Lieber nur ein kleiner Schritt an der richtigen Aufgabe als mit aller Kraft die falschen Aufgaben lösen

Hier ein Tipp für eine bessere Strategie

(PresseBox) (Oberkirch, ) Von Engpässen, Stärken und Schwächen und von Wettbewerbsfaktoren war in diesem Newsletter schon oft die Rede. Wo gibt es noch weitere Ausgangspunkte für eine bessere Strategie? Insbesondere wenn keine "Stabsabteilung für strategische Planung" verfügbar ist, sondern nur der gesunde Menschenverstand?

Ein ganz wichtiger Einstiegspunkt ist Ihr "Produktportfolio" oder "Leistungsportfolio". Was ist das? Ein Unternehmen Maier+Co produziert vielleicht Türen und Fenster und vermietet eine Produktionshalle fremd. Dann erzielt es Einnahmen mit drei "Produkten". Oder die Angestellte Frau Müller wird bezahlt für französischen und spanischen Schriftverkehr, Auftragsabwicklung und Repräsentation auf internationalen Messen. Also vier "Produkte".

Das Produktportfolio wären dann eben die drei, vier Dinge, mit denen man sein Geld verdient. Das stellen wir als Erstes zusammen.

Maier+Co hat nun vielleicht 8 Türen- und 5 Fenstermodelle im Sortiment. Und Frau Müller stellt fest, dass noch eine Reihe kleinerer Tätigkeiten dazukommen und dass sie den spanischen Schriftverkehr für den Einkauf, den Verkauf und den Geschäftsführer erledigt. So ein Portfolio kann man also auch gliedern und unterschiedlich detailliert betrachten.

Was ist denn nun eine Portfolio-Strategie?

Wer sich eine Liste oder Gliederung seiner Leistungen zusammenstellt, dem fällt schnell auf: Da gibt es Leistungen mit unterschiedlichem Umsatz. Manche haben eine große Gewinnmarge, andere bringen Verlust. Der Marktanteil kann groß oder klein sein. Es gibt Dinge mit jährlichen Zuwächsen, Leistungen die neu sind oder die sich dem Ende des Produktlebenszyklus nähern. Es gibt Leistungen, die man gerne erbringt und solche, die wenig attraktiv sind. Und es gibt Leistungen, bei denen man einen Knowhow-Vorsprung hat.

Aus solchen Überlegungen zeichnen wir nun ein ganz simples Beispiel-Diagramm. Vielleicht nehmen Sie selbst ein Blatt Papier zur Hand und zeichnen für Ihre eigene Situation mit: Zeichnen Sie wie in der Schule ein ganz einfaches Koordinatensystem: Am unteren Rand ein Pfeil von links nach rechts und am linken Rand ein Pfeil von unten nach oben. Dann beschriften wir die beiden Pfeile: Entlang des Pfeiles unten schreiben Sie "was ich besser kann" und am Pfeil links nach oben notieren Sie "was ich lieber mache".

So und jetzt malen wir unsere Leistungen als Kreisflächen in dieses Diagramm. Unsere Frau Müller wird jetzt also einen Kreis malen für "spanische Korrespondenz". Sie ist die einzige im Unternehmen, die Spanisch spricht und sie macht das auch gerne. Deshalb malt sie den Kreis rechts oben hin. Auftragsabwicklung malt sie links unten hin: Unten, weil sie es ungern macht. Links, weil sie es das zu selten macht und daher keinen Knowhow-Vorsprung gewinnen kann. So zeichnet Frau Müller je eine Kreisfläche für jede Leistung. Je mehr Zeit eine Leistung beansprucht, desto größer malt sie den Kreis.

So simpel also sieht ein Portfolio-Diagramm aus. Was fängt man nun damit an?

Manchmal springen Erkenntnisse regelrecht ins Auge. Frau Müller wird vielleicht plötzlich bewusst, wie klein der Anteil der spanischen Korrespondenz an Ihrer Arbeit ist. Also ausgerechnet das, was sie am liebsten tut und besser kann als andere. Vielleicht wechselt sie zu einem Arbeitgeber, der sie ausschließlich damit beschäftigen kann und dem diese Leistung auch mehr wert ist.

Oft wird es auch einfach so sein, dass man plötzlich klar und überzeugend vor Augen sieht, was man auch so schon hätte wissen können. Wie ziemlich oft, wenn es um Strategie geht, leitet aber das geschärfte Bewusstsein für erkannte Zusammenhänge einen ganz allmählichen, aber unaufhaltsamen Wandel ein. Klarheit kann eine magische Wirkung haben.

Und dann gibt es natürlich noch eine ganze Reihe rezeptartiger Strategien, wie man sie dann auch in Lehrbüchern findet. Wann sollte man eher Kooperationen suchen? Oder stärker expandieren? Oder sich aus Märkten zurückziehen? Lagerbestände für Einkaufsteile erhöhen? Produktentwicklung verstärken? Ganz bekannt ist in diesem Zusammenhang die "Portfolio Strategie" der Boston Consulting Group. Das alles sprengt aber natürlich den Rahmen eines Newsletters. Mehr: http://methode.de/bu/stb/buoeti01.htm.

Doch in den meisten Fällen ist es viel einfacher: Erstellen Sie eine Reihe von Portfolio-Diagrammen nach verschiedenen Kriterien, also "Vorsprung", Marktanteil, Wachstum etc. Die derzeit beste Beispielsammlung finden Sie in "Strategisch richtig entscheiden" (http://methode.de/bu/stb/strategisch_richtig_entscheiden.htm) Zeichnen Sie einfach Beispiele für Ihre Situation nach. Sie werden feststellen, dass Ihr gesunder Menschenverstand und das geschärfte Situationsbewusstsein schon eine Menge konkrete Ideen und Maßnahmen erbringen.

Trauen Sie sich also an das Thema "Portfolio-Strategie" heran. Es ist viel einfacher, als es sich anhört.

Hier können Sie das Thema vertiefen:

Strategietag am 29.2.2012 in Düsseldorf

Investieren Sie einen ganzen Tag in strategische Überlegungen: Lernen Sie, wie man strategische Ansätze entwickelt und in die Praxis umsetzt: Engpässe, strategische Konturen und Profile, Portfolios, Wettbewerbsfaktoren, Kunden-Nutzen-Matrix usw.
http://www.meineziele.info/seminare.htm

Wussten Sie übrigens, dass mZ Pro das weltweit einzige Programm ist, das Portfolio-Diagramme nicht nur darstellen, sondern auch hierarchisch gliedern kann?
http://www.meineziele.info/funktionen/Portfolio_Analyse.htm

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