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Minister Schneider: Geringerer Verdienst und weniger Rente nicht hinnehmbar - Frauen brauchen endlich faire Arbeitsbedingungen

Equal Pay Day am 23. März 2012

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:


Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider appelliert an die Unternehmer im Land, die Gleichbehandlung berufstätiger Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen voranzutreiben und die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entscheidend zu verbessern. "Nach wie vor arbeiten viele Frauen ungewollt in Teilzeit, stecken in Minijobs oder verdienen im gleichen Job und bei gleicher Qualifikation weniger als ihre männlichen Kollegen", kritisierte Schneider am 22. März 2012 anlässlich des Equal Pay Days, dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen (23. März 2012).

Aktuell veröffentlichten Statistiken zufolge war der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen im vergangenen Jahr 23 Prozent niedriger. 34 Prozent der Frauen arbeiteten mittlerweile im Niedriglohnsektor. Mit fast 66 Prozent ist die Frauenerwerbsquote in Nordrhein-Westfalen zwar gestiegen, liegt aber immer noch im unteren Bundesdurchschnitt. Und: Bei den Frauen würden rund 235.000 aller Teilzeitbeschäftigten (13,6 Prozent) lieber einer Vollzeittätigkeit nachgehen. "Alle diese Zahlen belegen, dass gute Arbeit und faire Arbeitsbedingungen an vielen Frauen leider vorbei gehen", erklärte Schneider.

Dies spiegelt sich auch in den monatlichen Rentenleistungen für Frauen wider. Betrug 2010 die durchschnittliche Altersrente männlicher Versicherter 857 Euro im Monat, erhielten weibliche Versicherte im Durchschnitt nur 479 Euro. Noch deutlicher wird der Unterschied bei Altersrenten für langjährig Versicherte mit mindestens 35 Versicherungsjahren: Männer erzielten hier eine durchschnittliche Rente von 1.033 Euro monatlich, Frauen dagegen nur von 590 Euro.

Der Minister forderte Rahmenbedingungen, damit Frauen entsprechend ihrer Bildung und Ausbildung beschäftigt werden. "Viele Frauen sind bestens qualifiziert, können dies aber im Berufsleben nicht umsetzen und werden unter Wert beschäftigt", kritisierte Schneider. Er betonte, dass gerade Frauen ein enormes Potential zur Bewältigung des sich abzeichnenden Fachkräftebedarfs seien. "Diese Erkenntnis hat sich aber leider in vielen Unternehmen noch nicht herumgesprochen", sagte der Minister. Er begrüßte ausdrücklich, dass es im Rahmen der landesweiten Fachkräfteinitiative erste entsprechende Konzepte gebe, Frauen als Fachkräfte für die Betriebe zu gewinnen.

Mehr Informationen zum Thema gibt es auch im Netz auf:
http://www.arbeit.nrw.de

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