START Saar: Zehn Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund erhalten Stipendium - Bedarf an Bildungsförderung ist weiterhin hoch

(PresseBox) (Saarbrücken, ) .
- Im Saarland werden insgesamt 31 Schülerinnen und Schüler durch neun Partner gefördert
- Staatssekretär Stephan Körner zeichnet die Jugendlichen aus

Vier Mädchen und sechs Jungen werden heute im Saarland in das START-Stipendienprogramm für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. Sie erhalten nun eine materielle Unterstützung in Form eines Bildungsgeldes in Höhe von monatlich 100 € und einer PC-Grundausstattung mit Internetanschluss sowie eine intensive ideelle Förderung im Bildungsbereich. Mit dem Stipendium werden sie für gesellschaftliches Engagement und gute schulische Leistungen (Notendurchschnitt von 2,5 und besser) ausgezeichnet. START hat zum Ziel, die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur zu unterstützen und ihnen damit die Teilhabe an der Gesellschaft zu erleichtern. Getragen wird das START-Stipendienprogramm im Saarland von der START-Stiftung - ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - gGmbH, der ASKO EUROPA-STIFTUNG und dem Ministerium für Bildung im Saarland sowie von folgenden Partnern: der Bank 1 Saar, der Deutsche Bank Stiftung, dem Lions-Club Merzig/Saar, der MTG Lager & Logistik GmbH, der Saarland-Sporttoto GmbH und der Stiftung Europrofession. START wird im Saarland seit 2006 angeboten und fördert in diesem Schuljahr 31 Jugendliche.

Ihre Aufnahmeurkunden erhalten die Neustipendiatinnen und stipendiaten u.a. aus den Händen von Stephan Körner, Staatssekretär im Ministerium für Bildung. "Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass in vielen Fällen unzureichende schulische Qualifikationen jungen Migranten den Start in das Berufsleben erschweren. Förderprogramme wie das START-Stipendienprogramm leisten hier einen wertvollen Beitrag," unterstreicht Körner. Die Jugendlichen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt und eritreischer, italienischer, libanesischer, russischer und türkischer Herkunft. Fünf besuchen Gymnasien, zwei Erweiterte Realschulen und drei Gesamtschulen. Insgesamt gab es im Saarland rund 40 Bewerbungen.

In den 14 Bundesländern, in denen START in diesem Jahr für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12jähriger Schulzeit) ausgeschrieben war, haben sich mehr als 2.000 Jugendliche beworben. Davon können insgesamt rund 200 junge Menschen aufgenommen werden. "Wir sind sehr stolz darauf, dass zehn Prozent aller diesjährigen Bewerber von den Angeboten des START-Stipendienprogramms profitieren können," betont Dr. Kenan Önen, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH. "Mit der gezielten Bildungsförderung will START dazu beitragen, dass mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund das Abitur machen."

Im Saarland haben zum Ende des vergangenen Schuljahrs sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten das Abitur abgelegt. Damit zählt das Saarland insgesamt bereits elf Abiturienten, die sich im START-Alumni-Verein weiterhin vernetzen können. "Uns ist es wichtig, dass START nicht mit dem Abitur endet, sondern dass sich die Alumni als erfahrene Multiplikatoren mit den aktuellen Stipendiaten austauschen, sie bei der Studien- und Berufswahl unterstützen und Ihnen als Vorbilder mögliche Wege zum beruflichen Erfolg aufzeigen," unterstreicht Klaus-Peter Beck, Kuratoriumsvorsitzender der ASKO EUROPA-STIFTUNG, für die START-Partner im Saarland.

In den 14 START-Bundesländern (alle außer Bayern und Baden-Württemberg) haben seit Beginn des Programms insgesamt 485 Jugendliche das Abitur abgelegt - das sind 97 Prozent aller geförderten Jugendlichen des jeweiligen Jahrgangs. Zu diesem Erfolg trägt die ideelle Förderung maßgeblich bei. Sie umfasst verpflichtende Bildungsseminare beispielsweise zu den Themen "Demokratie und Partizipation", "Medien in Theorie und Praxis" und "Rhetorik" genauso wie frei wählbare Seminare im künstlerischkreativen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Bereich, die den Jugendlichen ermöglichen, ihren individuellen Interessen und Talenten intensiv nachzugehen. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung und die Vermittlung von Praktika.

Die jetzt im Saarland aufgenommenen Stipendiatinnen und Stipendiaten zählen zu bundesweit insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schülern, die inklusive des Jahrgangs 2010/2011 unterstützt werden. Den Jugendlichen wird das START-Stipendium zunächst für ein Jahr gewährt. Bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement wird es in der Regel bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahre 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen über 100 Kooperationspartner das Programm - Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2010/2011 werden insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schüler aus rund 70 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Stipendiaten, die bereits das Abitur abgelegt haben, profitier(t)en über 1.000 Stipendiaten von dem Programm. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

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