Test: Auch teure Bediensysteme lenken stark ab

Sehr gute Ergebnisse bei Porsche, Audi, VW, BMW und Mercedes - Jaguar auf dem letzten Platz - Schwächen bei Citroën und Lexus

(PresseBox) (Stuttgart, ) Auch teure Bedien- und Navigationssysteme in Luxusautos haben große Schwächen und lenken teilweise erheblich vom Verkehrsgeschehen ab. In einem Test des Magazins auto motor und sport fielen einige der acht bis zu 5.700 Euro teuren Bediensysteme in der Luxusklasse durch komplizierte Menüführungen und teilweise zu kleine Schriften auf, so dass die Fahrer lange dem Bildschirm statt der Straße ihre Aufmerksamkeit schenken mussten. So benötigten die Tester zur Ausführung von Aufgaben wie dem Navigieren eines Zieles oder die Einstellung einer Heizung im Testsieger Porsche nur halb so lang wie im Jaguar, der auf dem letzten Platz landete. Getestet wurden die aufpreispflichtigen Bediensysteme im Audi A8, BMW Siebener, Lexus LS, Mercedes S-Klasse, VW Tourareg und im Porsche Panamera und die serienmäßigen Systeme im Citroën C6 und Jaguar XJ.

Testsieger Porsche Panamera hatte die schnellsten Bedienzeiten wegen einer Mischung aus wenigen Bedienknöpfen und der besten Menüführung dank eines logisch strukturierten Touchscreen-Menüs, das schon bei leichtester Berührung reagiert. Nur wenige Punkte dahinter, aber immer noch mit einem "sehr gut" in der Bewertung, kommt der Audi A8 auf Platz zwei. Ebenfalls mit "sehr gut" getestet wurden die Systeme des VW Touareg, des BMW Siebener und der Mercedes S-Klasse. All diese Systeme reagieren vergleichbar schnell und sind ausgesprochen nutzerfreundlich.

Nur ein "befriedigend" schafften dagegen der Lexus LS und der Citroën C6. Beim Lexus, der über das mit 5.680 Euro Aufpreis teuerste System verfügt, funktioniert zwar die Bedienung über den Joystick gut, bemängelt wurden allerdings zahlreiche nicht verständliche englische Abkürzungen in den Menüs, das Fehlen einer "Zurück"-Taste, lieblos gestaltete Bedienelemente, unter der Mittelarmlehne versteckte Sitzheizungsschalter und die geringe Auswahl an Sprachbefehlen. Der Citroën schwächelte durch die vielen winzigen und wenig ergonomisch ausgerichteten Tasten auf der Mittelkonsole, die sich schlecht bedienen lassen, was während der Fahrt zu langen Blickabwendungen führte. Die verspielte Bildschirmgestaltung verwirrt durch unglückliche Bezeichnungen. So lässt sich mit der "Nav"-Taste die Karte anzeigen, Navigieren kann man mit der Taste "Menü". Sonderziele werden unter "Adresse" eingeben. Citroën erhielt die schlechtesten Noten bei Ablenkung und Erlernbarkeit.

Nur ein "ausreichend" schaffte der Jaguar XJ. Der Touchscreen reagiert träge, die Bedienfelder sind winzig und mit größeren Fingern nur schlecht zu treffen. Oft haben die Tester die gesuchten Funktionen erst gar nicht gefunden. Lüftung und Temperatur der Klimaanlage werden über griffige Drehregler eingestellt, Luftverteilung und Sitzheizung müssen kompliziert über das Menü gesteuert werden. Zudem hatten die Tester im Jaguar die längsten Bedienzeiten sowohl im Stand als auch während der Fahrt. Im Durchschnitt dauerte die Aktivierung einer Funktion doppelt so lang wie bei den besten Systemen.

Die Testergebnisse druckt auto motor und sport in der heute erscheinenden Ausgabe. Für die redaktionelle Berichterstattung schicken wir Ihnen den Test gerne per E-Mail zu. Nachricht an die Absenderadresse genügt.

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