Mitsubishi i-MiEV ist der erste personenbezogene Elektro-Dienstwagen Deutschlands

(PresseBox) (Hattersheim, ) .
- Mitarbeiter der Firma Juwi im Elektroflitzer unterwegs
- Unternehmen sieht großes Potenzial in Elektromobilität
- Energie-Projektentwickler will kompletten Fuhrpark umstellen

Den ersten personenbezogenen Elektro-Dienstwagen Deutschlands, einen Mitsubishi i-MiEV, fährt Dr. Ronald Große, Abteilungsleiter der Firma Juwi. Das in Wörrstadt beheimatete Unternehmen ist auf Planung, Finanzierung, Projektierung und den Betrieb von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien spezialisiert und weltweit eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich. Der Mitsubishi i-MiEV Dienstwagen ist Teil eines Projekts der Juwi-Firmengruppe, die ihren derzeit 140 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark komplett auf Elektrofahrzeuge umstellen will.

Ronald Große, der bei Juwi die Abteilung Solare Mobilität leitet, ist von der Zukunft elektrisch betriebener Automobile überzeugt: "Hier liegt ein ähnlich großes Potenzial, eine Erfolgsgeschichte wie bei erneuerbaren Energien zu schreiben." Dass er irgendwann selbst dienstlich ein Elektrofahrzeug fahren würde, stand fest - trotz problematischer gesetzlicher Rahmenbedingungen. "Der heute noch hohe Einstiegspreis des i-MiEV bewirkt, dass er gegenüber einem gleich großen Auto mit herkömmlichem Antrieb höher versteuert wird", sagt Dr. Große. Fahrer von personenbezogenen Dienstwagen müssen nach der derzeitigen Steuergesetzgebung nämlich ein Prozent des Listenpreises plus Entfernungskilometer versteuern.

"Um einen Fuhrpark schneller komplett auf Elektromobilität umzustellen, würde eine Förderung enorm helfen. Die jetzige Steuergesetzgebung, welche Elektrofahrzeuge als Dienstwagen nicht gesondert behandelt, hemmt den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland ungemein", sagt Dr. Ronald Große - und begrüßt es, dass die Verkehrs- und Umweltpolitiker der Koalition sich dafür einsetzen wollen, dass Nutzer von Elektro-Dienstwagen künftig nicht mehr Steuern zahlen müssen als Fahrer eines Dienstfahrzeugs mit konventionellem Antrieb. Nach dem Willen der Bundesregierung soll Deutschland Leitmarkt bei der Elektromobilität werden. Bis 2020 sollen eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren, bis 2030 sollen es sogar sechs Millionen sein. Das wurde unter anderem nach dem Elektromobilitätsgipfel der Bundesregierung Anfang Mai beschlossen.

Der Mitsubishi i-MiEV ist das weltweit erste in Großserie gefertigte Elektroauto und wird noch in diesem Jahr in Deutschland auf den Markt kommen. Die Reichweite des Viersitzers beträgt mit einer Stromladung knapp 150 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit 130 Stundekilometer. Aufgeladen werden kann der Mitsubishi Elektroflitzer am haushaltsüblichen Stromnetz. Auf das Lithium-Ionen Batteriesystem gewährt Mitsubishi eine Garantie von fünf Jahren (bis 100.000 Kilometer).

Der Projektentwickler engagiert sich für einen schnellen Ausbau der für die Elektromobilität notwendigen Infrastruktur. Im Projekt "STROPA" leitet juwi ein Konsortium von fünf Unternehmen und Instituten. Zusammen entwickeln die Partner ein Konzept für eine Stromparkplatz-Infrastruktur. Teil des Projektes ist der Aufbau- und Betrieb einer Stromparkplatz-Pilotanlage, auf welcher unter anderem Ladestationen verschiedener Hersteller miteinander verglichen werden.

Damit die Umstellung des juwi-Fuhrparks auf elektrisch betriebene Fahrzeuge gelingt, forscht Ronald Große mit seinem Team beim Projekt "MOREMA", wie Elektromobilität sich am besten in den Alltag der Mitarbeiter und in den Firmenfuhrpark integrieren lässt. Das Projekt wird im Rahmen der Modellregion Rhein-Main von der Bundesregierung gefördert.

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