MTU Aero Engines legt Halbjahresergebnis vor und hält an Jahresprognose fest

(PresseBox) (München, ) .
- Umsatzplus von 10 % auf 1.376,0 Mio. €
- Auftragseingang steigt um 17 % auf 1.304,9 Mio. €
- EBIT-Marge erreicht mit 10,0 % das für 2009 erwartete Niveau

Die MTU Aero Engines Holding AG hat das erste Halbjahr 2009 mit einem Umsatzplus von 10 % auf 1.376,0 Mio. € abgeschlossen (1-6/08: 1.256,1 Mio. €). Dollarkursbereinigt ist der Umsatz fast stabil geblieben (minus 2 %). Der Auftragseingang stieg um 17 % auf 1.304,9 Mio. € (1-6/08: 1.119,0 Mio. €). Das operative Ergebnis erreichte 137,1 Mio. € (1-6/2008: 156,8 Mio. €). Darin spiegeln sich höhere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Anlaufkosten für neue Programme und Verschiebungen im Umsatzmix wider. Die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) lag mit 10,0 % auf dem Niveau, das die MTU für das Gesamtjahr erwartet. Der Gewinn nach Steuern betrug im ersten Halbjahr 55,7 Mio. €. Im Rückgang gegenüber dem Vergleichswert (1-6/08: 80,4 Mio. €) zeigen sich insbesondere das bewertungsbedingt niedrigere Finanzergebnis und das verringerte operative Ergebnis.

"Gemessen an der momentan schwierigen Marktsituation sind wir mit diesen Ergebnissen zufrieden. An unserer Prognose für das Gesamtjahr halten wir fest", resümierte Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines Holding AG. "Wir sind weiterhin in der Lage, kräftig in neue Programme zu investieren und damit die Basis für weiteres profitables Wachs-tum zu schaffen."

Die MTU erwartet für das Geschäftsjahr 2009 mit rund 2.800 Mio. € einen Umsatz auf Vor-jahresniveau (2008: 2.724,3 Mio. €). Die operative Ergebnismarge (EBIT bereinigt) soll nach rund 12 % in 2008 im Jahr 2009 rund 10 % betragen. In Folge der geplanten Zukunftsauf-wendungen und einer Steuerquote, die wieder auf dem normalen Niveau liegt, wird der Jah-resüberschuss auf rund 140 Mio. € zurückgehen. Der Free Cashflow 2009 wird bei etwa 80 bis 100 Mio. € erwartet - trotz der Zukunftsinvestitionen, die auch zu einem erhöhten For-schungs- und Entwicklungsaufwand für die neuen Programme führen.

Der Umsatzanstieg im ersten Halbjahr 2009 ist insbesondere auf die positive Entwicklung der zivilen Instandhaltung zurückzuführen. Hier hat die MTU im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 den Umsatz um 15 % auf 589,0 Mio. € (1-6/2008: 513,0 Mio. €) verbessert. Dollar-kursbereinigt ist der MRO-Umsatz stabil geblieben. Das V2500, Antrieb der Airbus A320-Familie, war der wichtigste Umsatzträger in der zivilen Instandhaltung.

Im zivilen Triebwerksgeschäft betrug der Umsatz im ersten Halbjahr 570,2 Mio. €, ein Plus von 7 % gegenüber dem Vergleichswert (1-6/2008: 530,9 Mio. €). Dollarkursbereinigt liegt der Umsatz um 7 % niedriger als im ersten Halbjahr 2008. Maßgebliche Umsatzanteile entfielen sowohl im Neu- als auch im Ersatzteilgeschäft auf das V2500, das die Airbus A320-Familie antreibt, das PW2000 für die Boeing 757 und C-17 sowie das CF6-80C, das in der Boeing 747 und in den Airbus-Typen A310 und A330 zum Einsatz kommt. Aufgrund des Serienhochlaufs positiv entwickelt hat sich der Umsatz des A380-Antriebs GP7000.

Mit 231,9 Mio. € stabil geblieben ist der Umsatz im militärischen Triebwerksgeschäft. Zum Umsatz beigetragen haben vor allem der Eurofighter-Antrieb EJ200 und das Aftermarket-Geschäft des RB199, das den Tornado antreibt.

Der Auftragsbestand lag zum Halbjahresende bei 3.944,6 Mio. € (31.12.2008: 4.015,7 Mio. €) oder dem 1,4fachen des Jahresumsatzes 2008.

Die verringerte EBIT-Marge von 10,0 % (1-6/2008: 12,5 %) beruht vor allem auf dem Rück-gang des EBIT im OEM-Geschäft: Es hat sich auf 98,4 Mio. € vermindert (1-6/2008: 140,6 Mio. €). Damit lag die EBIT-Marge im OEM-Geschäft bei 12,3 % nach 18,5 % im ersten Halbjahr 2008. Die geringere Marge ist in höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, den Anlaufkosten für neue Programme und in Verschiebungen im Umsatzmix begründet. Für das Gesamtjahr erwartet die MTU im OEM-Geschäft eine EBIT-Marge von 12 bis 13 %. In der zivilen Instandhaltung hat die MTU das EBIT mehr als verdoppelt: Es wurde um 122 % auf 39,9 Mio. € (1-6/2008: 18,0 Mio. €) verbessert. Damit stieg die EBIT-Marge in der zivilen MRO von 3,5 % im ersten Halbjahr 2008 auf 6,8 % im gleichen Zeitraum 2009. "Diese Zahlen zeigen deutlich die operative Verbesserung der zivilen Instandhaltung", so Finanzvorstand Reiner Winkler. "Wir rechnen damit, dass die zivile MRO dieses Niveau halten kann und sich die EBIT-Marge im Gesamtjahr hier bei rund 6 bis 7 % einpendeln wird."

Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 20 % auf 93,9 Mio. € erhöht (1-6/08: 78,2 Mio. €). Die eigenfinanzierten Ausgaben für Forschung und Entwicklung hat die MTU um 48 % auf 53,1 Mio. € erhöht (1-6/08: 35,9 Mio. €). Die Schwerpunkte in der Forschung und Entwicklung lagen auf Zukunfts-technologien und den Programmen PW1000G für den Mitsubishi Regional Jet und die Bom-bardier CSeries, GEnx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8 sowie TP400-D6 für den Militärtransporter A400M und GE38 für den schweren Transporthubschrauber Si-korsky CH-53K.

Der Free Cashflow der MTU ging im Halbjahresvergleich auf 66,7 Mio. € leicht zurück (1-6/08: 77,2 Mio. €). Investiert hat die MTU im ersten Halbjahr 59,6 Mio. € gegenüber 56,0 Mio. € im gleichen Zeitraum 2008.

Die MTU zählte zum 30. Juni 2009 mit 7.555 Mitarbeitern etwa so viele wie am Vorjahresen-de (31. Dezember 2008: 7.537 Mitarbeiter).

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und zählt zu den Großen der Branche. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 75. Firmenjubiläum. Mit ihren Tochterunternehmen ist die MTU in allen wichtigen Märkten und Regionen vertreten. Im zivilen Antriebsbau arbeitet sie mit den größten Triebwerksherstellern der Welt zusammen - General Electric, Pratt & Whitney und Rolls-Royce. Im militärischen Bereich ist die MTU der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr und wichtiger Partner bedeu-tender militärischer Triebwerksprogramme in Europa. Die MTU ist weltweit der größte unab-hängige Dienstleister für die Instandhaltung ziviler Triebwerke. Technologisch ist sie bei Hochdruckverdichtern, Niederdruckturbinen sowie Herstell- und Reparaturverfahren führend.

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