Exaktes Timing für die Modernisierung

Sukzessive Modernisierung des Hochregallagers Renk

(PresseBox) (Heilbronn/Hannover, ) Nicht einmal zwei Wochen benötigten die Spezialisten der MLOG Logistics für die wesentlichen Schritte beim Umbau des Hochregallagers der RENK AG in Hannover. Über Weihnachten und den Jahreswechsel 2007/08 wurden zwei Regalbediengeräte eingebracht und eine komplett neue Anlagensteuerung installiert. Die Erweiterung der Fördertechnik und deren Anbindung an das vorhandene Lagerverwaltungssystem erfolgte dann an den ersten Wochenenden des Jahres. Die zugehörige Förderanlagensteuerung wurde bereits vor dem eigentlichen Umbau auf einen aktuellen technischen Stand gebracht.

Das MAN-Tochterunternehmen RENK AG wurde vor über 130 Jahren als mechanische Werkstätte für die Herstellung von Zahnrädern in Augsburg gegründet. Mittlerweile ist RENK ein weltweit anerkannter Produzent von hochwertigen Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsystemen. Das Werk Hannover geht zurück auf das Eisenwerk Wülfel, dessen Sparte Antriebselemente 1975 durch die RENK AG erworben wurde, und ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Gleitlager für Elektromaschinen. Das modernisierte Hochregallager dient als Puffer für die Produktion am Standort und sichert über verschiedene Rollenbahnen die Ver- und Entsorgung der einzelnen Produktionsbereiche, sowie die Bevorratung von Roh- und Fertigteilbeständen.

Für ein Maschinenbauunternehmen zählt die Anlagenverfügbarkeit zu den kritischen Produktionsfaktoren, so auch für RENK. Die mehr als 20 Jahre alte Anlage hatte bereits erhebliche Ausfallraten und die instal-lierte Technik stieß an ihre Kapazitätsgrenzen. So fiel die Entscheidung für eine Modernisierung der wesentlichen Komponenten von Grund auf. Um während der Umbauphase die erforderliche Verfügbarkeit aufrecht erhalten zu können, planten die Modernisierungsspezialisten der MLOG Logistics eine sukzessive Migration der Anlagenkomponenten, die es im Falle von Komplikationen jederzeit erlaubt hätte, auf das Altsystem zurück zu schalten. Die Arbeiten selbst erfolgten an Feiertagen und Wochenenden, so dass der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt wurde.

Im Zuge der Modernisierung wurden zwei Regalbediengeräte (RBG) vom Typ MSINGLE mit einer Tragfähigkeit von jeweils 800 Kilogramm und einer Höhe von 8,5 Meter in die Gassen eingebracht. Einziger Zugang waren die deutlich niedrigeren Öffnungen für die Brandschutztore des Anbaus. Daher wurden die Geräte in Einzelteilen vom Werk angeliefert und vor Ort in der Halle montiert. Ein erheblicher Zeitaufwand, der auch bei der Demontage der vorhandenen RBG anfiel, jedoch schon in der Planung berücksichtigt wurde. Die Fahr- und Stromschienen, je rund 120 Meter lang, wurden beim Austausch der RBG ebenfalls erneuert. Insgesamt lagern die beiden RBG nunmehr Paletten in drei Höhenklassen auf mehr als 4.500 Regalstellplätzen ein und aus. Die Anbindung des Hochregallagers an eine weitere neue Produktionshalle realisierte MLOG über den Ausbau der Fördertechnik.

Die Steuerung der gesamten Anlage wurde vom S5-Standard auf S7 aufgerüstet. Im ersten Step wurde die Anlagensteuerung ausgetauscht und an die vorhandenen S5-RBG-Steuerungen angebunden. Im zwei-ten Schritt ersetzten die Spezialisten die RBG- und Fördertechnik-Steuerungen, die über Ethernet und TCP/IP-Schnittstellen gekoppelt wurden. Sämtliche Informationen aller Bauteile fließen über die Anlagensteuerung in das bei RENK vorhandene FTL-System (Fertigungsintegriertes Transport und Lager-System). Das Monitoring aller Vorgänge und Betriebszustände erfolgt über das zentrale MLOG Visualisierungssystem MVISU, dessen Installation auch innerhalb des knappen Zeitplans realisiert werden konnte. Noch im Januar konnte die gesamte Anlage in Betrieb genommen werden. "Ein Beweis dafür, dass Verfügbarkeit und schnelle Realisation einander nicht ausschließen - sofern das Projektmanagement beim Anlagenbauer und Betreiber gleichermaßen stimmt", zeigt sich auch Harald Bauer, Abteilungsleiter Modernisierung der MLOG Logistics, zufrieden mit der erfolgreichen Abwicklung dieses Projektes und dem allgemeinen Trend zur Modernisierung. In den vergangenen Jahren haben sich diese Geschäftsfelder zu einem der erfolgreichsten Standbeine der MLOG entwickelt, nicht zuletzt aufgrund der erwiesenen Expertise der Spezialisten im Management komplexer Projekte. "Sehr viele Lager stehen kurz vor der Modernisierung - in den meisten Fällen ist der Umbau kritisch hinsichtlich Dauer und Verfügbarkeit", so Bauer, "in diesem Marktsegment sind wir hervorragend aufgestellt".

MLOG Logistics GmbH

Die MLOG Logistics GmbH mit Sitz in Heilbronn ist einer der führenden Anbieter für automatische Lager- und Materialflusssysteme. Sie ist aus der MAN Logistics GmbH hervorgegangen und verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Planung, Realisierung und Instandhaltung von vollautomatischen Logistiklösungen. Die drei Geschäftsbereiche Neuanlagen, Modernisierung und Service stützen sich auf die eigene Fertigung in Heilbronn. MLOG beschäftigt 240 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 60 Mio. Euro. Geschäftsführer ist Dipl.-Kaufmann Stefan Seidl.

Weitere Informationen zum Unternehmen unter:
www.mlog-logistics.com

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