Merck leistet Beitrag zur Ausrottung von Bilharziose in Afrika

Zahl der gespendeten Tabletten soll mittelfristig auf rund 50 Millionen jährlich verdoppelt werden

(PresseBox) (Darmstadt / Genf, ) Die Merck KGaA hat heute bekannt gegeben, dass sie den Kampf gegen die Tropenkrankheit Bilharziose ausweiten und so lange fortsetzen will, bis die Krankheit in Afrika als ausgerottet gelten kann. Das Unternehmen plant, die Anzahl der jährlich gespendeten Tabletten mit dem Wirkstoff Praziquantel von 25 Millionen mittelfristig auf bis zu 50 Millionen zu verdoppeln. Darauf hat sich das Unternehmen gegenüber der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf verpflichtet.

Ursprünglich bis zum Jahr 2017 begrenzt, will Merck sein Engagement im Kampf gegen Bilharziose nun unbefristet fortsetzen. Neben den Tablettenspenden wird Merck auch ein von der WHO geleitetes Bildungsprogramm an afrikanischen Schulen unterstützen, das über die Ursachen von Bilharziose und entsprechende Gegenmaßnahmen aufklärt. Darüber hinaus will Merck die Tablettenformulierung verbessern und die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Bilharziose erhöhen.

"Gemeinsam mit der WHO wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass diese tückische Tropenkrankheit erfolgreich bekämpft werden kann", sagte Stefan Oschmann, in der Geschäftsleitung von Merck für den Unternehmensbereich Pharma verantwortlich. Im Rahmen des Spendenprogramms MPDP ("Merck Praziquantel Donation Program") hat Merck seit 2008 insgesamt bislang rund 80 Millionen Tabletten mit dem Wirkstoff Praziquantel zur Verfügung gestellt. Damit wurden rund 19 Millionen Kinder in 15 afrikanischen Staaten behandelt.

"Die jahrelange Zusammenarbeit zwischen Merck und der WHO hat zu einer deutlichen Zunahme der behandelten Patienten mit dieser vermeidbaren Krankheit geführt", sagte Dr. Hiroki Nakatani, als Assistant Director-General bei der WHO unter anderem für vernachlässigte Tropenkrankheiten verantwortlich. "Die Behandlung mit Praziquantel verbessert nicht nur die Gesundheit von Schulkindern, sondern verhindert auch krankheitsbedingte Folgewirkungen in späteren Jahren."

Bilharziose gilt nach Malaria als die häufigste Tropenkrankheit in Afrika. Schätzungsweise mehr als 200 Millionen Menschen sind infiziert, rund 200.000 der Betroffenen sterben jährlich daran. Bilharziose ist eine chronische, parasitäre Krankheit, die von Saugwürmern übertragen wird. Weit verbreitet ist sie in tropischen und subtropischen Gebieten, in denen die arme Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen sanitären Anlagen hat. Die Krankheit verbreitet sich in stehenden Gewässern, wo sich Menschen beispielsweise beim Baden, Fischen oder Wäschewaschen mit den Wurmlarven infizieren. Diese bohren sich in die menschliche Haut, dringen in die Blutgefäße ein und befallen die inneren Organe. Bei Kindern ist die Infektionsrate besonders hoch.

Der unter anderem von Merck entwickelte Wirkstoff Praziquantel ermöglicht die bisher wirksamste Therapie bei Bilharziose-Infektionen. Er wirkt oft bereits nach einmaliger Verabreichung und ist zudem sehr gut verträglich. Ein Merck-Werk in Mexiko produziert die Tabletten mit dem Markennamen "Cesol 600", die WHO sorgt für die Verteilung vor Ort.

Merck KGaA

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 9,3 Mrd. € im Jahr 2010, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die mehr als 40.000 Mitarbeiter in 67 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

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