Aktuelle Untersuchung: Jeder zweite Stipendiat in Ostwestfalen-Lippe stammt aus Nicht-Akademiker-Familie

NRW-Stipendienprogramm fördert 1.400 Studierende

(PresseBox) (Düsseldorf, ) An den fünf staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in Ostwestfalen- Lippe kommen nach einer aktuellen Umfrage mehr als die Hälfte der geförderten Studierenden im NRW-Stipendienprogramm aus Nicht- Akademiker-Familien. Jeder vierte Geförderte erhält die Förderung zusätzlich zum Bafög. "Das zeigt, dass unsere NRW-Stipendien sozialen Aufstieg erleichtern. Talente werden unabhängig vom Geldbeutel und von der Herkunft der Eltern gefördert", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

An den Universitäten Bielefeld und Paderborn und den Fachhochschulen Bielefeld, Ostwestfalen-Lippe (Lemgo, Höxter, Detmold, Warburg) sowie der Hochschule für Musik in Detmold werden 139 Stipendiaten gefördert. An einer aktuellen Onlinebefragung des Studienfonds OWL beteiligten sich 108 Studierende. 57,4 Prozent von ihnen stammen aus einem Elternhaus, in dem weder Vater noch Mutter eine akademische Ausbildung haben. 24,1 Prozent bekommen das Stipendium zusätzlich zum Bafög. 35,2 Prozent studieren an einer Fachhochschule.

"Es ist wichtig, dass wir deutschlandweit neben dem einkommensabhängigen Bafög eine zweite Säule der Studienfinanzierung aufbauen", sagte Pinkwart mit Blick auf den Gesetzentwurf für ein nationales Stipendienprogramm, über das der Bundestag am Freitag berät. Ziel des Programms ist es, dass zehn Prozent der Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen ein Stipendium bekommen.

Das NRW-Stipendienprogramm läuft seit dem vergangenen Wintersemester. 1.400 Studierende werden mit monatlich 300 Euro unterstützt. 150 Euro kommen von privaten Spendern, 150 Euro vom Land. Die Erfolge in NRW zeigten, dass es ein großes zivilgesellschaftliches Engagement für Bildung gibt, sagte Pinkwart: "Wir sollten die Chance nutzen, um eine neue Stipendienkultur in Deutschland aufzubauen." Die privaten Mittel stammen aus Stiftungen und Vereinen (43 Prozent), aus der Wirtschaft (38 Prozent) und von Privatpersonen (17,5 Prozent). Gefördert werden Studierende aller Fächergruppen, darunter Ingenieurswissenschaften, Mathematik, Natur-, Sprach- und Sozialwissenschaften.

Die einzelnen Hochschulen wählen die Stipendiaten aus und betreuen sie. Auswahlkriterien können neben der Begabung auch persönliches Engagement in Politik, Kultur, Gesellschaft oder Wissenschaft sein.

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