Prozesssicherheit garantiert

Qualitätskontrollen bei Sammelheftern / Mit einer Reihe zuverlässiger Kontrollsysteme erhöht Müller Martini die Wirtschaftlichkeit und Qualität seiner Sammelhefter

(PresseBox) (Ostfildern-Kemnat, ) Dank der Qualitätskontrollen sorgen die Sammelhefter von Müller Martini für eine exzellente Heft- und Schnittqualität bei geringer Makulatur. Damit die Sammelhefter effizient und möglichst fehlerfrei arbeiten, konzentriert sich die Prozessüberwachung auf zwei Bereiche: Produktzusammensetzung und Produktqualität. Die Kontrolle bei der Zusammensetzung hat Fehlbogen und Bogenidentität im Visier. Um eine optimale Qualität zu erzielen, sind die Sammelhefter mit Checks zur Überprüfung der Bogenlage, der Schnittqualität und Heftung ausgerüstet.

Kontrollen der Zusammensetzung

Verschiedenste Prüfungen garantieren beim Sammelheften die Vollständigkeit des Produkts. Die im Anleger integrierte Abzugskontrolle erkennt Fehlbogen und sorgt dafür, dass in nachfolgenden Anlegern der Bogenabzug unterdrückt und das fehlerhafte Produkt ungeheftet ausgeschleust wird. Die Schwertkontrolle überprüft das Auflegen der Bogen auf die Sammelkette. Erkennt sie einen Fehlbogen, wird der Bogenabzug von folgenden Anlegern ebenfalls unterdrückt. Bei Papierstaus löst die Schwertkontrolle einen Maschinenstopp aus, bevor sich noch mehr Papier ansammelt.

Die seitliche Dickenmessung Semko stellt bei jedem Exemplar anhand eines Referenzwertes fest, ob dieses komplett ist. Unvollständige Erzeugnisse werden vor dem Dreischneider ungeheftet ausgeschleust, was den Makulaturanteil verringert. «Alle Sammelhefter können mit Semko vervollständigt werden. Standardmaschinen im mittleren Leistungssegment sind serienmässig mit einer Firstkontrolle ausgerüstet», erklärt Patrick Treyer, Produktmanager Sammelheften bei Müller Martini. Dank dieser beiden Kontrollen erfolgt bei jedem einzelnen Produkt auf der Sammelkette eine Überprüfung der Dicke.

Ein technologisches Meisterstück ist Asir 3. Der Bild- und Barcode-Leser bietet die zuverlässigste Kontrolle über die Produktzusammenstellung im Sammelhefter. Ein Barcode-Aufdruck erlaubt, jeden Bogen mit absoluter Sicherheit zu identifizieren. Asir 3 stellt als «intelligente Kamera» beim Vergleich der Barcodes fest, ob alle Bogen in einem Anleger identisch sind. Werden die Bogen aller Anleger mit dem Asir-3-Barcode versehen, lässt sich zusätzlich die Reihenfolge der Bogen überprüfen. Bogen ohne Barcode kontrolliert Asir 3 mit dem Bildvergleichsmodus.

Druckbogen, die nicht mit dem eingescannten und vom Maschinenführer quittierten Barcode oder Bildausschnitt übereinstimmen, werden ausgeschleust. Das System verblüfft nicht nur mit seiner Zuverlässigkeit, sondern auch mit dem vollautomatischen Einlesen des Barcodes bzw. dem Bild des Referenzbogen. Ist der Sammelhefter mit einem Warenkleber ausgerüstet, testet die Bogenaufkleberkontrolle, ob die vorgesehene Karte oder das Warenmuster tatsächlich vorhanden ist.

Kontrollen der Qualität

Die erwähnten Prüfschritte gewährleisten, dass ein Produkt in den Sammelheftern komplett und in der richtigen Reihenfolge zusammengestellt wird. Damit die Produkte auch qualitativ den Anforderungen der Kunden entsprechen, hat Müller Martini weitere umfangreiche Kontrollen für die Produktqualität eingebaut.

Bei der Schrägbogen- und Längsbogenkontrolle prüfen Fotozellen die Lage und die Länge jedes Exemplars. Produkte, die schräg auf der Sammelkette liegen oder nicht sauber aufgestossen sind, werden ungeheftet ausgeschleust. In der Heftmaschine werden alle Exemplare nach dem Heften nochmals gecheckt. Die unten angeordnete Heftklammerkontrolle überprüft laufend, ob die vorhandenen Heftklammern mit der beim Einrichten eingegebenen Anzahl übereinstimmen. Danach gewährleistet die Schnittkontrolle im Dreischneider, dass jedes Produkt innerhalb der einstellbaren Toleranz der verlangten Massgenauigkeit entspricht. Auch diesbezüglich ungenügende Produkte werden ausgeschleust.

Optimieren mit dem Optimizer

Entscheidend zur Prozesssicherheit trägt die Überwachung mit dem Optimizer, einer Unterfunktion der Betriebsdatenerfassung, bei. Der Optimizer liefert dem Maschinenführer eine übersichtliche Statistik über Zwischenfälle während des Einrichtens und der Produktion. Da pro Aggregat die Unregelmässigkeiten in der Anzeige ersichtlich sind, können die Ursachen für Unterbrüche schnell eruiert und behoben werden.

Die Betriebsdatenerfassung ermöglicht eine vertiefte Prozess- und Fehlerauswertung, auch ohne Anbindung an den digitalen Workflow. So können zum Beispiel pro Maschine die Zeiten analysiert werden, die für Einrichten, Produktion, Stillstand, Störungen, Unterbrüche, Pausen und Reparaturen aufgelaufen sind.

Noch sicherer mit JDF-Standard

Im Umgang mit Sammelheftern können Kunden zusätzliche Prozesssicherheit gewinnen, indem sie die JDF-kompatiblen Sammelhefter von Müller Martini mit einem Management Information System (MIS) verbinden. «Der digitale Workflow eliminiert zwar nicht vorneweg alle Fehler», sagt Patrick Treyer. «Er gibt aber Sicherheit beim Einrichten und bei der Weitergabe eines Auftrags an die nächste Maschine.». Die Qualitätskontrollen werden also nicht überflüssig.

Statt der konventionellen Auftragstasche erhält ein Maschinenführer einen mit Job Definition Format (JDF) programmierten elektronischen Job, der alle Daten enthält. So hat er am Sammelhefter jederzeit den Überblick über die zu verarbeitenden Bogen, deren Menge und Reihenfolge, die Schnittlänge, die (Rest-)Auflage und viele weitere Angaben. Fehler und Missverständnisse, die sich aus der mündlichen und handschriftlichen Kommunikation ergeben, können so gebannt werden.

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