Gute Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr - MTU Aero Engines erhöht Prognose

Neues Umsatzziel: 2.750 Mio. € / Bereinigtes EBIT soll auf 310 Mio. € steigen / Free Cashflow wird bei 120 Mio. € erwartet

(PresseBox) (München, ) Die MTU Aero Engines Holding AG hat das 1. Halbjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen: Der Umsatz erreichte 1.348,8 Mio. € nach 1.376,0 Mio. € im Vergleichszeitraum. Das operative Ergebnis wurde um 5 % auf 144,1 Mio. € verbessert (1-6/09: 137,1 Mio. €). Die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) lag mit 10,7 % um 0,7 Prozentpunkte über dem Vergleichswert. Der Gewinn nach Steuern ist um 9 % auf 60,6 Mio. € gestiegen; im 1. Halbjahr 2009 waren es 55,7 Mio. €. Im Gewinn nach Steuern spiegelt sich das rückläufige Finanzergebnis wider, das von Bewertungseffekten aus der Währungsumrechnung zum Stichtag beeinflusst war.

"Das erste Halbjahr ist für die MTU gut verlaufen", sagte Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines Holding AG. "Der Markt erholt sich wie erwartet und die Entwicklung des Dollar-Wechselkursverhältnisses verleiht uns zusätzlichen Rückenwind. Daher können wir heute unsere Prognose für das laufende Jahr anheben: Bis zum Jahresende rechnen wir mit einem Umsatz von etwa 2.750 Mio. € und einem operativen Gewinn von rund 310 Mio. €. Den Free Cashflow erwarten wir trotz anhaltend hoher Zukunftsinvestitionen bei 120 Mio. €." Bisher war die MTU davon ausgegangen, dass sich Umsatz und operativer Gewinn 2010 auf Vorjahresniveau bewegen würden (Umsatz 2009: 2.610,8 Mio. €; EBIT bereinigt 2009: 292,3 Mio. €). Beim Free Cashflow war das Unternehmen von mindestens 100 Mio. € ausgegangen. Den Jahresüberschuss erwartet die MTU unverändert etwa in Höhe des Vorjahreswertes von 141,0 Mio. €.

Im 1. Halbjahr 2010 ist der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft mit 569,7 Mio. € stabil geblieben (1-6/09: 570,2 Mio. €). Die größten Umsatzanteile entfielen im Neu- und Ersatzteilgeschäft auf die Programme V2500 für die Airbus A320-Familie, PW2000 für die Boeing 757 und C-17 sowie CF6-80C für die Boeing 747 und die Airbus-Typen A310 und A330. Zunehmend wichtiger wird der A380-Antrieb GP7000.

Abrechnungsbedingt um 8 % gestiegen ist der Umsatz im militärischen Triebwerksgeschäft: Er lag zum Halbjahresende bei 249,3 Mio. € nach 231,9 Mio. € im Vergleichszeitraum 2009. Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200. Über mögliche Einsparungen im Etat des Bundesverteidigungsministeriums sagte Behle: "Solange noch keine konkreten Beschlüsse gefasst worden sind, können wir keine Aussagen zu den möglichen Auswirkungen auf unser Militärgeschäft machen."

In der zivilen Instandhaltung erreichte der Umsatz 544,0 Mio. € nach 589,0 Mio. € per Juni 2009. Dass sich dieses Marktsegment zunehmend erholt, zeigt sich besonders im Quartalsvergleich: Gegenüber dem 1. Quartal 2010 hat die MTU den Instandhaltungsumsatz um 22 % gesteigert. Wichtigster Umsatzträger in der zivilen Instandhaltung war das V2500.

Der Auftragsbestand der MTU ist im Vergleich zum Jahresende (31.12.2009: 4.150,9 Mio. €) um 14 % auf 4.717,2 Mio. € gestiegen. Das entspricht dem 1,8-Fachen des Jahresumsatzes 2009. Neue Aufträge wurden vor allem für die Antriebe V2500 und PW1000G gewonnen. "Das Verkehrsaufkommen liegt inzwischen sowohl im Passagierverkehr als auch bei der Fracht wieder auf dem Niveau vor der Krise. Wir freuen uns, dass sich dieser Aufschwung auch im Anstieg unseres Auftragsbestands widerspiegelt", so Behle.

Der Anstieg des EBIT ist vor allem auf die positive Ergebnisentwicklung im OEM-Geschäft zurückzuführen. Hier hat die MTU das operative Ergebnis um 5 % auf 103,0 Mio. € verbessert (1-6/09: 98,4 Mio. €). Die EBIT-Marge im OEM-Geschäft stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 12,6 %.

Die zivile Instandhaltung hat ein operatives Ergebnis von 39,2 Mio. € erzielt nach 39,9 Mio. € im 1. Halbjahr 2009. Die EBIT-Marge war mit 7,2 % um 0,4 Prozentpunkte höher als der Vergleichswert. "Damit liegt die EBIT-Marge der zivilen Instandhaltung im Bereich des Zielwertes von rund 7 % für das Gesamtjahr", erläuterte Finanzvorstand Reiner Winkler. "Und wir rechnen im zweiten Halbjahr mit einer anhaltenden Erholung der zivilen MRO."

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben hat die MTU um 15 % auf 107,8 Mio. € aufgestockt

(1-6/09: 93,9 Mio. €). Besonders stark war der Anstieg der eigenfinanzierten Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die um 32 % auf 70,1 Mio. € angehoben wurden (1-6/09: 53,1 Mio. €). Die Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung bildeten das PW1000G für den Mitsubishi Regional Jet und die Bombardier CSeries, das GEnx, das im Boeing 787 Dreamliner und in der Boeing 747-8 zum Einsatz kommt, und das GE38 für den schweren Transporthubschrauber Sikorsky CH-53K.

Der Free Cashflow lag zum Quartalsende mit 125,1 Mio. € um 88 % über dem Vergleichswert (1-6/09: 66,7 Mio. €) und damit bereits über dem Niveau, das die MTU für das Gesamtjahr anstrebt.

Die MTU hat im 1. Halbjahr 44,4 Mio. € investiert. Im Vergleichszeitraum 2009, der vom Aufbau des Werks in Polen geprägt war, waren es 59,6 Mio. €.

Die MTU beschäftigte zum 30. Juni 2010 mit 7.739 Mitarbeitern etwa so viele Personen wie Ende 2009 (31. Dezember 2009: 7.665 Mitarbeiter).

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zykli- zität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und zählt zu den Großen der Branche. Mit ihren Tochterunternehmen ist die MTU in allen wichtigen Märkten und Regionen vertreten. Im zivilen Antriebsbau arbeitet sie mit den größten Triebwerksherstellern der Welt zusammen - General Electric, Pratt & Whitney und Rolls-Royce. Im militärischen Bereich ist die MTU der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr und wichtiger Partner bedeutender militärischer Triebwerksprogramme in Europa. Die MTU Maintenance ist weltweit der größte unabhängige Dienstleister für die Instandhaltung ziviler Triebwerke. Technologisch ist die MTU bei Hochdruckverdichtern, Niederdruckturbinen sowie Herstell- und Reparaturverfahren führend.

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