Finanzierungsbedingungen für Betriebe: Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel appelliert an Verantwortung der Kreditwirtschaft

(PresseBox) (Kiel, ) Angesichts der teils verschlechterten Finanzierungsbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen hat Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel an die Banken appelliert, ihren Auftrag zur Kreditversorgung stärker wahrzunehmen. "Dies gilt insbesondere auch für die HSH Nordbank", sagte Biel heute (28. Juli) in Kiel. "Auch wenn jetzt vereinzelt bei einigen Unternehmen Finanzierungsprobleme - insbesondere im Betriebsmittelbereich - auftreten, halte ich nichts von einer generellen Panikmache", so Biel. Laut einer IHK-Umfrage kann von einer Kreditklemme im Norden zwar noch keine Rede sein, doch 31 Prozent der befragten Betriebe - und damit deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (23 Prozent) - sprachen von verschlechterten Kredit-Konditionen.

Nach den Worten von Biel sind angesichts der veränderten Rahmenbedingungen insbesondere die Kreditinstitute gefordert. "Gerade in der Krise erwartet die mittelständische Wirtschaft von Banken und Sparkassen, dass sie ihrem Auftrag zur Kreditversorgung der regionalen Wirtschaft gerecht werden." Der Minister äußerte zwar Verständnis dafür, dass sich die Banken an die strengeren Vorgaben bei der Kreditprüfung (Basel II) halten müssen, doch sollten diese "mit Augenmaß angewandt und nicht zu unüberwindbaren Hindernissen aufgetürmt werden".

Laut Biel könne die Landesregierung mit ihrem Förderinstrumentarium und ihren Förderinstituten Investitionsbank (IB), Bürgschaftsbank (BB) und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft (MBG) den gewerblichen Mittelstand in Schleswig-Holstein ausreichend und wirkungsvoll unterstützen: "Und zwar nicht zuletzt dadurch, dass wir die Möglichkeiten der Förderinstitute für die Zeit der Krise deutlich erweitert haben." Zugleich erinnerte der Minister daran, dass die Förderinstitute mit den schleswig-holsteinischen Wirtschaftskammern und Verbänden bereits im Frühjahr ein Netzwerk zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft gebildet haben.

Sollte sich die Situation entgegen optimistischer Konjunktureinschätzungen weiter verschärfen, sei die Landesregierung nach den Worten von Biel vorbereitet: "Da es sich um eine globale Krise handelt, sind zwar in erster Linie Bund und EU gefordert. Wenn nötig, wird das Land aber im Rahmen seiner Möglichkeiten weitere Finanzierungsangebote schaffen, um die Situation der mittelständischen Wirtschaft in Schleswig-Holstein zu verbessern."

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