Neun-Monats-Ergebnis: MTU Aero Engines nimmt Kurs auf Zielerreichung 2010

Umsatzplus von 2 % auf 1.992,3 Mio. € / Bereinigtes EBIT und Gewinn nach Steuern steigen um je 7 % / Umsatzwachstum 2011 im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet

(PresseBox) (München, ) Die MTU Aero Engines Holding AG ist mit ihrem Neun-Monats-Ergebnis 2010 auf einem guten Weg zur Zielerreichung für das Gesamtjahr: Der Umsatz stieg um 2 % auf 1.992,3 Mio. € nach 1.954,9 Mio. € im Vorjahr. Beim operativen Ergebnis hat die MTU ein Plus von 7 % auf 226,1 Mio. € erwirtschaftet (1-9/09: 210,8 Mio. €). Mit 11,3 % lag die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) um 0,5 Prozentpunkte höher als im Vergleichszeitraum. Den Gewinn nach Steuern hat das Unternehmen um 7 % auf 99,6 Mio. € verbessert (1-9/09: 93,4 Mio. €).

"Mit diesen Resultaten kommt die MTU bei der Erreichung ihrer Ziele gut voran", resümierte Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines Holding AG. "Unsere Prognose für das Jahr 2010 können wir heute bestätigen - und das, obwohl wir zum Zeitpunkt der Prognose-Anhebung im Juli noch von günstigeren Dollar-Wechselkursverhältnissen ausgegangen waren. Im vierten Quartal gehen wir vor allem von einer positiven Entwicklung im OEM-Geschäft aus."

Die MTU erwartet für das Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz in Höhe von etwa 2.750 Mio. € (2009: 2.610,8 Mio. €). Der operative Gewinn soll nach 292,3 Mio. € im Vorjahr rund 310 Mio. € erreichen. Die MTU rechnet mit einem Jahresüberschuss in Höhe des Vergleichswertes 2009: etwa 140 Mio. €. Der Ausblick für den Free Cashflow liegt trotz anhaltend hoher Zukunftsinvestitionen, die einen erhöhten Forschungs- und Entwicklungsaufwand bedingen, bei etwa 120 Mio. €. "Die MTU bleibt weiter auf Wachstumskurs", ergänzte Behle. "Wir rechnen 2011 mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich." Diese Annahme basiert auf einem Dollarkurs auf dem aktuellen Niveau.

In den ersten neun Monaten 2010 ist der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft um 4 % gestiegen: Zum Quartalsende erreichte er 821,6 Mio. nach 790,9 Mio. € im Vergleichszeitraum. "Auf Dollar-Basis ist der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft stabil geblieben. Gleiches gilt auch für das zivile Neu- und Ersatzteilgeschäft", führte Finanzvorstand Reiner Winkler aus. Wichtigste Umsatzträger im Neu- und Ersatzteilgeschäft waren die Programme V2500 für die Airbus A320-Familie, PW2000 für die Boeing 757 und C-17 sowie CF6-80C für die Boeing 747 und die Airbus-Typen A310 und A330.

Zunehmende Bedeutung gewinnt das GP7000, das den Airbus A380 antreibt. "Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen", erklärte Winkler. "Das GP7000 und Programme wie das GEnx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8 werden im Seriengeschäft neben dem A320-Antrieb V2500 künftig hohe Anteile am Umsatz haben und bereits ab 2011 zu einem deutlichen Wachstum des zivilen OEM-Geschäfts beitragen. Dabei dürfte sich im kommenden Jahr das Seriengeschäft auf Dollar-Basis sehr positiv entwickeln und stärker wachsen als das Ersatzteilgeschäft."

Im militärischen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz abrechnungsbedingt um 3 % auf 378,3 Mio. € gestiegen (1-9/09: 366,7 Mio. €); für den höchsten Umsatz sorgte der Eurofighter-Antrieb EJ200. Die geplanten Budgetkürzungen im deutschen Verteidigungshaushalt werden sich 2011 voraussichtlich in einem Umsatzrückgang des Militärgeschäfts im Bereich Instandhaltungen niederschlagen. "Wir erwarten, diese Entwicklung mittelfristig mit dem Anlauf neuer Programme im Auslandsgeschäft ausgleichen zu können", sagte Behle.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung blieb mit 814,4 Mio. € annähernd stabil (1-9/09: 821,2 Mio. €); Hauptumsatzträger war das V2500. "Im Quartalsvergleich zum Vorjahr zeigen die zivilen MRO-Umsätze dollarkursbereinigt einen Aufwärtstrend. Die positiven Marktdaten lassen erwarten, dass sich diese Entwicklung auch im 4. Quartal fortsetzen wird", so Winkler. Für 2011 geht die MTU in der zivilen Instandhaltung von einem leichten Umsatzanstieg aus. Für die darauffolgenden Jahre erwartet das Unternehmen weiter verbesserte Wachstumschancen.

Der Auftragsbestand der MTU lag mit 4.245,7 Mio. € um 2 % höher als am Ende des vergangenen Jahres (31.12.2009: 4.150,9 Mio. €). Damit entspricht er dem 1,6-fachen des Jahresumsatzes 2009.

Die Ertragslage hat sich sowohl im OEM-Geschäft als auch in der zivilen Instandhaltung verbessert: Der operative Gewinn der zivilen Maintenance ist um 6 % auf 58,8 Mio. € (1-9/09: 55,6 Mio. €) gestiegen; die EBIT-Marge legte 0,4 Prozentpunkte auf 7,2 % zu. Das EBIT des OEM-Geschäfts erreichte mit 165,9 Mio. € 5 % mehr als im Vergleichszeitraum (1-9/09: 158,2 Mio. €). Damit lag die EBIT-Marge bei 13,8 % (1-9/09: 13,7 %).

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der MTU sind um 9 % auf 162,0 Mio. € gestiegen (1-9/09: 149,0 Mio. €). Zurückzuführen ist das auf die deutliche Erhöhung der eigenfinanzierten Ausgaben für Forschung und Entwicklung: Sie lagen mit 103,8 Mio. € um 30 % über dem Vergleichswert (1-9/09: 80,0 Mio. €). Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bildeten die Zukunftsprogramme PW1000G für den Mitsubishi Regional Jet und die Bombardier CSeries sowie GE38 für den schweren Transporthubschrauber Sikorsky CH-53K. "Damit sichern wir den termingerechten Fortschritt der neuen Programme und verbessern unsere Positionierung auf dem Markt. Den Fokus auf Forschung und Entwicklung werden wir auch im kommenden Jahr fortsetzen, um unseren klaren Wachstumskurs zu unterstützen", so Behle.

Den Free Cashflow hat die MTU um 49 % auf 143,0 Mio. € verbessert (1-9/09: 95,7 Mio. €). Dieser Wert liegt bereits über dem Niveau, das die MTU für das Gesamtjahr anstrebt.

In den ersten neun Monaten hat die MTU 65,3 Mio. € investiert. Im gleichen Zeitraum 2009, der vom Aufbau des Werks in Polen geprägt war, waren es 88,9 Mio. €.

Mit 7.874 Mitarbeitern hatte die MTU zum Quartalsende 3 % mehr Beschäftigte als Ende 2009 (31. Dezember 2009: 7.665 Mitarbeiter). Neueinstellungen erfolgten an den Standorten in Polen und Kanada und bei der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg.

MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und zählt zu den Großen der Branche. Mit ihren Tochterunternehmen ist sie in allen wichtigen Märkten und Regionen vertreten. Im zivilen Antriebsbau arbeitet die MTU mit den größten Triebwerksher-stellern der Welt zusammen - General Electric, Pratt & Whitney und Rolls-Royce. Im militärischen Bereich ist das Unter-nehmen der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr und wichtiger Partner bedeutender militärischer Triebwerksprogramme in Europa. Die MTU Maintenance ist weltweit der größte unabhängige Dienstleister für die Instandhaltung ziviler Triebwerke. Technologisch ist die MTU bei Hochdruckverdichtern, Niederdruckturbinen sowie Herstell- und Reparaturverfahren führend.







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