuverlässige Versorgung unserer Kunden als auch zur Sicherung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen vor Ort. Mit Siemens verbindet uns eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit" sagt Herbert Dombrowsky, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE Aktiengesellschaft

"Unser Ziel bei Siemens war und ist es, der N-ERGIE als einem unserer wichtigsten Kunden auch ein Produkt mit einer hohen Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit zu liefern, das gleichzeitig auch durch eine verbesserte Energieausnutzung den Einsatz von Brennstoff reduziert und somit zur Schonung der Umwelt und der Ressourcen beiträgt", sagt Klaus Hüttenhofer, Leiter des Servicegeschäftes für Industrie-Dampfturbinen bei Siemens Energy in Nürnberg.

Wo wird die neue Turbine eingesetzt?

In ihrem Heizkraftwerk nutzt die N-ERGIE die umweltschonende Technik der Kraft-Wärme- Kopplung (KWK), d. h. die parallel zur Stromerzeugung entstehende Wärme wird nicht über einen Kühlturm an die Umwelt abgegeben, sondern für die Fernwärmeversorgung eingesetzt.

Der Dampf, der aus den Abhitzekesseln der Gasturbinenanlage kommt, treibt in der Regel drei Dampfturbinen an. Eine dieser Turbinen, die bereits seit 1982 in Betrieb war, muss nun altersbedingt ausgetauscht werden. Während ihres Einsatzes seit 1982 war die Turbine rund 195.000 Stunden in Betrieb und wurde etwa 270 Mal gestartet bzw. heruntergefahren.

Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt 2009 Siemens Energy den Auftrag für die Fertigung einer neuen Turbine.

Diese ist auf den ersten Blick dem ausgetauschten Modell sehr ähnlich, wiegt 17 Tonnen, ist etwa 3 Meter lang, 2 Meter breit und 2,3 Meter hoch. Allerdings wurde sie im Vergleich zum alten Modell optimiert: Die neue Turbine kann überwiegend in Volllast betrieben werden, dies ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad.

Die Turbine hat eine Leistung von 16,7 Megawatt (MW) und dient der Versorgung des Fernwärme-Dampfnetzes in der Nürnberger Innenstadt.

Fernwärme in Nürnberg bringt optimale Nutzung fossiler Energieträger

Der Primärenergiefaktor der Fernwärmeversorgung im Verbundnetz der N-ERGIE in Nürnberg wurde von der Energieagentur Mittelfranken mit dem sehr guten Wert Null zertifiziert. Dies bedeutet, dass im Heizkraftwerk der Brennstoff optimal ausgenutzt und Energie höchsteffizient eingesetzt wird.

Der Primärenergiefaktor wird auf der Basis des gesetzlich festgelegten Berechnungsverfahrens nach DIN V 4701-10 zur energetischen Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen berechnet.

Zusammenarbeit beim neuen Biomasse-Heizkraftwerk

Die N-ERGIE errichtet auf ihrem Betriebsgelände in Nürnberg-Sandreuth ein Biomasse-Heizkraftwerk. Siemens Energy wird auch für das neue Biomasse-Heizkraftwerk dann zusätzlich einen 6 MW-Dampfturbosatz liefern. Die Industriedampfturbine wird in das bestehende Kesselhaus integriert. Der Lieferumfang umfasst die Heiz-Turbine, einen Generator sowie Hilfssysteme.

Auch die komplette Leittechnik für das neue Biomasse-Heizkraftwerk sowie die Integration in die bestehende Warte wurde an Siemens Energy vergeben.

Das Biomasse-Heizkraftwerk wird auf Basis von Holzhackschnitzeln arbeiten und eine Fernwärmeleistung von rund 14 MW und eine elektrische Leistung von zirka 6 MW haben. Der Baubeginn ist für August 2010 vorgesehen, bereits rund ein Jahr später soll die Anlage in Betrieb gehen.

Durch die Integration des Biomasse- Heizkraftwerkes in das Nürnberger System der Fernwärmeversorgung können jährlich mehr als 28.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

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