In Marburg zählen Aussteller als Messebesucher

Am Donnerstag wird über Besucherzahlen beim Landgericht verhandelt

(PresseBox) (Gießen, ) Wenn am kommenden Donnerstag das Landgericht Marburg um 9.30 Uhr die Sache Messe Giessen GmbH gegen die in Stadtallendorf ansässige Firma Messe Marburg Veranstaltungs GmbH aufruft, geht es nicht nur um die von der Messe Giessen bemängelten veröffentlichten Besucherzahlen der Messe Marburg zur MEMO-BAUEN 2007. Es steht das prinzipielle Zählverfahren von Besuchern der Messe Marburg auf dem Prüfstand.

Wie die Messe Marburg darlegt, zählt sie regelmäßig ihre Aussteller, Journalisten und Referenten zu Vorträgen als Besucher mit. Diese erhielten Sonderausweise und wurden zur viertägigen MEMO-BAUEN gleich vierfach gezählt. Damit kamen annähernd 4.000 der veröffentlichten fast 21.000 Besucher der MEMO-BAUEN aus dieser Gruppe.

Die Messe Giessen hatte zur MEMO-BAUEN 2007 insgesamt lediglich 12.883 Besucher gezählt und kritisiert die Ermittlungspraxis der Besucherzahlen ihrer Wettbewerberin. "Zu den tatsächlichen Besuchern, die eine Eintrittskarten gekauft haben, werden theoretische Besucher hinzugezählt. Jeder Aussteller soll noch acht Mitarbeiter, Verwandte und Bekannte auf die Messe mitgebracht haben. Damit müssten fast 12.000 theoretische Besucher zusätzlich auf das Messegelände gekommen sein. Die haben wir nicht durch den Eingang gehen sehen", staunt der Geschäftsführer der Messe Giessen, Roland Zwerenz, über die seiner Meinung nach in Deutschland einmalige Zählpraxis.

In gleicher Weise hat die Messe Marburg im vergangenen Jahr die Besucherzahlen zur Oberhessenschau erstellt und dann 60.000 Besucher veröffentlicht. Sollte das Landgericht den Einwendungen der Messe Giessen folgen, müssten sämtliche Besucherzahlen der Messe Marburg korrigiert werden.

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