Merck und Uni Freiburg forschen gemeinsam an Materialien für Elektrobatterien

(PresseBox) (Darmstadt, ) Die Merck KGaA und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg haben heute den Start eines Projektes zur Entwicklung und Herstellung neuer Batterie-Materialien bekannt gegeben. In dem von Merck und der Universität Freiburg gemeinsam betriebenen "Merck Battery Materials Lab" sollen fundamental neue Leitsalze für Lithium-Ionen-Batterien für Hybrid- und Elektroautos entwickelt werden.

Das Team um den Freiburger Professor Dr. Ingo Krossing übernimmt die Synthese neuer Leitsalze im Labormaßstab. Merck wird hieraus die Elektrolyte optimieren, umfangreiche Applikationstests in speziell ausgerüsteten Batterielaboren von Merck durchführen sowie die Materialien im industriellen Maßstab herstellen.

Der Elektrolyt stellt das Transportmedium dar, in dem die Lithium-Ionen beim Laden und Entladen zwischen den Elektroden der Lithium-Ionen-Batterie hin und her wandern. Leitsalze sind in diesem Elektrolyt eine Schlüsselkomponente. Dies ist der Teil der Batterie, für den sich Merck besonders interessiert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Energiedichte, Lebensdauer und Sicherheit von Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge grundlegend zu optimieren.

"Dies geht nicht ohne neue Materialien und Formulierungen. Wir bei Merck konzentrieren uns auf die Entwicklung neuer und besserer Elektrolytkomponenten", sagt Dr. Klaus Bofinger, der bei Merck den Bereich Advanced Technologies verantwortet.

"Die Synthese neuer Leitsalze stellt den Schwerpunkt unserer Arbeit dar", ergänzt Prof. Dr. Krossing. "Unsere Herausforderung ist es, das Gegenion des Lithium-Ions so zu optimieren, dass es verschiedene Randbedingungen, wie z:B. hohe Spannungen, extreme Hitze oder auch Kälte, besser aushält, ohne sich dabei zu zersetzen oder in seiner Bewegung eingeschränkt zu werden."

Merck Konzeptlabore

Seit 2006 verfolgt Merck mit den sogenannten Konzeptlaboren einen neuen Ansatz, um leistungsfähige Kooperationen mit externen und internen Partnern sowie ein internationales Forschungs- und Technologie-Netzwerk aufbauen.

Diese Konzeptlabore sind dabei ein wichtiger Bestandteil der zentralen Geschäftseinheit Advanced Technologies (AT) des Unternehmensbereichs Chemie, dessen Aufgabe es ist, unter Nutzung neuer chancenreicher Technologien innovative Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln.

Die Standorte der Konzept-Labore sind nach sogenannten globalen "Hot-Spots" der akademischen Forschungslandschaft international nach den strategischen Wachstumsfeldern der Chemie ausgerichtet. Unter systematischer Verwendung des internen Know-hows und der Kernkompetenzen von Merck werden dort die Voraussetzungen geschaffen, mit Unterstützung von externem Wissen und unter Berücksichtigung von Einlizenzierungs-, Kooperations- und Fördermöglichkeiten neue Technologien und innovative Produkte für das Merck Chemiegeschäft zu generieren. Merck-Konzeptlabore finden sich in Darmstadt, Heidelberg, Atsugi (Japan) und Boston (USA).

Merck KGaA

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 7,7 Mrd. € im Jahr 2009, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die rund 40.000 Mitarbeiter (einschließlich Merck Millipore) in 64 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

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