Symantec stellt MessageLabs Intelligence Report für Februar 2009 vor

Internet-Kriminelle setzen auf die Angst vor der Wirtschaftskrise und auf die romantische Ader der Verbraucher / Neue Techniken bei gezielten Trojanern: Angreifer experimentieren mit gefälschten E-Mail-Kopfzeilen

(PresseBox) (Unterföhring, ) Symantec Corp. (Nasdaq: SYMC) hat den neuen MessageLabs Intelligence Report für Februar 2009 veröffentlicht. Die aktuellen Erhebungen weisen insbesondere darauf hin, dass zwar der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Aufkommen im Februar um 1,3 Prozentpunkte auf 73,3 Prozent zurückgegangen ist, zu Beginn des Monats jedoch auch noch Höchstwerte von bis zu 79,5 Prozent gemessen wurden. Ursache dafür waren kurzzeitige Belastungsspitzen der Botnet-Aktivität und die Versuche von Spammern, die Finanzkrise sowie den Valentinstag für ihre Zwecke auszunutzen.

"Im Februar wurden wir Zeuge, wie Spammer mit ihrem Fokus auf den Valentinstag und die weltweite Rezession sowohl an das Herz als auch an den Geldbeutel der Verbraucher appelliert haben. Zwar waren die Spam-Quoten leicht rückläufig, jedoch erreichten die Aktivitäten rund um Spam zum Valentinstag beispiellose Rekordwerte. Immerhin zeichneten sie für neun Prozent des gesamten Aufkommens an Junkmails verantwortlich", betont Paul Wood, MessageLabs Intelligence Senior Analyst bei Symantec, und ergänzt: "Die Gedanken vieler Unternehmen und Verbraucher drehen sich derzeit vor allem um die Finanzkrise. Spammer und Phishing-Betrüger nutzen dieses Thema zu ihrem Vorteil, um die Leute in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hereinzulegen."

Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr spielten im Februar auch Suchmaschinen-Weiterleitungen wieder eine Rolle, wobei sie sich thematisch jeweils auf die Wirtschaftskrise bezogen. Die als "Rezessions-Spam" verschickten Nachrichten enthielten Zeilen wie "Das Geld ist knapp, die Zeiten sind hart. Weihnachten ist vorbei. Höchste Zeit für eine neue Uhr!" Auch die Szene der Phishing-Betrüger zog ihren Profit aus dem derzeit schwierigen Konjunkturklima: In Zeiten, in denen viele besorgte Verbraucher kaum überrascht sein dürften, von ihrer Bank zu hören, stieg die Zahl der Phishing-Attacken deutlich. Im Februar 2009 verbarg sich hinter einer von 190,4 E-Mails ein derartiger Angriff, nachdem dieser Anteil im Januar noch 1 zu 396,2 betragen hatte.

Seit Anfang Februar ist der Anteil von Spam zum Thema Valentinstag von zwei Prozent auf über neun Prozent gestiegen, wobei mit mehr als sieben Prozent die große Mehrheit derartiger E-Mails ihren Ursprung im Botnet Cutwail (bzw. Pandex) nahm. Als derzeit größtes aller Botnets widmete Cutwail den Nachrichten zum Valentinstag ungefähr 90 Prozent des gesamten Ausstoßes an Spam-Mails. Pro Tag summierte sich dies auf geschätzte sieben Milliarden Nachrichten.

Und schließlich ist MessageLabs Intelligence im Februar auch ein neues technisches Verfahren für gezielte Trojaner-Angriffe ins Netz gegangen, bei dem gefälschte Header zum Einsatz kamen. Bei der E-Mail-Kommunikation wird jeder Nachricht stets ein solcher Header hinzugefügt, sobald ein Mail-Server sie an einen anderen Mail-Server übermittelt. Folglich dienen diese Kopfzeilen als eine Art "Kondensstreifen", über den sich der Weg der jeweiligen Mail im Einzelnen nachverfolgen lässt. Da sich viele Angreifer nicht die Mühe machen, ihre Mails über ergänzte Header fälschlicherweise zu authentifizieren, stechen diese jüngsten Fälle gezielter Trojaner-Attacken aufgrund der Verwendung realistischer Kopfzeilen als besonders verdächtig heraus.

Weitere Analyse-Ergebnisse im Überblick:

Web-Sicherheit: Die Analyse der Web-Sicherheitsaktivitäten ergibt, dass es sich bei 26,1 Prozent der via Internet verbreiteten Schadprogramme, die im Februar 2009 abgefangen wurden, um neue Angriffe gehandelt hat. Weiterhin hat MessageLabs Intelligence pro Tag durchschnittlich 941 neue Websites aufgespürt, auf denen Malware oder andere möglicherweise unerwünschte Programme etwa in Form von Spyware und Adware hinterlegt waren. Dies entspricht einem Rückgang um 22,1 Prozent im Vergleich zum Januar.

Spam: Weltweit belief sich der Anteil von Spam-Nachrichten am E-Mail-Verkehr aus neuen oder bisher nicht als bösartig bekannten Quellen im Februar 2009 auf 73,3 Prozent (bzw. eine von 1,36 E-Mails) ? ein Minus von 1,3 Prozentpunkten gegenüber Januar.

Viren: 1 zu 304,9 E-Mails (bzw. 0,33 Prozent) betrug im Februar 2009 der Anteil virenverseuchter Nachrichten am gesamten E-Mail-Verkehr, der von neuen oder bis dato nicht als gefährlich bekannten Absenderadressen stammte. Das bedeutet einen Rückgang um 0,06 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. 3,7 Prozent der via E-Mail verbreiteten Schadprogramme enthielten im Februar 2009 einen Link zu gefährlichen Websites. Das waren 7,6 Prozentpunkte weniger als noch im Januar.

Phishing: Hinter einer von 190,4 E-Mails (bzw. 0,53 Prozent des gesamten Mail-Aufkommens) verbarg sich irgendeine Art von Phishing-Versuch. Das bedeutet eine erhebliche Zunahme derartiger Attacken gegenüber Januar, als sich dieser Anteil noch auf 1 zu 396,2 E-Mails belaufen hatte. Der Anteil von Phishing-Nachrichten an allen abgefangenen, per E-Mail verbreiteten Malware-Gefahren wie beispielsweise Viren und Trojanern ging im Februar um 3,4 Prozentpunkte auf 61,6 Prozent zurück.

Die wichtigsten Ländertrends:

- Zwar sank in Frankreich die Spam-Quote im Februar um 9,2 Prozentpunkte, dennoch stand das Land mit einem Spam-Anteil von 74,6 Prozent am E-Mail-Verkehr weiterhin an der Spitze jener Volkswirtschaften, die weltweit am meisten unter Spam zu leiden hatten.
- Im Berichtsmonat erlebten alle Länder eine leichte Atempause, was die Spam-Belastung betraf. In den USA sank die Spam-Quote auf 57 Prozent, in Kanada belief sie sich auf 52,6 Prozent und in Großbritannien auf 66,6 Prozent. In Deutschland erreichte sie einen Wert von 69,1 Prozent und in den Niederlanden von 67,4 Prozent.
- In Australien entfielen 68,5 Prozent des E-Mail-Verkehrs auf Spam, in Hongkong waren es 72,8 Prozent, in China 67,8 Prozent und in Japan 65,6 Prozent.
- In Indien legte die Viren-Aktivität um 0,16 Prozentpunkte auf einen Anteil von 1 zu 197,4 E-Mails zu. Mit dieser Quote übernahm das Land im Februar den ersten Platz im weltweiten Viren-Ranking.
- In Großbritannien betrug der Anteil virenbelasteter E-Mails 1 zu 213,3, in den Vereinigten Staaten waren es 1 zu 424,5, in Kanada 1 zu 217,1 und in Australien 1 zu 573,8. In Deutschland belief sich das entsprechende Verhältnis auf 1 zu 203,6 und in Japan war eine von 450,8 E-Mails verseucht.

Die wichtigsten Branchentrends:

- Mit einer Spam-Quote von 67,9 Prozent erwies sich der Bildungssektor als der Wirtschaftszweig, der im Februar am stärksten unter Beschuss von Spam-Mails stand.
- Die Chemie- und Pharma-Industrie erreichte eine Spam-Quote von 59,8 Prozent, im Einzelhandel belief sich dieser Wert auf 63,3 Prozent, bei Behörden waren es 62,5 Prozent und in der Finanzindustrie 58,9 Prozent.
- Aufgrund einer um 0,42 Prozentpunkte gestiegenen Schadprogramm-Belastung kletterte das Hotel- und Gaststättengewerbe mit einer Viren-Quote von nunmehr 1 zu 95,5 auf Platz eins im Ranking der Branchen, die sich mit dem höchsten Anteil verseuchter E-Mails konfrontiert sahen.
- Bei IT-Dienstleistern belief sich die Viren-Quote auf 1 zu 347,5, bei Einzelhandelsunternehmen auf 1 zu 356,4 und bei Finanzdienstleistern auf 1 zu 505,5.

Der MessageLabs Intelligence Report für Februar 2009 liefert noch genauere Daten und Analysen zu allen oben erläuterten Trends und Zahlen sowie detailliertere Informationen bezüglich geographischen und Branchentrends. Der vollständige Report ist unter http://www.messagelabs.com/intelligence.aspx verfügbar.

Über Symantec

Symantec ist ein weltweit führender Anbieter für Sicherheits-, Storage- und System-Management-Lösungen, mit denen sich Privatpersonen und Unternehmen ihre vernetzte Welt absichern und verwalten können. Unsere Software und Services schützen umfassender und effizienter gegen zahlreiche Risiken an mehreren Endpunkten und sorgen für Vertrauen überall, wo Informationen angewendet und gespeichert werden. Mehr Informationen sind unter www.symantec.com verfügbar.

Symantec und das Symantec Logo sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der Symantec Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften in den USA und anderen Ländern. Andere Namen sind Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.

MessageLabs GmbH

Symantecs MessageLabs Intelligence ist eine anerkannte Quelle von Daten und Analysen für die Messaging-Sicherheit, Trends und Statistiken. MessageLabs Intelligence bietet eine Vielzahl an Informationen über globale Sicherheitsrisiken basierend auf Live-Daten, ermittelt von unseren Kontrollzentren in aller Welt, die pro Woche mehrere Milliarden Mails überprüfen.

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