Startschuss für STARTERCENTER NRW in Mettmann und Velbert

Ministerin Thoben: Neue, zentrale Anlaufstellen für Gründer setzen Maßstäbe - Existenzgründungen werden schneller, effizienter und unkomplizierter

(PresseBox) (Düsseldorf/Mettmann, ) Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW teilt mit:

Existenzgründungen in Nordrhein-Westfalen werden schneller, effizienter und unkomplizierter. Heute öffnete das STARTERCENTER NRW beim Kreis Mettmann in Mettmann und Velbert offiziell ihre Pforten. In diesen neuen, zentralen Anlaufstellen für Gründer erfolgt die Gründungsberatung einschließlich der Unterstützung bei den wichtigsten Formalitäten aus einer Hand und an einem Ort. Mühselige und langwierige Wege werden damit für die Gründer vereinfacht und verkürzt.

Die STARTERCENTER im Land sind Teil einer umfassenden Qualitätsoffensive, mit der die Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern und die kommunalen Wirtschaftsförderer die Gründungsberatung in NRW spürbar verbessern wollen.

"Die STARTERCENTER sind ein echter Qualitätssprung. Kammern und Wirtschaftsförderungen arbeiten zum Vorteil der Gründer in einer Anlaufstelle zusammen und bringen ihre Sachkunde und ausgeprägten Erfahrungen ein. Dies ist beispielhaft", sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute anlässlich der offiziellen Eröffnung.

Träger der STARTERCENTER NRW sind die Wirtschaftsförderung für den Kreis Mettmann in Mettmann und die Wirtschaftsförderung Velbert in Velbert.

Im Kreis Mettmann liegt die Selbstständigenquote mit 10,7% deutlich über dem Landesdurchschnitt von 10,1 %. Landesweit wagen jährlich rund 100.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Viele der Gründerinnen und Gründer sind Experten in ihrem Fach, haben aber Defizite, wenn es um betriebswirtschaftliche Fragen oder Kenntnis der Gründungsformalitäten geht. "Es gilt die Zahl der erfolgreichen, stabilen Gründungen deutlich zu steigern, denn die jungen, kleinen und mittleren Unternehmen schaffen die Arbeitsplätze, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes so dringend gebraucht werden", so die Wirtschaftsministerin.

Mittlerweile gibt es landesweit über 80 STARTERCENTER NRW. Damit gibt es in allen Regionen des Landes solche Anlaufstellen für Gründer. Auch Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, technologieorientierte Gründungen, Gründungen durch Frauen oder Personen mit Zuwanderungshintergrund finden dort Unterstützung.

In den STARTERCENTERN geht die betriebswirtschaftliche Gründungsberatung Hand in Hand mit einer Beratung zu den erforderlichen Gründungsformalitäten. Damit können frühzeitig Fehlplanungen und kostenintensive Fehlinvestitionen vermieden werden. Gründer und Gründerinnen werden zum frühstmöglichen Zeitpunkt mit einem "Fahrplan" ausgestattet werden, der vom Notartermin bis zur Beantragung einer Nutzungsänderung beim Bauamt alle Gründungsschritte umfasst.

Eine weitere wesentliche Neuerung ist die "Reduzierung des Papierkriegs": Derzeit müssen angehende Unternehmerinnen und Unternehmer über 400 Fragen in mehr als 20 verschiedenen Fragebögen beantworten. Dabei müssen oft genug immer wieder die gleichen bzw. leicht variierenden Daten u. a. für die Finanzverwaltung, die Sozialversicherung, die Berufsgenossenschaften, die Agentur für Arbeit und für eine Vielzahl von Behörden und Einrichtungen angegeben und erfasst werden.

Abhilfe schafft hier der Formularserver NRW, der auch in den STARTERCENTERN im Kreis Mettmann zur Verfügung steht. Mit dieser Software können Gründer unter fachkundiger Anleitung einen erheblichen Teil des "Papierkriegs" deutlich vereinfacht erledigen.

Erste Erfahrungen zeigen, dass rund 80 Prozent der Gründer mit Unterstützung des STARTERCENTER NRW die meisten Antrags- und Meldepflichten eines Gründungsvorhabens in einem Rutsch abarbeiten können. Je nach Fall lassen sich auf diese Weise sieben bis neun unterschiedliche Anmeldevorgänge erledigen - bei gutem Vorwissen sogar vom heimischen oder Betriebs-PC aus via Internet. Die Gründer geben ihre Daten, abgestimmt auf das individuelle Gründungsvorhaben, in ein so genanntes Metaformular ein. Anschließend werden alle erforderlichen Formulare erstellt. In Planung ist, diese zukünftig auf elektronischem Wege an die beteiligten Behörden zu versenden. Mindestens ebenso wichtig: Mit diesem elektronischen Service sollen die Formulare zugleich verschlankt und vereinfacht werden. Das Recht, den Titel STARTERCENTER NRW zu führen, hängt von einer erfolgreichen Zertifizierung ab, die über 33 Leistungskriterien eine qualitativ anspruchsvolle Gründungsberatung im ganzen ! Land sicherstellt. "Inzwischen gibt es ein flächendeckendes Netzwerk von Qualitätsgaranten der Gründungsberatung in ganz NRW", so Ministerin Thoben.

Weitere Informationen: www.startercenter.nrw.de

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