Trend zu vermögensverwaltenden Fonds - was diese Anlagevehikel von anderen unterscheidet

(PresseBox) (Wiesloch, ) Renommierte Vermögensverwalter sind bei der Geldanlage meist die erste Adresse für sehr wohlhabende Kunden. Ihr Know-how fließt aber auch in vermögensverwaltende Fonds ein, in die jeder Sparer investieren kann.

Die Anzahl vermögensverwaltender Fonds ist innerhalb der vergangenen Jahre stetig gestiegen. "Sparer kennen häufig nicht die Vorteile von vermögensverwaltenden Konzepten und können sie auch nicht von Aktien- oder Mischfonds unterscheiden", sagt Jakob Trefz, Leiter Vermögensmanagement und Finanzierung beim unabhängigen Beratungshaus MLP.

Unterschiede zu anderen Fonds

Vermögensverwalter können die breiteste Palette unterschiedlicher Anlageklassen in ihren Konzepten nutzen, darunter Aktien, Anleihen, Immobilien, Hedgefonds, Rohstoffe und Private Equity. Während Aktienfonds getreu ihren Namen ausschließlich Aktien beinhalten, investieren Vermögensverwalter je nach Anlagephilosophie lediglich einen gewissen Anteil in diese Wertpapiere. Bei Bedarf reduzieren sie ihre Aktienquote und schichten gezielt in aussichtsreichere Anlageklassen um.

Aufgrund des breiten Zugriffs auf verschiedene Anlageklassen werden Fonds von Vermögensverwaltern in der Gruppe der Mischfonds geführt. Hier sind Konzepte zusammengefasst, die in mehr als eine Assetklasse investieren. Vermögensverwalter lassen sich aber in einem wesentlichen Punkt von anderen Mischfonds abgrenzen: dem aktiven Einsatz der Kasse. Vermögensverwalter nutzen ihre Barbestände strategisch. Wenn die verantwortlichen Manager temporär in keiner Assetklasse Chancen für eine absolut positive Rendite sehen, ist für sie auch eine umfangreiche Rückführung der Investments in die Kasse eine Option. Sobald sich bessere Marktaussichten bieten, investieren sie wieder in großem Umfang. Diese Maßnahme ist für andere Mischfonds unüblich. Mit diesem aktiven Management sichern sie sich vielfältiger gegen Marktrisiken ab.

Fundiertes Research als Entscheidungsbasis

Die Investmententscheidungen werden bei vermögensverwaltenden Fonds in der Regel aus einem umfangreichen Research abgeleitet. Detaillierte makro- und mikroökonomische Analysen, Prognosen und Szenarien bilden hier die Basis für eine aktive Fondsstrukturierung. Das Research umfasst dabei alle für das Konzept relevanten Anlageklassen. Manager von Aktienfonds analysieren dagegen vorwiegend Wertpapier relevante Indikatoren, die allerdings je nach Fokus stark limitiert sein können. Ein Aktienfonds, der sich auf Emerging Markets fokussiert, begrenzt zum Beispiel sein Research auf diese Schwellenländer.

Die Anlagestrategie spiegelt die Kapitalmarktmeinung der Assetmanager wider. Sie kann je nach Verwalter von einem Schwerpunkt auf Edelmetalle und Absicherungsgeschäfte über Währungsinvestments bis hin zu Wertpapieren aus Schwellenländern reichen.

Managementqualität ist entscheidend

Analysehäuser wie z. B. die MLP-Tochter Feri EuroRating Services AG untersuchen die Fonds im Detail und vergeben darauf aufbauende Ratings. Weil die aktive Steuerung der Konzepte maßgeblich über ihren Erfolg entscheidet, wird die Managementqualität speziell berücksichtigt: Bei personellen Veränderungen im Management zum Beispiel steht der Fonds unter Beobachtung und das Rating wird im Bedarfsfall kurzfristig angepasst. Aber auch die Portfoliostruktur wird beobachtet.

MLP nutzt die Expertise von Feri für eine qualitätsbasierte Vorauswahl an vermittelbaren Fonds. Neben den Ratings fließen dann weitere Kriterien in die Fonds-Bewertung mit ein. "In unserem Auswahlprozess prüfen wir unter anderem, ob der Vermögensverwalter einen schlüssigen Investmentansatz verfolgt und der Entscheidungsprozess des Verwalters frei von übergeordneten Gremien erfolgt", sagt Christian Michel, Direktor Fonds bei der Feri EuroRating Services AG. Darüber hinaus fließen die Berufserfahrung der Manager (mindestens zehn Jahre), eine Mindestgröße des verwalteten Vermögens (mindestens 100 Mio. Euro) und ein aussagekräftiger Performancenachweis (Betrachtungszeitraum länger als fünf Jahre) als Kriterien in die Auswahl mit ein.

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