Land und Förderinstitute stellen "Kapital für Handel und Gewerbe" bereit

Minister Jost de Jager: "Rückgrat des Mittelstands wird weiter gestärkt"

(PresseBox) (Kiel, ) Das Rückgrat des schleswigholsteinischen Mittelstands wird weiter gestärkt: Die mehr als 100.000 Handels- und Gewerbebetriebe im Land können ab sofort so genanntes stilles Beteiligungskapital ab einer Summe von 25.000 Euro beantragen. Wie Wirtschaftsminister Jost de Jager heute (31. Mai) in Kiel sagte, sehe dies das neue Beteiligungsprogramm "Kapital für Handel und Gewerbe" im Rahmen der Mittelstandsoffensive vor, deren Gesamtkonzept voraussichtlich Ende Juni vorgelegt wird.

"Mit diesem Angebot der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft wollen wir die Substanz und das Rating verbessern und damit die Kreditwürdigkeit der Handels- und Gewerbeunternehmen stärken", so de Jager. Auch wenn die Finanz- und Wirtschaftkrise in Schleswig-Holstein noch zu keiner Kreditklemme geführt hat, so hätten sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen verschärft. Gestiegene Anforderungen an Sicherheiten und Offenlegungspflichten würden den Unternehmen den Zugang zu Krediten erschweren. "Hier gilt es, den Unternehmen in einer zaghaften Phase des Aufschwungs Rückenwind zu geben," so de Jager.

Wie der Minister weiter sagte, komme den kleinen und Kleinstbetrieben im Land mit ein bis 49 Beschäftigten eine besondere Bedeutung zu, weil diese Unternehmen aufgrund ihrer oftmals zu niedrigen Eigenkapitalquote Probleme bei der Kapitalbeschaffung hätten. Daher habe die Landesregierung ein Beteiligungsangebot geschaffen, das die Eigenkapitalbasis der mittelständischen Unternehmen nachhaltig verbessere und damit ihre Investitions- und Wachstumsmöglichkeiten unterstütze. "Insbesondere viele kleine und Kleinstunternehmen haben Probleme bei der Kapitalbeschaffung. Auch wenn sich die Ertragslage zumindest bis 2008 bei vielen Betrieben verbessert hat und es ihnen gelungen ist, ihre Kapitalausstattung zu verbessern, so bleibt die geringe Eigenkapitalquote nach wie vor ein Sorgenkind dieser Unternehmen", sagte de Jager.

Das Programm "Kapital für Handel und Gewerbe" sieht mittelfristig ein jährliches Gesamtvolumen von schätzungsweise vier bis fünf Millionen Euro vor. Die dabei vorgesehene Absenkung der Beteiligungsuntergrenze auf 25.000 Euro ermöglicht auch kleinen und Kleinstbetrieben die Aufnahme von Beteiligungskapital. Auf Basis der positiven Erfahrungen, die in dem seit Januar 2009 bestehenden Programm "Kapital für Handwerk" gemacht wurden, wollen Land und Förderinstitute nunmehr diese Möglichkeit der Kapitalbeschaffung auf den gesamten Mittelstand ausweiten. Neben einer direkten Beantragung von stillem Beteiligungskapital bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) wird die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein als Risikopartner der MBG bei Bürgschaftsanträgen gemeinsam mit der Hausbank prüfen, ob es sinnvoll ist, einen Teil des zu verbürgenden Kreditbedarfs mit Hilfe einer MBGBeteiligung zu decken. Das wird nach den Worten von de Jager absehbar immer dann der Fall sein, wenn Handels- und Gewerbebetriebe nur über eine geringe Eigenkapitalausstattung verfügen.

Die Geschäftsführer von MBG und Bürgschaftsbank Dr. Gerd-Rüdiger Steffen und Hans-Peter Petersen wiesen darauf hin, dass zwischen ihren Instituten ein unbürokratisches Entscheidungs- und Bearbeitungsverfahren vereinbart worden sei. "Durch ein weitgehend standardisiertes Verfahren ist es möglich, bei Vorlage aller Unterlagen innerhalb von nur 15 Arbeitstagen über einen Beteiligungsantrag zu entscheiden", betonten Steffen und Petersen.

Die IHK Schleswig-Holstein bewertet das neue Kapitalangebot sehr positiv. "Mit dem neuen Beteiligungsprogramm sehen wir die richtigen Weichen im Land als gestellt an, um unseren Unternehmen den Zugang zu Finanzierungsmitteln zu ermöglichen. Und dies alles auch noch mit deutlich reduzierter Bürokratie und vor allem ganz am Anfang des Finanzierungsprozesses und nicht erst dann, wenn das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen ist", erklärte Margarete Böge, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein.

Anträge können gestellt werden bei der:

Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG)
Schleswig-Holstein GmbH
Lorentzendamm 21
24103 Kiel
Telefon 0431/66701-3586
Fax 0431/66701-3590
E-Mail: info@mbg-sh.de

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