Innovationsminister Pinkwart beim zdi-Jahreskongress: vier Millionen Euro für zehn Schülerlabors in NRW

Bis 2010 entstehen landesweit 25 zdi-Zentren zur Nachwuchsförderung

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat beim zweiten zdi- Jahreskongress an der TU Dortmund eine positive Zwischenbilanz der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW (zdi) gezogen. Pinkwart kündigte vor 500 Teilnehmern an, mit vier Millionen Euro bis zum Jahr 2010 landesweit zehn moderne zdi-Schülerlabors aus- und aufbauen. Momentan gibt es bereits zwei solcher Schülerlabors an der TU Dortmund und im Kreis Mettmann, in denen jeweils bis zu 3.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr unter modernsten Bedingungen experimentieren können.

"Wir haben bei der Nachwuchsförderung in den letzten 18 Monaten viel erreicht. Neun Nachwuchszentren sind bisher landesweit mit der Unterstützung unserer Partner entstanden. Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen mit unserer Initiative weiter für ein technisches und naturwissenschaftliches Studium werben", sagte Pinkwart, der NRW auf einem guten Weg sieht. Im vergangenen Wintersemester haben sich 11,5 Prozent mehr Studenten in den Ingenieurwissenschaften eingeschrieben als im Vorjahr. Gleichzeitig kündigte Pinkwart vor dem Fachpublikum die nächsten Schritte der Nachwuchsförderung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) an:

- Bisher erreichen die MINT-Förderangebote der zdi-Partner rund 10 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen. Dieser Anteil soll bis 2010 auf 20 Prozent verdoppelt werden.

- Bis 2010 entstehen 25 zdi-Zentren in den Regionen des Landes.

- Ein zdi-Qualitätssiegel wird eingeführt, dass die Nachwuchsangebote in Zukunft prüft und auszeichnet.

- Um den Technikunterricht an den Schulen auszubauen, werden mehr Techniklehrer ausgebildet und eingesetzt. Gemeinsam mit den Hochschulen Bochum, Münster und Dortmund wird ein Technik-Weiterbildungsprogramm für Lehrer entwickelt, das zdi mit 100.000 Euro fördert.

- Für Schülerinnen werden spezielle Kurse und AGs angeboten, um die Frauenquote in technischen Studiengängen zu erhöhen.

- Das Studienangebot in den MINT-Fächern wird ausgebaut. An den drei neu gegründeten Fachhochschulen entstehen ab 2009 rund 7.500 neue Studienplätze. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dualen Studienmöglichkeiten.

Innovationsminister Pinkwart: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Unser Ziel ist, die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik schon in den Klassenzimmern zu wecken. Nur dann können wir den Fachkräftemangel, besonders in den Ingenieurswissenschaften, in Zukunft erfolgreich bekämpfen."

Einen wichtigen Anteil am Erfolg der Initiative haben die regionalen Partner. Dr. Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG, betont: "Deutschland ist ein Land mit wenig Rohstoffen. Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation sind daher der Schlüssel für unsere Zukunft. Wir können es uns nicht leisten, das Potential junger Menschen ungenutzt zu lassen. LANXESS engagiert sich daher in der Bildung und Ausbildung. So haben wir bereits eine Million Euro für Schulen an unseren Niederrhein-Standorten zur Verfügung gestellt. Zudem haben wir dazu beigetragen, das zdi-Zentrum NEAnderLab mit einem Schülerlabor auszurüsten, um so einen möglichst praxisnahen Unterricht für Oberstufenschüler zu ermöglichen."

Derzeit gibt es in Bochum, im Bergischen Städtedreieck, in Oelde, in Rheinbach, im Kreis Mettmann, in Gladbeck, in der Region Aachen/Düren, im Kreis Unna sowie in Lippstadt/Soest Zentren zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses. Bis zum Jahr 2010 sollen landesweit 25 zdi-Zentren entstehen, die für eine Region oder eine Stadt Technikunterricht und Naturwissenschaft mit modernsten Mitteln anbieten.

Weitere Informationen unter: http://www.zukunft-durch-innovation.de.

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