MorphoSys AG berichtet Ergebnis für das erste Quartal 2010

(PresseBox) (Martinsried, ) Die MorphoSys AG (Frankfurt: MOR; Prime Standard Segment, TecDAX) veröffentlichte heute gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) das Finanzergebnis für das erste Quartal 2010, das am 31. März endete. Die Konzernumsatzerlöse stiegen um 8 % auf 20,6 Millionen Euro (Q1 2009: 19,1 Millionen Euro), und der operative Gewinn betrug 4,7 Millionen Euro (Q1 2009: 4,2 Millionen Euro). Der Nettogewinn belief sich auf 3,2 Millionen Euro (Q1 2009: 3,5 Millionen Euro). MorphoSys erhöhte wie geplant seine Investitionen in die firmeneigene Forschung und Entwicklung auf 4,6 Millionen Euro (Q1 2009: 4,1 Millionen Euro). Am 31. März 2010 betrug der Bestand an liquiden Mitteln 147,3 Millionen Euro (31. Dezember 2009: 135,1 Millionen Euro). MorphoSys bestätigte seine Finanzprognose für das Gesamtjahr 2010.

Highlights des ersten Quartals 2010

- In Januar 2010 begann MorphoSys mit der Aufnahme von Patienten mit rheumatoider Arthritis in eine Phase 1b/2a-Studie für sein am weitesten fortgeschrittenes Entwicklungsprogramm MOR103. Bei MOR103 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-Antikörper, der gegen den Botenstoff GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Koloniestimulierender Faktor) gerichtet ist und zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis entwickelt wird.

- MorphoSys' Medikamentenpipeline umfasst derzeit insgesamt 72 therapeutische Antikörperprogramme, von denen sich acht in der klinischen Entwicklung, 28 in der präklinischen Entwicklung und 36 in der Forschungsphase befinden. Sieben dieser Programme sind firmeneigene Programme, einschließlich eines gemeinsamen Entwicklungsprogramms mit Novartis. MOR103 ist das am weitesten fortgeschrittene eigene Programm. Das Krebsprogramm MOR203, welches sich noch in der frühen Forschungsphase befand, wurde im abgelaufenen Quartal eingestellt.

- MorphoSys und Galapagos erweiterten ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Antikörpern zur Behandlung von Knochen- und Gelenkserkrankungen. Auf Basis der bislang erzielten soliden Fortschritte vereinbarten die Partner die Aufnahme eines weiteren krankheitsrelevanten Zielmoleküls in die Kooperation, wodurch sich die Gesamtzahl der Projekte auf vier erhöht.

- Shionogi verlängerte seine bestehende Lizenz für MorphoSys' HuCAL PLATINUM-Technologie für den Einsatz in der Wirkstoff-Forschung.

- MorphoSys und Wacker Chemie erweiterten ihre bestehende Zusammenarbeit bezüglich der Nutzung der Wacker-Sekretionstechnologie ESETEC®. MorphoSys kann damit die Wacker-Technologie auch zur Produktion von Antigenen verwenden und erweitert die bereits bestehende Kooperation zur Produktion von Antikörpern sowohl für die frühe Entwicklungsphase von therapeutischen Projekten als auch für diagnostische Forschungszwecke und reine Forschungsreagenzien.

- MorphoSys' Geschäftseinheit für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec hat im Bereich der Antikörpergenerierung mit Hilfe der firmeneigenen HuCAL-Technologie deutliche Verbesserungen in Kundenprojekten erzielt. Im Laufe der vergangenen vier Jahre konnte AbD Serotec die Erfolgsraten von 80 % auf nunmehr 98 % steigern.

- Das japanische Patentamt erteilte MorphoSys ein neues Patent, das seine Kerntechnologie HuCAL schützt. Das neue Patent (JP 4436457) sichert die Produktion und das Design einer Antikörperbibliothek basierend auf Phagendisplay.

"Im ersten Quartal brachte MorphoSys sein erstes eigenes Entwicklungsprogramm MOR103 in eine Phase 1b/2a-Studie in Patienten mit rheumatoider Arthritis, ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen", kommentierte Dave Lemus, Finanzvorstand der MorphoSys AG. "Unser erfolgreiches Geschäftsmodell erlaubt es uns, unsere Investitionen in die eigene Produktentwicklung in 2010 weiter zu steigern, und trotzdem unsere solide finanzielle Situation beizubehalten."

Finanzanalyse für das erste Quartal 2010 (IFRS)

Die Konzernumsatzerlöse stiegen im ersten Quartal 2010 um 8 % auf 20,6 Millionen Euro (Q1 2009: 19,1 Millionen Euro). Die Umsätze aus dem Segment Partnered Discovery beliefen sich auf 15,1 Millionen Euro (Q1 2009: 14,2 Millionen Euro) und beinhalten erfolgsabhängige Zahlungen in Höhe von 1,3 Millionen Euro (Q1 2009: 2,8 Millionen Euro). Das Segment Proprietary Development trug mit eigenen sowie gemeinschaftlich durchgeführten Entwicklungsaktivitäten 0,3 Millionen Euro zu den gesamten Umsätzen bei (Q1 2009: 0,3 Millionen Euro). Diese Umsätze stammen aus der Finanzierung eines gemeinsamen Entwicklungsprogrammes (Pre-Development) durch Novartis. Die Umsatzerlöse des Forschungs- und Diagnostiksegments AbD Serotec stiegen um 12 % auf 5,5 Millionen Euro (Q1 2009: 4,9 Millionen Euro). Unter Zugrundelegung gleichbleibender Wechselkursraten des ersten Quartals 2009 hätten sich die Segmentumsätze in den Segmenten Partnered Discovery und Proprietary Development auf 15,4 Millionen Euro belaufen und die Umsätze von AbD Serotec wären unverändert bei 5,5 Millionen Euro geblieben. Das Umsatzwachstum von MorphoSys beruht in erster Linie auf erhöhten Forschungszahlungen und gestiegenen Lizenzgebühren in den Segmenten Partnered Discovery und Proprietary Development sowie auf gestiegenen Verkaufserlösen im Segment AbD Serotec.

Die betrieblichen Aufwendungen der ersten drei Monate 2010 betrugen 15,9 Millionen Euro (Q1 2009: 14,9 Millionen Euro), ein Anstieg um 7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der hauptsächlich durch die wie geplant verstärkten Investitionen in die firmeneigene Medikamentenentwicklung bedingt war. Die Herstellungskosten blieben unverändert bei 1,7 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen um 9 % auf 9,3 Millionen Euro (Q1 2009: 8,5 Millionen Euro). In diesen F&E-Ausgaben enthalten waren Ausgaben für die firmeneigene Produkt- und Technologie-Entwicklung in Höhe von 4,6 Millionen Euro (Q1 2009: 4,1 Millionen Euro) sowie Kosten, die im Auftrag von Partnern entstanden. Die Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung stiegen um 2 % auf 4,9 Millionen Euro (Q1 2009: 4,8 Millionen Euro). Ein nicht zahlungswirksamer Aufwand für Aktienoptionen ist in den Herstellungskosten, den Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten und beläuft sich auf 0,4 Millionen Euro (Q1 2009: 0,9 Millionen Euro). Der operative Gewinn betrug 4,7 Millionen Euro (Q1 2009: 4,2 Millionen Euro).

Das Segmentergebnis für den Bereich Partnered Discovery belief sich auf 10,0 Millionen Euro (Q1 2009: 9,3 Millionen Euro), während das Segment Proprietary Development einen Verlust von 4,3 Millionen Euro auswies (Q1 2009: Segmentverlust in Höhe von 3,8 Millionen Euro). Innerhalb des AbD Segments stieg der operative Gewinn auf 0,9 Millionen Euro (Q1 2009: 0,6 Millionen Euro) und hätte unter Annahme konstanter Wechselkurse des ersten Quartals 2009 1,0 Millionen Euro betragen. Nicht zugeordnete Konzernaufwendungen betrugen in den ersten drei Monaten 2010 2,0 Millionen Euro (Q1 2009: 1,9 Millionen Euro).

In den ersten drei Monaten 2010 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 0,1 Millionen Euro (Q1 2009: sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 0,9 Millionen Euro). Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 4,6 Millionen Euro (Q1 2009: 5,1 Millionen Euro).

Im ersten Quartal des Jahres 2010 entstand ein Ertragssteueraufwand in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Q1 2009: 1,6 Millionen Euro).

Das Unternehmen erzielte in den ersten drei Monaten 2010 einen Periodenüberschuss in Höhe von 3,2 Millionen Euro (Q1 2009: 3,5 Millionen Euro). Der verwässerte Gewinn je Aktie betrug für die ersten drei Monaten 2010 0,14 Euro (Q1 2009: Verwässerter Gewinn je Aktie 0,16 Euro).

Am 31. März 2010 verfügte das Unternehmen über einen Bestand an liquiden Mitteln und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren im Wert von insgesamt 147,3 Millionen Euro, verglichen mit einem Bestand von 135,1 Millionen Euro am 31. Dezember 2009. Der Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im ersten Quartal 2010 13,1 Millionen Euro (Q1 2009: Mittelabfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,7 Millionen Euro). Am 31. März 2010 waren 22.677.078 Aktien ausgegeben, verglichen mit 22.660.557 Aktien am 31. Dezember 2009.

Finanzprognose 2010

MorphoSys bestätigte seine Finanzprognose für das Jahr 2010 wie im Februar 2010 kommuniziert. Das Unternehmen erwartet Konzernumsatzerlöse zwischen 89 Millionen Euro und 93 Millionen Euro sowie einen operativen Gewinn zwischen 5 Millionen Euro und 9 Millionen Euro. In Übereinstimmung mit seinen Plänen, die firmeneigene Pipeline weiter auszubauen, geht MorphoSys davon aus, Investitionen in Technologie- und Produktentwicklung in Höhe von 26 Mio. Euro bis 29 Mio. Euro zu tätigen, verglichen mit 19,3 Millionen Euro im Vorjahr.

MorphoSys wird heute um 14:00 MEZ eine öffentliche Telefonkonferenz abhalten, in der das Unternehmen die Ergebnisse des ersten Quartals 2010 vorstellt und über die derzeitigen Entwicklungen berichtet.

Einwahlnummern für die Telefonkonferenz (Zuhörmodus):
Deutschland: +49 (0) 89 24443 2975
Bitte wählen Sie sich bereits zehn Minuten vor Beginn in die Telefonkonferenz ein.
Etwa zwei Stunden nach der Telefonkonferenz wird ein Audio Replay der Konferenz unter http://www.morphosys.de zur Verfügung gestellt.

MorphoSys AG

Die MorphoSys AG ist ein unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen, das innovative Antikörper für therapeutische, diagnostische und Forschungszwecke entwickelt. Die firmeneigene HuCAL-Technologie zählt weltweit zu den leistungsstärksten Methoden zur Herstellung vollständig menschlicher Antikörper. Durch den erfolgreichen Einsatz dieser und anderer firmeneigener Technologien ist MorphoSys führend im Bereich therapeutische Antikörper, einer der am schnellsten wachsenden Medikamentenklassen in der pharmazeutischen Industrie. Im Rahmen von Partnerschaften mit einigen der weltweit größten Pharmakonzerne hat MorphoSys eine Pipeline mit mehr als 60 Medikamentenkandidaten aufgebaut. Das Unternehmen erweitert seine Wirkstoff-Pipeline zum einen durch neue Partner-Programme, zum anderen durch ein wachsendes Portfolio an firmeneigenen therapeutischen Antikörpern. Bei seinem firmeneigenen Portfolio konzentriert sich MorphoSys auf die Bereiche Onkologie und entzündliche Erkrankungen. Sein am weitesten fortgeschrittenes Programm ist MOR103, ein vollständig menschlicher Antikörper gegen GM-CSF, befindet sich derzeit in einer Studie der Phase 1b/2a in Patienten mit rheumatoider Arthritis. Mit Hilfe seiner Geschäftseinheit AbD Serotec weitet MorphoSys den Einsatz seiner Technologien auf den Diagnostik- und Forschungsmarkt aus. Der Hauptsitz von MorphoSys befindet sich in Martinsried bei München. Das Unternehmen ist an der Frankfurter Börse unter dem Symbol "MOR" notiert. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.morphosys.de



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