Erster Fahrzeughersteller der MOST Cooperation führt MOST150 ein

Implementierung der neuen MOST Generation MOST150 startet im Audi A3

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Die MOST Cooperation freut sich bekannt zu geben, dass die beiden Hauptmitgliedsfirmen Audi und Daimler als erste Fahrzeughersteller MOST150 in ihre Serienfahrzeuge integrieren werden. "Seit der ersten Integration von MOST25 in einem Audi im Jahr 2002 hat sich MOST bei Audi zum Netzwerk-Standard für Premium-Infotainmentsysteme etabliert", erläutert Jens Kötz, Leiter der Bereiche Elektrik/Elektronik-Konzept, Vernetzung, Energiesysteme und Systemsicherheit der AUDI AG. "Die neue MOST Generation MOST150 bietet heute eindeutige Vorteile mit der Bandbreitensteigerung durch konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Übertragungstechnik. Infotainment-Applikationen haben sehr unterschiedliche Anforderungen an die Vernetzungs-Infrastruktur - MOST150 bietet alle benötigten Kommunikations-Mechanismen über eine Schnittstelle nach dem "All-In-One"-Ansatz. Diese unschlagbaren Vorteile bilden die Entscheidungsgrundlage für die Einführung von MOST150 im Volkswagen-Konzern." Der Ersteinsatz von MOST150 erfolgt mit dem Serienstart der neuen Audi-A3-Baureihe. Anschließend erfolgt sukzessiv der Technologie-Rollout über die Baureihen im Volkswagen-Konzern. Dies umfasst Fahrzeuge aus den Fahrzeugplattformen MQB und MLBevo (Modularer Quer- und Längsbaukasten). Die auf diesen Plattformen basierenden Fahrzeuge reichen vom Volkswagen Golf bis zum Audi A8.

Als Vorarbeit für diese Premiere hat Audi sämtliche Applikationen auf Netzwerkseite in zwei Referenzprojekten abgebildet. Mit dem Ergebnis, dass Audi MOST150 die Serienreife bescheinigt. "Audi übernimmt zu 100 Prozent die MOST-Spezifikation als Basis für das Netzwerk-Management und die grundlegenden MOST-Funktionen und bestätigt damit die ausgezeichnete Arbeit der MOST Cooperation", sagt Dr. Christian Thiel, MOST Cooperation Administrator. "In enger Zusammenarbeit haben Audi und die MOST Cooperation die Datenkommunikation für Ringbruchdiagnose (RBD) gemeinsam spezifiziert. Durch diese Standardisierung erwartet Audi eine weitere Qualitätssteigerung."

MOST150 bietet zukunftssichere Infrastruktur für Infotainment-Netzwerk

"MOST150 bietet aus heutiger Sicht die besten Synergiepotentiale, ist vielseitiger einsetzbar und damit für uns der nächste logische Technologieschritt", ergänzt Jens Kötz. "MOST150 ist aus technologischer und wirtschaftlicher Sicht erste Wahl für ein zukunftssicheres Infotainment-Netzwerk. Dies ist die Entscheidungsgrundlage, um MOST150 im Volkswagen-Konzern einzuführen." Aufgrund der konsequenten Weiterentwicklung der bestehenden Übertragungstechniken MOST25 und MOST50 bietet MOST150 eindeutige Vorteile wie unter anderem eine Steigerung der Bandbreite, einen Ethernet-Kanal zur Übertragung von IP-Daten, isochrones Streaming zur Videoübertragung, Paketdatenübertragung, synchrones Streaming für Mehrkanal-Audio sowie einen Kontroll-Kanal zur Übertragung von Steuerkommandos an Peripherie-Geräte. MOST150 erlaubt die parallele Nutzung aller dieser Dienste über ein einziges Netzwerk.

Evaluierung durch Audi bestätigt Praxistauglichkeit für MOST150

Audi entwarf zwei Referenzprojekte zur Evaluation der Technologie auf seine Serieneinsetzbarkeit. Dadurch wurde eine Absicherung des Ersteinsatzes bei Audi sichergestellt und die terminlichen und technischen Risiken minimiert. Als Erstes wurde eine MOST150 Referenzplattform für den Einsatz im Labor entwickelt. Die Hardware besteht aus einem MOST Ring mit sieben Teilnehmern (inklusive Timing-, Network- und Power-Master). Der Fokus dieses Projektes lag auf der Absicherung aller für Audi und die Volkswagen-Gruppe relevanten Anwendungsfälle. Es wurden Tests in den Bereichen Wakeup/Sleep, Stabilität sowie Performance-Messungen durchgeführt. Als Zweites kam ein MOST150 InCar-System zum Einsatz, um die Integration von MOST150 in die Fahrzeugvernetzung zu erproben. Der Fokus lag hier auf den Einflüssen der Fahrzeugumgebung auf die MOST150 Kommunikation. Tests wurden in den Bereichen Über-/Unterspannung, Temperaturstress (Klimakammer) und Wakeup/Sleep durchgeführt. Im Rahmen von Testfahrten erfolgte eine weitere Absicherung. Darüber hinaus ist bei MOST150 InCar eine ECL (Electric Control Line)-Referenzimplementierung umgesetzt zur Verifikation der Interoperabilität von unterschiedlichen ECL-Transceivern sowie RBD-Absicherung. Auch das kürzlich neu eingeführte Feature zur Detektion von Sudden Signal Off/Critical Unlock (SSO/CU) wurde auf dieser Plattform verifiziert. Basierend auf den aus der Evaluation gewonnenen Erkenntnissen bestätigt Audi, dass MOST150 reif für den Serieneinsatz ist. Audi überführt MOST150 in die Serienentwicklung als Netzwerk-Technologie für das "Modulare Infotainment-System" (MIB).

MOST Cooperation

Die MOST Cooperation ist die Organisation, die die MOST Technologie standardisiert und weiterentwickelt, damit sie weiterhin stets die neuesten Anforderungen der Industrie erfüllt. 2010 umfasst die Kooperation 16 internationale Automobilhersteller und über 60 Hauptzulieferer. Die Mitgliedsunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um die MOST Technologie einzusetzen und zu ihrer Innovation beizutragen. Anfangs für die Übertragung von Infotainmentdaten in Fahrzeugen konzipiert, erweitert sich das Einsatzgebiet des Netzwerkes heute auch auf die Unterhaltungselektronik. Das Ziel der MOST Cooperation ist es, die Technologie auch für andere Industrien zu entwickeln und zu standardisieren sowie die entsprechende Infrastruktur zu schaffen. Derzeit ist MOST weltweit in 100 Fahrzeugmodellen der innovativsten und zukunftsorientierten Automobilherstellern implementiert. Die MOST Cooperation wurde 1998 gegründet, um die MOST Technologie als globalen Standard für Multimedianetzwerke zu standardisieren. Audi, BMW, Daimler, HARMAN und SMSC bilden als sogenannte Partner das Steering Committee der MOST Cooperation. Weitere Informationen stehen unter www.mostcooperation.com zur Verfügung.

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