Outdoor- und Bike-Branche trotzen der Wirtschaftskrise

Von Krisenstimmung keine Spur: Leitmessen OutDoor und EUROBIKE verbuchen größtes Ausstellerinteresse

(PresseBox) (Friedrichshafen, ) In konjunkturell schwierigen Zeiten sind positive Meldungen eher Mangelware. Umso erfreulicher ist daher eine Nachricht aus Friedrichshafen: Die Hersteller der Outdoor- und Fahrrad-Branche scheinen der Wirtschaftskrise die Zähne zu zeigen. Für beide weltweiten Leitmessen, sowohl OutDoor (16. - 19. Juli 2009) als auch EUROBIKE (2. bis 5. September 2009), gilt: Nie zuvor haben mehr Unternehmen im Vorfeld der internationalen Branchentreffs ihre Standflächen am Bodensee gebucht.

Rolf Schmid, Präsident der European Outdoor Group, sieht in der Wirtschaftskrise sogar eine Chance: "Unsere Branche wird vom Wertewandel profitieren. Die Konsumenten investieren ihr Geld in Lebensfreude, Gesundheit und Freizeit." Zur OutDoor 2009 stehen erstmals zwei gerade fertig gestellte zusätzliche Messehallen und der neue Eingang Ost zur Verfügung. "Die gesamte Ausstellungsfläche der Messe Friedrichshafen beträgt damit 85.000 Quadratmeter", erklärt Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann. "Es freut uns sehr, dass wir auch die neuen Standflächen gleich im ersten Jahr mit hochkarätigen Ausstellern belegen können." Während andere Konsumgüter- und Investitionsgütermessen derzeit rückläufige Ausstellerzahlen zu beklagen haben, ist die Erweiterung in Friedrichshafen gerade zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Die Fertigstellung scheint noch mehr Hersteller von Outdoor-Produkten zu einem Auftritt auf dem diesjährigen Branchentreff zu motivieren. Mit bisher mehr als 707 Ausstellern aus 39 Nationen verbucht die OutDoor ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Für Horst Penzkofer, beim Münchner IFO-Institut zuständig für den Bereich Messen, ist das einerseits eine durchaus überraschende Entwicklung: "Generell stehen Aussteller- und Besucherzahlen einer Messe in direktem Zusammenhang zur konjunkturellen Situation", erklärt der Wirtschaftsforscher. Demnach wären rückläufige Zahlen angesichts der allgemeinen Flaute eher zu erwarten gewesen. Andererseits sei es durchaus so, dass sich auch in schwierigem Umfeld einzelne Branchen positiv entwickeln können, so der IFO-Experte. "Der sich abzeichnende Trend kommt sowohl dem Outdoor- wie auch dem Fahrradmarkt entgegen. Beide Branchen senden positive Signale und warten auch in diesem Jahr mit zahlreichen Innovationen auf", meint Stefan Reisinger, Projektleiter der OutDoor und EUROBIKE in Friedrichshafen.

Dass die Outdoor-Branche zu den Gewinnern der Wirtschaftskrise zählt, basiert auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung der letzten Jahre. Und diese ist nicht zuletzt dem gestiegenen Qualitätsbewusstsein der Konsumenten geschuldet. Ein gutes Beispiel bietet Deutschlands führender Einkaufsverband Intersport: Dieser hat im Jahr 2008 erstmalig die 2,4 Milliarden Euro Umsatz-Schallmauer durchbrochen. Gleichzeitig hat Intersport seinen Marktanteil von 33,2 auf 34,5 Prozent erhöhen können. Größter Umsatzturbo des Vorjahres waren die Bereiche Outdoor, Wandern und Trekking mit einer Zuwachsrate von 14 Prozent.

Den wachsenden Outdoormarkt hat auch der europäische Branchenprimus in Sachen Sportartikel, der adidas-Konzern, als wichtiges Segment im Auge: Nach zweijähriger Messepause kehrt adidas in diesem Jahr zurück zur OutDoor nach Friedrichshafen. "Outdoor ist mehr als Sport, Outdoor ist eine Lebenseinstelllung", so Rolf Reinschmidt, Senior Vice President Global Outdoor adidas.

Die schweizerische Mammut Sports Group wird der allgemeinen Krise zum Trotz ihre Ausstellungsfläche bei der OutDoor in Friedrichshafen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich vergrößern. "Die Menschen wollen sich etwas gönnen. Dafür werden sie ihr Geld nicht mehr in Aktien anlegen, sondern hinaus in die Natur gehen und das Leben genießen", begründet Mammut-Geschäftsführer Rolf Schmid diesen Schritt.

Von einem geänderten Verhalten der Konsumenten wird derzeit auch die zweite große Freizeit- und Sportmesse in Friedrichshafen, die EUROBIKE angekurbelt: Immer mehr Menschen setzen das Fahrrad als alternatives Verkehrs- und Fortbewegungsmittel ein. Die bisher gemeldete Zahl von bereits 890 Ausstellern aus 40 Nationen zur EUROBIKE 2009 liegt höher als jemals zuvor zum vergleichbaren Jahreszeitpunkt. "In der Krise steckt die Chance, das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel noch besser zu positionieren", glaubt Christoph Goebel, Geschäftsführer der GROFA GmbH.

Sowohl die Hersteller der Outdoor-Branche wie auch die der internationalen Fahrrad-Branche hoffen nun darauf, dass sich ihr großes Engagement auch in entsprechenden Orderzahlen der Fachbesucher niederschlagen wird. Die Vorzeichen dafür scheinen gegeben: Der Handel blickt ebenfalls durchaus positiv in die Zukunft. "Die Bereitschaft, für Gesundheit und Fitness Geld anzulegen, wächst zunehmend", lassen die Intersport Deutschland-Vorstände Klaus Jost und Kim Roether wissen. Intersport verspricht sich von diesem Kaufverhalten auch in diesem Jahr wachsende Umsatzzahlen.

Weitere Informationen gibt es unter www.european-outdoor.com und www.eurobike-show.com.

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