AERO startet erste "e-flight-expo"

Internationale Luftfahrtmesse präsentiert die Premiere der "e-flight-expo" / Brennstoffzellen-Flugzeug feiert Weltpremiere in Friedrichshafen

(PresseBox) (Friedrichshafen, ) Zum ersten Mal wird Motorflug einzig und allein mit der Energie aus einer Brennstoffzelle möglich sein: Das Ultraleicht-Flugzeug der französischen Firma Helite wird ausschließlich mit Wasserstoff-Energie angetrieben und ohne Zusatzenergie von Batterien abheben. Der Hydrogen-Flieger wird auf der Internationalen Luftfahrtmesse AERO vom 2. bis 5. April 2009 in Friedrichshafen auch im Flug vorgeführt, sofern das Wetter mitspielt. Die Messe hat zusammen mit dem Nachschlagewerk "Flügel der Welt" die Expo ins Leben gerufen. Das "e" steht für electrical, ecological & evolutionary und ist Programm der ersten "e-flight-expo" der Welt, auf der die neuesten Entwicklungen von modernen und umweltschonenden Antrieben für die Luftfahrt ausgestellt und vorgeführt werden.

Neben Elektroantrieben für Kleinflugzeuge, Gleitschirme und Hängegleiter werden auch die bereits erwähnten Hydrogen-Flugzeuge sowie ein Solar-Motorsegler zu sehen sein: der Sunseeker des Amerikaners Eric Raymond, der weit über 500 Flugstunden absolvierte und unter anderem in 21 Etappen die USA überflogen hat. Außerdem werden Solar-Technologien, neue Bio-Brennstoffe und Hochleistungs-Batterien gezeigt.

Im April 2008 überraschte Boeing die Welt mit einem 20 minütigen Erstflug eines Motorseglers, dessen Elektromotor von einer Brennstoffzelle angetrieben wurde. Während der erste bemannte Hydrogen-Versuchsträger der Firma Boeing für Start und Landung auf die zusätzliche Energie einer Hilfsbatterie angewiesen war, wird Gérard Thevenot von Helite sein Ultraleicht ohne Batterien fliegen.

"Im Gegensatz zum Boeing-Projekt", so der Franzose, "ist unser Hydrogen-Flieger ein extrem leichtes Fluggerät, das mit Pilot weniger als 160 kg wiegt. So können wir erstmals ohne Hilfsbatterie fliegen, allein mit der Kraft aus einer Brennstoffzelle: Das ist eine Weltpremiere!"

Das einsitzige Ultraleicht-Trike ist mit einem 7kW-Hydrogen-Antrieb ausgerüstet und wiegt samt 5-Liter-Wasserstoff-Flasche nur 55 kg. Die knapp 14 qm große Tragfläche (eine Art Hängegleiter-Flugdrachen) hat eine Spannweite von 12 Metern und ist 35 kg schwer. Der Verbrauch in einer Höhe von 100 m über dem Meeresspiegel ist bei der Antriebserprobung mit durchschnittlich 550 Gramm pro Flugstunde gemessen worden. Das einzige Abgas, das dabei entsteht, ist Wasserdampf.

Das Helite-Ultraleicht ist nicht der einzige Brennstoffzellenflieger auf der AERO. Zwei weitere Luftfahrt-Projekte aus Deutschland und Italien wollen die Machbarkeit des Wasserstoff-Antriebes nachweisen. Die Universität Stuttgart zeigt ihr Projekt Hydrogenius. Es ist ein doppelsitziger, ultraleichter Motorsegler aus faserverstärktem Kunststoff. Er beruht auf einer Serienmaschine des slowenischen Flugzeugherstellers Pipistrel und hat 18 m Spannweite. Das Flugzeug ist mit einem 60 kW-Wasserstoff-Antrieb ausgerüstet, der im Leitwerk untergebracht ist. Die Technische Universität Turin präsentiert ihr Brennstoffzellen-Projekt SkySparks, dessen Erstflug ebenfalls für 2009 geplant ist. "Wir haben ein leistungsfähiges Ultraleichtflugzeug als Basis gewählt. Es heißt 'Pioneer' und stammt vom italienischen Hersteller Alpi Aviation", so Projektleiter Paolo Maggiore von der TU Turin. Der auf der AERO ausgestellte Wasserstoffantrieb leistet 62 kW bei einem Eigengewicht von 30 Kilogramm. Weitere Informationen: www.e-flight-expo.com oder www.aero-expo.de.

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