Pfiffige Lösungen für mehr Umweltschutz überzeugt Jury

GALILEO Masters 2005

(PresseBox) (München, ) „The winner is ...“ – Der Preisträger des „GALILEO Masters 2005“ steht fest: Georges Gallais aus dem französischen Nizza Sophia Antipolis konnte die Jury mit seiner Anwendung „VU Log“ überzeugen und erhielt gestern Abend im feierlichen Rahmen der Münchner Residenz den begehrten Preis überreicht. An dem europaweiten Ideenwettbewerb für die kreativsten Anwendungen rund um die satellitengestützte Navigation beteiligten sich in diesem Jahr sieben Länder. Über 220 Teilnehmer aus ganz Europa reichten ihre Vorschläge ein, 88 kamen in die Vorauswahl, und die sieben besten Ideen ins Finale. Überzeugt haben Lösungen für mehr Umweltschutz und für die Vermeidung von Verkehrskollisionen zu Wasser und in der Luft.

Der Gewinner steht fest: Der aus Nizza Sophia Antipolis stammende Georges Gallais wurde im Rahmen der SYSTEMS 2005 zum „GALILEO Masters 2005“ gekürt. Der eingereichte Vorschlag eines auf Satellitennavigation basierenden Systems zur innerstädtischen Verkehrsoptimierung gewann unter mehr als 220 Einsendungen den ersten Preis. Gallais will mit seiner Idee namens „VU Log“ die seit den 90er Jahren bekannten „Car-Sharing“-Initiativen revolutionieren – mit Hilfe der Positionierung von Fahrzeugen durch Galileo sollen sich die innerstädtische Emission und der Energieverbrauch reduzieren lassen. Die Lösung zeigt besonders im Stadtverkehr ihre Stärke: Über Satelliten-Navigation bekommt der Bürger das in seiner nächsten Nähe befindliche und verfügbare Elektro-Auto mitgeteilt und kann dieses für die Fahrt nutzen.

Neben dem Preisträger des „GALILEO Masters 2005“ präsentieren sich auch die sechs regionalen Gewinner auf der SYSTEMS in München: Aus Göteborg stammt eine Anwendungsidee zur Diebstahlssicherung von Fahrrädern und mobilen Geräten, die Daniel Isaksson von der Chalmer Universität eingereicht hat.

In Prag wurde ein Notfallsystem namens „Personal Watcher“ als beste Idee aus der Tschechischen Republik ausgezeichnet. Das System von Vladimir Jansa dient zur Überwachung von Risikopersonen, Kindern und älteren Menschen. Die Kombination von Sensoren zur Überwachung wichtiger Körperfunktionen und dem Receiver zur genauen Standortbestimmung durch Satellitennavigation überzeugte die tschechische Jury.

Aus Holland stammt die Idee, einen günstigen Receiver / Empfängerbausatz zu entwickeln, der es kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, zu realistischen Preisen an der potenziellen Anwendungsentwicklung für Satellitennavigation zu partizipieren. Derzeit sind Testsimulationen in diesem Bereich teuer und meist für diese Kundengruppe nicht zugänglich. Der Gewinner, Joop van der Velden, hat bereits mehr als 400 seiner innovativen Bausätze unter anderem auch an Ausbildungseinrichtungen verkauft.

Der Gewinner aus Varese, Alessandro Barazzetti von der Firma GPSAeroborne, sicherte sich mit einer Sicherheitslösung für den stark wachsenden Bereich der Amateur- und Hobby-Luftfahrt den Spitzenplatz in der Gunst der Experten seiner Region. Das Unternehmen hat unter dem Namen „TAGPS“ ein System entwickelt, welches Piloten und Flughafenbetreibern erlaubt, Aufklärung, Kollisionsvermeidung und Luftraumüberwachung zu realisieren. Basierend auf GPS / EGNOSS und später Galileo werden die Positionsdaten der verschiedenen Kleinflugzeuge auf verfügbaren Radiofrequenzen mittels so genannter SRD „Short Range Device“ an die Bodenstation übertragen. Diese Bodenstation ist mobil einsetzbar und kann daher bei vielfältigen Luftfahrtanwendungen eingesetzt werden. TAGPS soll vor allem bei schlechter Sicht oder bei starken Flugverkehr seine Stärken unter Beweis stellen.

Der Finalist aus England kommt mit einer pfiffigen Idee für den Umweltschutz nach München: Die Applikation von Richard White soll dazu beitragen, die Verschmutzung der Umwelt durch nicht ordnungsgemäß entsorgte Reifen zu reduzieren. Das System wurde gemeinsam mit der britischen Umweltbehörde konzipiert und unterbindet mit Hilfe von GPS/GNSS Empfängern die nicht ordnungsgemäße Entsorgung von Müllladungen. Diese Idee wurde in London unter vielen Einsendern als beste Idee ausgezeichnet.

Als Sieger für die Region München ging aus dem Wettbewerb der Germeringer Frank Hermanns hervor. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen überzeugte die Expertenjury mit einer satellitengestützten Applikation zur Optimierung des Verkehrs-Managements und zur Verhütung von Kollisionen in der Luftfahrt und Schifffahrt. Dabei wird die Übermittlung des präzisen Standortes des Fahrzeugs in Kombination mit einer Fülle von Daten über die externen Fahrbedingungen in eine Vorhersage für den weiteren Kurs gewandelt. Dadurch sind Warnungen vor voraussichtlichen Kollisionen ebenso wie die Angabe sicherer Ausweichkurse möglich. Diese Vorhersage ist nur mit einem garantierten Satellitensignal, wie dem Galileo-Signal, möglich.

Alle Finalisten des „GALILEO Masters 2005“ stellen ihre Anwendungsideen diese Woche auf der Satellite Navigation Area der SYSTEMS 2005 in Halle B3 dem Fachpublikum vor. Darüber hinaus sind die sieben Partnerregionen sowie die Sponsoren des Wettbewerbs ebenfalls in diesem Ausstellungsbereich präsent.

Daten und Fakten zu „GALILEO Masters“

Der „GALILEO Masters“-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Wirtschaftsministers Dr. Otto Wiesheu und wurde 2004 vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie, dem Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen – ein Projekt im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt – sowie der SYSTEMS ins Leben gerufen. Im letzten Jahr beteiligten sich die europäischen High-Tech Standorte Nizza mit „Sophia Antipolis“, Göteborg und München als führender IT- und Medienstandort in Europa.

Der „GALILEO Masters 2005“ zog bereits weitere Kreise in Europa: Insgesamt wurden aus sieben Ländern beziehungsweise Partnerregionen Ideen eingereicht – so aus Göteborg (Schweden), Busto Arsizio/Varese (Italien), Sophia Antipolis (Frankreich), Nordwijk (Niederlande), London (England), Prag (Tschechische Republik) und München (Deutschland). Von mehr als 220 Teilnehmern wurden 88 Ideen nominiert, sieben kamen letztendlich in das Finale im Rahmen der SYSTEMS 2005. In jedem Partnerland bzw. Partnerregion bewerteten im Schnitt fünf Experten die Vorschläge, so dass sich die Jury des Galileo-Ideenwettbewerbs auf ein Netzwerk von mehr als 35 international renommierten Fachleuten aus den Bereichen Satellitennavigation, Telekommunikation und Geschäftsentwicklung sowie Forschung stützt.

Der „GALILEO Masters“ prämierte auch in diesem Jahr wieder neben Zukunftsanwendungen auch Anwendungen, die auf Basis der heute verfügbaren Satellitennavigationssystemen wie beispielsweise GPS, GLONASS und EGNOS realisierbar sind und mit Galileo eine deutliche Verbesserung erfahren. Der Wettbewerb wurde im Wesentlichen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. unterstützt. Als Sponsoren des „GALILEO Masters 2005“ konnten die Firmen Thales, Billing Components AG, Cobra Technologies, Galileo Industries, die Europäische Raumfahrtagentur ESA sowie das EBN gewonnen werden.

Messe München GmbH

Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien eine der weltweit führenden Messegesellschaften. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit fünf Auslandsbeteiligungsgesellschaften in Europa und Asien sowie 66 Auslandsvertretungen, die 89 Länder betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk.

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