Merck Q3/2010: Ergebnis nach Steuern legt um 45% auf 215 Mio EUR zu

(PresseBox) (Darmstadt, ) .
- Gesamterlöse stiegen um 25% auf Rekordhoch von 2,4 Mrd EUR
- Operatives Ergebnis wuchs um 64% auf 363 Mio EUR; organisches Wachstum von 97%
- Rebif®-Umsatz kletterte um 6,8%, Erbitux®-Umsatz legte um 17% zu
- Erlöse von Liquid Crystals nahmen um 21% auf 255 Mio EUR zu
- 2010: Prognose für Anstieg des bereinigten Operativen Ergebnisses auf 58% angehoben

"Wir haben ein weiteres gutes Quartal abgeliefert, insbesondere der Gewinn gibt Anlass zur Freude", sagte Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. "Wir sind auf dem Weg zu einem hervorragenden Jahresabschluss 2010."

Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe stiegen im 3. Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal um 25% von 1.950 Mio EUR auf ein Rekordhoch von 2.438 Mio EUR. Dieser Anstieg beruhte auch auf der am 14. Juli zu einem Kaufpreis von 5,1 Mrd EUR abgeschlossenen Akquisition der Millipore Corporation mit Sitz in Billerica, Massachusetts (USA). Das akquirierte Unternehmen trug 16 Prozentpunkte, positive Währungseffekte 5,3 Prozentpunkte und organisches Wachstum 3,5 Prozentpunkte zur Steigerung der Gesamterlöse bei.

Die Herstellungskosten, die 43 Mio EUR Aufwendungen aus der Anpassung der Vorräte von Millipore enthalten, stiegen im Berichtsquartal weniger stark als die Gesamterlöse. Daher verbesserte sich das Bruttoergebnis um 27% von 1.428 Mio EUR auf 1.818 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge nahmen um 19% auf -91 Mio EUR zu. Hierin kamen Integrationskosten in Zusammenhang mit der Akquisition von Millipore in Höhe von 21 Mio EUR zum Tragen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen mit 349 Mio EUR im 3. Quartal 2010 um 4,7% höher als im Vorjahr. Entscheidend für diesen Anstieg waren höhere F&E-Ausgaben bei den Chemiesparten einschließlich Merck Millipore. Bei Merck Serono gingen die F&E-Aufwendungen dagegen zurück.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich um 35% auf 198 Mio EUR. In dieser Summe sind erstmals die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation für Millipore in Höhe von 48 Mio EUR enthalten.

Da die Gesamterlöse und das Bruttoergebnis stärker stiegen als die Aufwendungen, verbesserte sich das Operative Ergebnis der Merck-Gruppe im 3. Quartal deutlich um 64% von 222 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 363 Mio EUR. Bereinigt um die Millipore-Akquisition und Währungseffekte, d. h. durch organisches Wachstum, stieg das Operative Ergebnis um 97%.

Die Umsatzrendite der Gruppe (ROS: Operatives Ergebnis / Gesamterlöse) erhöhte sich von 11,4% im Vorjahresquartal auf 14,9% im Berichtsquartal. Hierbei war das starke Operative Ergebnis der Sparte Merck Serono die treibende Kraft. Die bereinigte Umsatzrendite der Merck-Gruppe (Core ROS: Operatives Ergebnis ohne Serono- und Millipore-bezogene Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte / Gesamterlöse) fiel mit 25,6% im 3. Quartal 2010 höher aus als im Vorjahreszeitraum (18,9%).

Merck wies weder im Berichts- noch im Vergleichsquartal 2009 Sondermaßnahmen aus. Daher stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 222 Mio EUR im Vorjahresquartal um 64% auf 363 Mio EUR im 3. Quartal 2010.

Aufgrund von Zinsaufwendungen im Rahmen der Finanzierung der Millipore-Transaktion fiel das Finanzergebnis von Merck im 3. Quartal 2010 um mehr als 100% auf -74 Mio EUR gegenüber dem Vorjahresquartal mit -32 Mio EUR.

Das Ergebnis vor Steuern der Merck-Gruppe erhöhte sich im Berichtsquartal von 190 Mio EUR im Vorjahresquartal um 52% auf 289 Mio EUR. Die Steuerquote vor Sondermaßnahmen belief sich im 3. Quartal 2010 auf 25,8% verglichen mit einer sehr niedrigen Quote von 22,2% im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von 148 Mio EUR im Vorjahresquartal um 45% auf 215 Mio EUR.

Der Free Cash Flow für das 3. Quartal 2010 belief sich auf -4.383 Mio EUR (Vorjahresquartal: 399 Mio EUR). Darin enthalten sind Zahlungen im Zusammenhang mit der Akquisition von Millipore in Höhe von 4.934 Mio EUR. Der Kaufpreis in Höhe von 5.137 Mio EUR minderte sich um erworbene Zahlungsmittel in Höhe von 300 Mio EUR. Weitere transaktionsbezogene Zahlungen beliefen sich auf 97 Mio EUR. Für die im Jahr 2009 erworbene Suzhou Taizhu China Group wurde im Berichtsquartal eine letzte Kaufpreistranche in Höhe von 6,6 Mio EUR beglichen. Bereinigt um diese Effekte lag der Basis Free Cash Flow bei 561 Mio EUR und stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum (429 Mio EUR) um 131 Mio EUR oder 31%.

Zum Stichtag 30. September 2010 beschäftigte Merck weltweit 40.507 Mitarbeiter, 7.445 mehr als zum 31. Dezember 2009 (33.062). Ein Großteil dieses Anstiegs ist auf die Akquisition von Millipore zurückzuführen.

Sparten der Merck-Gruppe Die Sparte Merck Serono steigerte im Berichtsquartal ihre Gesamterlöse um 5,7% von 1.319 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 1.393 Mio EUR. Getragen wurde das Wachstum von den zwei umsatzstärksten Produkten der Sparte, den Biopharmazeutika Rebif und Erbitux, sowie positiven Währungseffekten in Höhe von 4,1%. Nach Regionen betrachtet stiegen die Umsatzerlöse am deutlichsten in Japan, Latein- und Nordamerika.

Die weltweiten Umsatzerlöse von Rebif zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) wuchsen im 3. Quartal um 6,8% auf 407 Mio EUR. Die Umsatzerlöse des zielgerichteten Krebstherapeutikums Erbitux setzten ihren Aufwärtstrend fort und erreichten im 3. Quartal eine Summe von 207 Mio EUR, was einem Plus von 17% entspricht. Gonal-f®, ein rekombinantes Hormon zur Therapie von Unfruchtbarkeit, erzielte im 3. Quartal ein Umsatzwachstum von 3,9% auf 115 Mio EUR. Die Umsatzerlöse des rekombinanten Wachstumshormons Saizen® gegen Wachstumshormon-Mangel stiegen im 3. Quartal um 17% auf 56 Mio EUR. Die Quartalsumsätze der Arzneimittel für die Allgemeinmedizin betrugen: Concor®-Produktfamilie -19% auf 84 Mio EUR, Glucophage®-Produktfamilie 3,3% auf 79 Mio EUR, Schilddrüsenpräparate wie Euthyrox® in etwa auf Vorjahresniveau bei 41 Mio EUR.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von Merck Serono sanken im Berichtsquartal verglichen zum Vorjahr (293 Mio EUR) um 4,6% auf 280 Mio EUR. Damit bewegen sich die F&E-Aufwendungen der Sparte weiterhin bei etwa 20% ihrer Gesamterlöse, was in der hohen Anzahl von kostenintensiven Studien der letzten Phase der klinischen Prüfung begründet liegt.

Im Juli 2010 hat das russische Gesundheitsministerium die Marktzulassung für Cladribin-Tabletten zur Behandlung der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (MS) erteilt. Im September folgte die Zulassung durch die zuständige Behörde in Australien. Im Juli hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA den Zulassungsantrag von Merck (NDA - New Drug Application) für Cladribin-Tabletten im Rahmen eines beschleunigten Zulassungsverfahrens angenommen. Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) hat im September dagegen eine negative Stellungnahme zum Antrag auf Marktzulassung für Cladribin-Tabletten abgegeben, da es das Nutzen-Risiko-Verhältnis als unvorteilhaft erachtete. Merck hat bereits bekannt gegeben, Einspruch gegen diese Entscheidung einlegen zu wollen.

Die Belastungen der Sparte für die Amortisierung immaterieller Vermögenswerte in Zusammenhang mit der Akquisition von Serono im Jahr 2007 lagen im 3. Quartal 2010 mit 148 Mio EUR auf ähnlichem Niveau wie in den letzten Quartalen.

Das verbesserte Bruttoergebnis und die niedrigeren F&E-Aufwendungen führten zu einer erheblichen Steigerung des Operativen Ergebnisses im 3. Quartal 2010 um 70% auf 210 Mio EUR. Das Vergleichsergebnis des Vorjahres von 123 Mio EUR war von einer Rückstellung in Höhe von -45 Mio EUR für mögliche Währungskursverluste aus Geschäften in Venezuela beeinträchtigt. Das bereinigte Operative Ergebnis, das Serono-bezogene Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte ausschließt, verbesserte sich von 269 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 358 Mio EUR im Berichtsquartal.

Die Umsatzrendite (ROS) von Merck Serono betrug im 3. Quartal 2010 15,0% gegenüber 9,4% im Vorjahresquartal. Die bereinigte Umsatzrendite (Core ROS) ohne Serono-bezogene Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte erhöhte sich von 20,5% im Vorjahresquartal auf 25,7% im 3. Quartal 2010.

Die Gesamterlöse der Sparte Consumer Health Care stiegen im 3. Quartal 2010 um 1,7% auf 125 Mio EUR. Währungsabwertungen in Venezuela wurden durch die besseren Wechselkurse des britischen Pfunds und der indonesischen Rupiah kompensiert. Trotz höherer Produktionskosten blieb das Bruttoergebnis der Sparte im 3. Quartal konstant bei 86 Mio EUR. Die Aufwendungen der Sparte für Marketing und Vertrieb sowie für F&E erhöhten sich im 3. Quartal abermals im Zuge der fortgesetzten Fokussierung der Sparte auf ihre strategischen Marken als Wachstumstreiber.

Das Operative Ergebnis der Sparte fiel im Berichtsquartal um 24% auf 16 Mio EUR im Vergleich zum atypisch starken Vorjahresquartal (21 Mio EUR). Die Umsatzrendite (ROS) ging im 3. Quartal 2010 von 17,4% im Vorjahresquartal auf 13,0% zurück.

Der Unternehmensbereich Chemie wurde im 3. Quartal 2010 umstrukturiert. Der Grund hierfür war die Akquisition des US-amerikanischen Life-Science-Unternehmens Millipore, die am 14. Juli abgeschlossen wurde. Das neu akquirierte Unternehmen wurde mit dem Großteil der Sparte Performance & Life Science Chemicals zur neuen Sparte Merck Millipore zusammengeführt. Die zweite Chemiesparte Performance Materials besteht aus den zwei Geschäftseinheiten Liquid Crystals und Pigments.

Im 3. Quartal 2010 stiegen die Gesamterlöse der Sparte Merck Millipore auf 574 Mio EUR. Von dieser Summe entfielen 314 Mio EUR auf die Akquisition. Weitere 7,6% des Zuwachses basierten auf positiven Währungseffekten, und die verbleibenden 6,6% sind auf das organische Wachstum der ursprünglichen Life-Science-Geschäfte von Merck zurückzuführen. Alle drei Geschäftseinheiten steigerten ihre Gesamterlöse, wobei Japan und Indien deutliche Umsatzzuwächse erzielten.

Mit ihren Produkten für spezialisierte Forschungslabore der Life-Science-Branche erwirtschaftete die Geschäftseinheit Bioscience etwa 20% der Gesamterlöse der Sparte. Die Nachfrage im Gerätegeschäft konnte den leichten Abschwung im Antikörpergeschäft überkompensieren. Im Berichtsquartal war der Auftragseingang seitens der US-amerikanischen Regierung und nordamerikanischer Universitäten überdurchschnittlich hoch.

Die Geschäftseinheit Lab Solutions beliefert eine Vielzahl unterschiedlicher Industrien mit allgemeinen Laboranwendungen. Sie erzielte etwa 40% der Gesamterlöse der Sparte. Die Geschäftseinheit verzeichnete im 3. Quartal 2010 mit Testsätzen für die Lebensmittel- und Umweltanalytik, Mikrobiologie und Hygieneüberwachung gesteigerte Umsatzerlöse. Auch bei den Reagenzien stieg die Nachfrage.

Ebenfalls ca. 40% der Gesamterlöse der Sparte erwirtschaftete die Geschäftseinheit Process Solutions mit ihren Produkten für die Herstellung von biopharmazeutischen Arzneimitteln. Das Umsatzwachstum im 3. Quartal 2010 basierte maßgeblich auf Aufträgen von Biotechherstellern, vor allem kleinerer Kunden der Biotechindustrie in allen Regionen weltweit.

Trotz zusätzlicher Herstellungskosten in Höhe von 43 Mio EUR aus der Anpassung der Vorräte von Millipore konnte die Sparte mit ihrem vorteilhaften Produktsortiment und ihrer operativen Kompetenz ihr Bruttoergebnis stärker steigern als die Gesamterlöse. Es belief sich im Berichtsquartal auf 296 Mio EUR verglichen mit 104 Mio EUR im Vorjahresquartal. Die Sparte Merck Millipore verbuchte Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 48 Mio EUR in Zusammenhang mit der vorläufigen Kaufpreisallokation im Rahmen der Akquisition von Millipore.

Daraus resultierte im Berichtsquartal ein Operatives Ergebnis von 10 Mio EUR im Vergleich zu 20 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzrendite (ROS) der Sparte fiel mit 1,7% entsprechend niedriger aus als im Vorjahresquartal (8,9%). Die bereinigte Umsatzrendite (Core ROS), die die Integrations- und Kaufpreisallokationskosten nicht beinhaltet, betrug 21,2%.

Die neue Sparte Performance Materials, die Materialiengeschäfte und -aktivitäten von Merck wie größtenteils die Geschäftseinheiten Liquid Crystals und Pigments umfasst, steigerte ihre Gesamterlöse im 3. Quartal 2010 um 23% auf 346 Mio EUR (Vorjahr: 282 Mio EUR). Positive Währungseffekte trugen mit 12% und organisches Wachstum mit 11% zu der Steigerung bei.

Die Geschäftseinheit Liquid Crystals verbesserte ihre Gesamterlöse um 21% auf 255 Mio EUR. Dies entsprach einem organischen Wachstum von 8,3%. Hinzu kamen positive Währungseffekte in Höhe von 13%, da ein Großteil der Umsätze in US-Dollar oder asiatischen Währungen erwirtschaftet wird. Dennoch fielen die Gesamterlöse von Liquid Crystals im Berichtsquartal im Vergleich zur Rekordsumme des 2. Quartals 2010 von 284 Mio EUR niedriger aus. Gründe hierfür sind eine Bestandskorrektur auf dem LCD-Markt seitens der Displayhersteller, die ihre Produktion drosseln, sowie leicht unvorteilhaftere Wechselkurse.

Die Steigerung der Gesamterlöse beruhte abermals auf der starken Nachfrage nach Flüssigkristallen von Merck auf Basis der patentgeschützten PS-VA-Technologie (Polymer Stabilized Vertical Alignment), die eine bessere Qualität von bewegten Bildern, schnellere Schaltzeiten, höheren Kontrast und stärkere Helligkeit bei geringerem Energieverbrauch bietet. Diese Eigenschaften werden von den Herstellern der neuen Generationen von LCD-Fernsehgeräten gewünscht.

Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Pigments fielen im 3. Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr besonders hoch aus, da die Nachfrage der Automobilindustrie auf das Niveau vor der letztjährigen Wirtschaftskrise zurückkehrte oder dieses sogar übertraf. Die Geschäftseinheit erfuhr ebenfalls Rückenwind in Form positiver Währungseffekte. Die Produktionskapazitäten waren sowohl bei den Flüssigkristallen als auch bei den Pigmenten auf hohem Niveau ausgelastet und spiegeln die Erholung vom Abschwung im Jahr 2009 wider. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im 3. Quartal 2010 um 20% auf 33 Mio EUR bzw. 9,4% der Gesamterlöse.

Da das Bruttoergebnis stärker stieg als die Aufwendungen, konnte sich das Operative Ergebnis der Sparte Performance Materials im 3. Quartal 2010 von 73 Mio EUR im Vorjahr auf 152 Mio EUR mehr als verdoppeln. Die Umsatzrendite (ROS) der Sparte steigerte sich dementsprechend von 25,8% im Vorjahresquartal auf 43,9% im Berichtsquartal. Das Operative Ergebnis von Liquid Crystals erhöhte sich um 90% auf 137 Mio EUR, wodurch sich die Umsatzrendite von 34,1% im Vergleichsquartal 2009 auf 53,6% im 3. Quartal 2010 verbesserte.

Prognose für die Merck-Gruppe einschließlich Millipore

Im 3. Quartal 2010 entwickelten sich die Gesamterlöse und das Operative Ergebnis der Merck-Gruppe weiterhin positiv. Für die Sparte Merck Serono ist die Prognose für das bereinigte Operative Ergebnis für das Gesamtjahr nun angehoben worden, da hier die Aufwendungen für F&E und die Herstellungskosten niedriger als zuvor erwartet ausfallen. Entgegen seiner bisherigen Prognose von 12% erwartet Merck nun für Merck Serono einen Anstieg des bereinigten Operativen Ergebnisses um 26%.

Bei der Geschäftseinheit Liquid Crystals, die mit ihren Flüssigkristallen jede Bewegung der sehr dynamischen Displayindustrie zu spüren bekommt, zeichnete sich dagegen erst spät im 3. Quartal 2010 ein leichter Abschwung ab. Aufgrund von Nachfragerückgang und Überbevorratung drosselten die Hersteller elektronischer Displays ihre Produktion. Diese Entwicklung und die weiterhin erwarteten negativen Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar veranlassten Merck, seine bisherige Jahresprognose für diese Geschäftseinheit zu senken. Das Unternehmen erwartet nun für das Gesamtjahr einen Anstieg der Gesamterlöse von Liquid Crystals um 35% statt der zuvor prognostizierten 50% und eine Verbesserung des Operativen Ergebnisses um 126% (zuvor 160%). Dementsprechend fällt auch bei der Umsatzrendite (ROS) die Erwartung mit 52% nun niedriger aus als bisher (54%).

Die geringeren Wachstumsraten der Umsatzerlöse und des bereinigten Operativen Ergebnisses der Sparte Merck Millipore basieren hauptsächlich auf erwarteten ungünstigen Wechselkursänderungen.

Anmerkung hinsichtlich zukunftsgerichteter Aussagen

Die in diesem Dokument angegebenen Informationen können "zukunftsgerichtete Aussagen" enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen können durch Worte wie "erwarten", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "werden" bzw. entsprechende Begriffe mit ähnlicher Bedeutung identifiziert werden. Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, sind jedoch nicht beschränkt auf Aussagen zum erwarteten künftigen Geschäftsverlauf von Merck. Die Aussagen beruhen auf aktuellen Erwartungen des Managements der Merck KGaA und E. Merck KG und sind von Natur aus mit Unsicherheiten und mit sich verändernden Umständen verbunden. Faktoren, die dafür sorgen können, dass die tatsächlichen Resultate erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Ergebnissen abweichen, können sich auf Veränderungen der globalen, politischen, wirtschaftlichen, geschäftlichen, wettbewerbsspezifischen, marktrelevanten und regulatorischen Kräfte beziehen. Merck KGaA und E. Merck KG übernehmen keinerlei Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen an die tatsächlichen Resultate bzw. an irgendwelche veränderten Ereignisse, Bedingungen, Annahmen oder sonstige Faktoren anzupassen.

Die komplette Pressemitteilung können Sie über folgenden Link herunterladen: http://news.merck.de/N/0/F559F3C0250E6E6EC12577C70049521A/$File/Q32010Deu.pdf

Merck KGaA

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 7,7 Mrd EUR im Jahr 2009, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die rund 40.000 Mitarbeiter (inklusive Merck Millipore) in 64 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

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