Merck Q2/2010: Ergebnis nach Steuern legt um 70% auf 187 Mio EUR zu

(PresseBox) (Darmstadt, ) .
- Gesamterlöse stiegen um 16% auf Rekordsumme von 2,2 Mrd EUR
- Rebif®-Umsatz kletterte um 4% auf 402 Mio EUR
- Erbitux®-Umsatz nahm um 23% auf Rekordniveau von 210 Mio EUR zu
- Rekord: Gesamterlöse Liquid Crystals legten um 50% auf 284 Mio EUR zu
- 2010 Prognose für Merck inkl. Millipore: Operatives Ergebnis steigt um 90%

Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe stiegen im 2. Quartal 2010 gegenüber Vorjahr um 16 % von 1.910 Mio EUR auf ein Rekordhoch von 2.208 Mio EUR. Zu diesem Anstieg trugen das herausragende Wachstum der Chemiesparten und die ebenfalls wesentlichen Zuwächse der Pharmasparten bei. Im 1. Halbjahr 2010 nahmen die Gesamterlöse der Gruppe um 14% auf 4.307 Mio EUR zu.

Bei konstanten Herstellungskosten und steigenden Gesamterlösen verbesserte sich das Bruttoergebnis von 1.392 Mio EUR im Vorjahresquartal um 22% auf 1.691 Mio EUR im Berichtsquartal.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen mit 339 Mio EUR im 2. Quartal 2010 in etwa auf Vorjahresniveau (341 Mio EUR). Mehr als 87% dieser Summe wurde in die Sparte Merck Serono investiert, die gerade eine Vielzahl an Studien in der letzten, teuren Prüfphase vor möglicher Vermarktung durchführt. Im 1. Halbjahr 2010 nahmen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 5,0% auf 686 Mio EUR zu. Die hauptsächlich im Rahmen der Akquisition von Serono im Jahr 2007 angefallenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte lagen im 2. Quartal 2010 nahezu unverändert bei 146 Mio EUR.

Infolge der gesteigerten Gesamterlöse und des verbesserten Bruttoergebnisses erhöhte sich das Operative Ergebnis im 2. Quartal deutlich um 77% auf 326 Mio EUR verglichen mit 184 Mio EUR im Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2010 verbesserte sich das Operative Ergebnis um 62% auf 621 Mio EUR. Das bereinigte Operative Ergebnis der Merck-Gruppe, welches Seronobezogene Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte ausschließt, stieg im 2. Quartal 2010 verglichen mit dem Vorjahresquartal um 42% auf 469 Mio EUR.

Die Umsatzrendite der Gruppe (ROS: Operatives Ergebnis / Gesamterlöse) verbesserte sich von 9,7% im Vorjahresquartal auf 14,8% im Berichtsquartal. Die bereinigte Umsatzrendite der Merck-Gruppe (Core ROS: Operatives Ergebnis ohne Seronobezogene Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte / Gesamterlöse) fiel mit 21,3% im 2. Quartal 2010 höher aus als im Vorjahr (17,3%).

Merck buchte im 2. Quartal 2010 Sondermaßnahmen in Gesamthöhe von -1,2 Mio EUR aufgrund einer Nachzahlung bezüglich des Verkaufs des Elektronikchemikalien-Geschäftes im Jahr 2005. Im 2. Quartal 2009 gab es keine Sondermaßnahmen, so dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im 2. Quartal 2010 um 76% von 184 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 325 Mio EUR stieg. Mit 620 Mio EUR konnte Merck das EBIT im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zu 314 Mio EUR im Vorjahr fast verdoppeln.

Aufgrund von Zinszahlungen im Rahmen der Finanzierung der Millipore-Transaktion fiel das Finanzergebnis von Merck im 2. Quartal mit -78 Mio EUR gegenüber Vorjahr mehr als doppelt so hoch aus. Für das 1. Halbjahr 2010 belief sich das Finanzergebnis auf -117 Mio EUR. Im Vergleichszeitraum 2009 hatte es -71 Mio EUR betragen.

Das Ergebnis vor Steuern der Merck-Gruppe stieg im Berichtsquartal um 67% von 148 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 247 Mio EUR. Im 1. Halbjahr 2010 hat sich das Ergebnis vor Steuern auf 503 Mio EUR mehr als verdoppelt. Die Steuerquote vor Sondermaßnahmen von Merck belief sich im 2. Quartal 2010 auf 24,2% gegenüber 25,9% im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im 2. Quartal von 110 Mio EUR im Vorjahr um 70% auf 187 Mio EUR und im 1. Halbjahr 2010 um mehr als das Doppelte auf 381 Mio EUR (von 170 Mio EUR im Vorjahreszeitraum).

Der Free Cash Flow lag im 2. Quartal 2010 bei 356 Mio EUR, im Vorjahresquartal bei 79 Mio EUR. Dies liegt hauptsächlich an dem besseren Ergebnis und niedrigeren Steuerzahlungen. Im 1. Halbjahr verbesserte sich der Free Cash Flow von 243 Mio EUR im Vorjahr auf 551 Mio EUR.

Zum Stichtag 30. Juni 2010 beschäftigte Merck weltweit 34.003 Mitarbeiter, 941 mehr als zum Ende des Geschäftsjahres 2009 (33.062). Ein Großteil dieses Anstiegs ist auf die Erweiterung des Geschäfts in China zurückzuführen.

Sparten der Merck-Gruppe

Die Gesamterlöse des Unternehmensbereichs Pharma stiegen im 2. Quartal 2010 um 9,9% auf 1.564 Mio EUR und im 1. Halbjahr 2010 um 8,2% auf 3.079 Mio EUR. Der Unternehmensbereich erzielte 71% der Gesamterlöse und 49% des Operativen Ergebnisses der Merck-Gruppe ohne das Segment Konzernkosten und Sonstiges. Das Operative Ergebnis dieses Unternehmensbereichs stieg im 2. Quartal 2010 um 17% auf 158 Mio EUR und im 1. Halbjahr um 6,0% auf 338 Mio EUR.

Die Sparte Merck Serono steigerte im Berichtsquartal ihre Gesamterlöse um 10% von 1.319 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 1.451 Mio EUR. Getragen wurde das starke Wachstum von den zwei umsatzstärksten Produkten der Sparte, Rebif® und Erbitux®. Nach Regionen betrachtet stiegen die Umsatzerlöse am deutlichsten in China, Japan und Lateinamerika. Positive Währungseffekte in Höhe von 3,6% trugen ebenfalls zum Zuwachs bei. Im Halbjahr erzielte Merck Serono mit 2.857 Mio EUR Gesamterlösen 8,5% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die weltweiten Umsatzerlöse von Rebif zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) wuchsen im 2. Quartal um 4,0% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 402 Mio EUR. Im 1. Quartal 2010 waren leicht höhere Erlöse von 429 Mio EUR gebucht worden. Dies war darauf zurückzuführen, dass Großhändler in den USA im März zu ihrem Quartalsbedarf einen Extravorrat an Rebif und anderen Produkten für weitere 20 Tage erhalten hatten. Hintergrund war eine Softwareumstellung bei EMD Serono, der US-Tochter von Merck, im April verbunden mit ausbleibenden Lieferungen während dieser Zeit.

Die Umsatzerlöse des zielgerichteten Krebstherapeutikums Erbitux setzten ihren Aufwärtstrend fort und erreichten im 2. Quartal 2010 mit einem Plus von 23% die Rekordsumme von 210 Mio EUR. Im 1. Quartal 2010 war bereits ein Umsatzzuwachs um 19% auf 192 Mio EUR erzielt worden. Gonalf®, ein rekombinantes Hormon zur Therapie von Unfruchtbarkeit, erzielte im 2. Quartal ein Umsatzwachstum von 6,9% auf 122 Mio EUR. Die Umsatzerlöse des rekombinanten Wachstumshormons Saizen® stiegen im 2. Quartal um 21% auf 58 Mio EUR. Die Quartalsumsätze der Arzneimittel für die Allgemeinmedizin betrugen: Concor®-Produktfamilie: -3,2% auf 108 Mio EUR, Glucophage®-Produktfamilie: +3,9% auf 81 Mio EUR, Schilddrüsenpräparate wie Euthyrox®: +21% auf 47 Mio EUR.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) von Merck Serono sanken im Berichtsquartal verglichen mit etwas höheren Ausgaben im Vorjahresquartal (302 Mio EUR) um 2,0% auf 296 Mio EUR. Im 1. Halbjahr 2010 buchte Merck um 4,6% höhere F&E-Aufwendungen von 601 Mio EUR. Damit bewegen sich die F&E-Aufwendungen der Sparte weiterhin knapp oberhalb von 20% ihrer Gesamterlöse, was an der hohen Anzahl kostenintensiver Studien der letzten Phase der klinischen Prüfung liegt.

Ende Juli hat die USamerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) den eingereichten Zulassungsantrag (NDA - New Drug Application) für Cladribin-Tabletten als Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) angenommen. Dem Antrag wurde so genannter 'Priority Review'-Status eingeräumt, d.h., der Zeitraum, in dem der Antrag geprüft wird, verkürzt sich von den sonst üblichen zehn Monaten auf sechs. Bereits Mitte Juli erhielt Cladribin unter dem Handelsname Movectro® als weltweit erstes orales Mittel die Marktzulassung zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose in Russland.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation für Serono im Jahr 2007 lagen im 2. Quartal 2010 gleichbleibend zum Vorjahresquartal bei 143 Mio EUR. Trotz höherer Marketing- und Vertriebskosten führte das verbesserte Bruttoergebnis der Sparte zu einer Steigerung des Operativen Ergebnisses im Berichtsquartal um 31% auf 164 Mio EUR. Im 1. Halbjahr 2010 erhöhte sich das Operative Ergebnis um 14% auf 342 Mio EUR.

Die Umsatzrendite (ROS) von Merck Serono betrug im 2. Quartal 11,3% gegenüber 9,5% im Vorjahresquartal. Die bereinigte Umsatzrendite (Core ROS), die gemäß Definition von Merck Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte in Zusammenhang mit Serono ausschließt, erhöhte sich von 20,6% im Vorjahresquartal auf 21,1% im 2. Quartal 2010.

Die Gesamterlöse der Sparte Consumer Health Care stiegen im 2. Quartal 2010 trotz negativer Währungseffekte in Höhe von 2,6% um 9,4% auf 114 Mio EUR. Großbritannien war der einzige wichtige Markt der Sparte, der einen Rückgang der organischen Umsätze verzeichnete. Die Aufwendungen der Sparte für Marketing und Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im 2. Quartal abermals im Zuge der fortgesetzten Fokussierung der Sparte auf ihre strategischen Marken als Wachstumstreiber. Das Operative Ergebnis der Sparte von -5,4 Mio EUR im Berichtsquartal erklärt sich vor dem Hintergrund anhaltend hoher Ausgaben für Marketing und Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung, des Brandes bei Seven Seas in Großbritannien und der weiterhin bestehenden Auswirkungen der Währungsabwertung in Venezuela. Im 1. Halbjahr fiel das Operative Ergebnis mit -3,9 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr um 22 Mio EUR niedriger aus. Die Umsatzrendite (ROS) ging im 2. Quartal 2010 von 10% im Vorjahresquartal auf -4,8% zurück.

Die Gesamterlöse des Unternehmensbereichs Chemie stiegen im 2. Quartal um 32% auf 644 Mio EUR und legten im ersten Halbjahr um 33% auf 1.228 Mio EUR zu. Das Bruttoergebnis verbesserte sich im 2. Quartal um 79% auf 394 Mio EUR, da Produktionskosten sanken. Das Operative Ergebnis des Unternehmensbereichs Chemie konnte sich im Berichtsquartal verglichen mit einem außergewöhnlich niedrigen Vorjahreswert von 70 Mio EUR auf 166 Mio EUR mehr als verdoppeln. Im 1. Halbjahr 2010 hat sich das Operative Ergebnis mit 333 Mio EUR gegenüber dem sehr niedrigen Vorjahreswert von 107 Mio EUR mehr als verdreifacht. Der Unternehmensbereich Chemie erzielte im 2. Quartal 29% der Gesamterlöse und 51% des Operativen Ergebnisses der Merck-Gruppe ohne das Segment Konzernkosten und Sonstiges.

ie Gesamterlöse der Sparte Liquid Crystals setzten im 2. Quartal ihren Aufwärtstrend fort und erreichten mit einem Zuwachs von 50% Rekorderlöse von 284 Mio EUR (Vorjahresquartal: 189 Mio EUR). Im 1. Halbjahr 2010 stiegen die Gesamterlöse um 63% auf 523 Mio EUR. Positive Währungseffekte trugen mit 13% zu diesem Zuwachs bei, doch der Hauptanteil von 37% entfiel auf die steigende Nachfrage nach High-Tech-Flüssigkristallen von Merck. So bieten die Flüssigkristalle auf Basis der patentgeschützten PS-VA (Polymer Stabilized Vertical Alignment)-Technologie eine bessere Qualität von bewegten Bildern, schnellere Schaltzeiten, höheren Kontrast und stärkere Helligkeit bei geringerem Energieverbrauch. Diese Eigenschaften werden von den Herstellern der neuen Fernsehgeräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung bevorzugt.

Trotz der höheren Mengen sanken die Stückkosten im Berichtsquartal aufgrund der höheren Effizienz und besseren Auslastung von Kapazitäten. Vor diesem Hintergrund hat sich das Bruttoergebnis im 2. Quartal 2010 von 88 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 204 Mio EUR mehr als verdoppelt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im 2. Quartal 2010 um 2,3% auf 23 Mio EUR. Die Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen ebenfalls im Berichtsquartal.

Mit 151 Mio EUR konnte das Operative Ergebnis der Sparte Liquid Crystals dennoch nahezu verdreifacht werden, was auf die starke Nachfrage und hohe Qualität der Produkte zurückzuführen ist. Das Vergleichsquartal 2009 wies mit 52 Mio EUR ein sehr niedriges Ergebnis aus. Im 1. Halbjahr 2010 verbesserte sich das Operative Ergebnis um das Vierfache von 64 Mio EUR in 2009 auf 263 Mio EUR. Die Umsatzrendite (ROS) fiel im Berichtsquartal mit 53,2% entsprechend höher aus als im Vorjahresquartal (27,4%). Dies traf auch auf die Halbjahresrendite zu, die 2010 bei 50,3% lag gegenüber 20,1% in 2009.

Die Gesamterlöse der Sparte Performance & Life Science Chemicals stiegen im 2. Quartal 2010 um 21% auf 360 Mio EUR und übertrafen damit das bisherige Rekordniveau des 1. Quartals 2010. Das organische Wachstum der Gesamterlöse belief sich auf 12% und wurde zusätzlich durch einen positiven Währungseffekt in Höhe von 7,4% erhöht. Im 1. Halbjahr 2010 legten die Gesamterlöse um 17% auf 705 Mio EUR zu. Alle drei Geschäftseinheiten der Sparte und alle Regionen trugen zu diesem Erfolg bei.

Das Wachstum beruht hauptsächlich auf dem höheren Auftragsvolumen. Dementsprechend sind die Produktionskapazitäten voll ausgelastet und der Lieferrückstand wird in einigen Bereichen größer. Da die Produktionskosten kaum höher ausfielen als im Vorjahr, verbesserte sich das Bruttoergebnis im Berichtsquartal um 44% auf 189 Mio EUR. Da die Gesamterlöse und das Bruttoergebnis stärker stiegen als die Ausgaben, konnte sich das Operative Ergebnis der Sparte im 2. Quartal von 18 Mio EUR im Vorjahr auf 47 Mio EUR mehr als verdoppeln. Im 1. Halbjahr 2010 belief sich das Operative Ergebnis auf 102 Mio EUR und war damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum (42 Mio EUR). Die Umsatzrendite (ROS) steigerte sich dementsprechend von 6,0% im Vorjahr auf 13,1% im Berichtsquartal. Der Halbjahres-Umsatzrendite belief sich 2010 auf 14,5% im Vergleich zu 7,0% in 2009.

Millipore Corporation

Am 14. Juli 2010 vollzog Merck die Akquisition von Millipore, einem führenden USamerikanischen Life-Science-Unternehmen mit Firmensitz in Billerica, Massachusetts. Der aggregierte Kaufpreis inklusive Schulden und Barbeständen betrug 5,2 Mrd EUR (7,0 Mrd USD). Ab dem 3. Quartal wird Millipore mit dem Großteil der Sparte Performance & Life Science Chemicals zur neuen Sparte Merck Millipore zusammengeführt. Die neue Sparte wird die drei Geschäftseinheiten Bioscience, Lab Solutions und Process Solutions umfassen.

Im 1. Quartal wurden Transaktionskosten in Höhe von 23,7 Mio EUR im Segment Konzernkosten und Sonstiges gebucht. Die Transaktionskosten wurden im 2. Quartal 2010 zusammen mit den in diesem Quartal angefallenen 8,5 Mio EUR der neuen Sparte Merck Millipore zugeordnet.

Im Folgenden sind die Kennzahlen von Millipore zum Quartalsschluss zum 3. Juli 2010 zusammengefasst:

Im 2. Quartal stiegen Millipores Gesamterlöse um 12% auf 458 Mio USD. Organisch wuchs Millipore 14%, negative Währungseffekte schmälerten dieses Wachstum um 2%. Aufgegliedert nach Sparten und bereinigt um Währungseffekte lag das organische Wachstum der Gesamterlöse der Sparte Bioprocess bei 18% und der Sparte Bioscience bei 7% gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen buchte einen Zuwachs von 24% beim Non-GAAP-Ergebnis aus dem operativen Geschäft und einen 75% höheren Free Cash Flow als im Vergleichsquartal 2009.

Die Sparte Bioprocess profitierte in allen geographischen Regionen von der gesteigerten und zum Teil vorgezogenen Produktion von Vakzinen und monoklonalen Antikörpern durch ihre Kunden. Positiv beeinflusst wurde die Sparte Bioscience mit ihren Produkten für die Laborforschung außerdem durch starke Nachfrage seitens der akademischen Forschung sowie der gesunden Investitionslage von Schlüsselkunden der Pharmabranche. Nach Regionen betrachtet wuchsen die organischen Gesamterlöse von Millipore in Nord- und Südamerika um 12%, in Asien um 27% und in Europa um 9%.

Prognose 2010 angehoben

Die Gesamterlöse und das Operative Ergebnis der Merck-Gruppe zeigten im 1. Halbjahr 2010 eine äußerst positive Entwicklung und alle Zeichen stehen auf Fortsetzung des Aufwärtstrends, so dass das 2. Halbjahr das erste übertreffen sollte. Die Sparten des Unternehmensbereichs Chemie verzeichneten im 2. Quartal einen ausgezeichneten Geschäftsverlauf und sollten dies im verbleibenden Geschäftsjahr wiederholen können.

Mit der Akquisition von Millipore am 14. Juli ändert sich die Prognose von Merck. Auch wenn wir noch in der Anfangsphase stecken, will das Unternehmen frühzeitig einen Ausblick auf die erwarteten Entwicklungen im verbleibenden Geschäftsjahr geben. Deshalb erfolgt an dieser Stelle auch eine Prognose für das Gesamtjahr 2010 unter Berücksichtigung der im 2. Halbjahr für Millipore erwarteten Gesamterlöse von 670 Mio EUR und eines bereinigten Operativen Ergebnisses von 165 Mio EUR. Unbereinigt um die außerplanmäßigen Abschreibungen auf eine Höherbewertung der Vorräte, die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie die Transaktions- und Integrationskosten, die nach Schätzung des Unternehmens in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten sind, wird für Millipore im 2. Halbjahr 2010 mit einem Operativen Ergebnis von -40 Mio EUR gerechnet. Die vorgenannten Posten, die mit der Akquisition von Millipore in Zusammenhang stehen, wurden kurz nach Abschluss der Transaktion identifiziert und müssen im 3. Quartal, in dem erstmals die Konsolidierung von Millipore erfolgt, adjustiert werden.

Die in diesem Dokument angegebenen Informationen können "zukunftsgerichtete Aussagen" enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen können durch Worte wie "erwarten", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "werden" bzw. entsprechende Begriffe mit ähnlicher Bedeutung identifiziert werden. Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, sind jedoch nicht beschränkt auf Aussagen zum erwarteten künftigen Geschäftsverlauf von Merck. Die Aussagen beruhen auf aktuellen Erwartungen des Managements der Merck KGaA und E. Merck KG und sind von Natur aus mit Unsicherheiten und mit sich verändernden Umständen verbunden. Faktoren, die dafür sorgen können, dass die tatsächlichen Resultate erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Ergebnissen abweichen, können sich auf Veränderungen der globalen, politischen, wirtschaftlichen, geschäftlichen, wettbewerbsspezifischen, marktrelevanten und regulatorischen Kräfte beziehen. Merck KGaA und E. Merck KG übernehmen keinerlei Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen an die tatsächlichen Resultate bzw. an irgendwelche veränderten Ereignisse, Bedingungen, Annahmen oder sonstige Faktoren anzupassen.

Merck KGaA

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 7,7 Mrd EUR im Jahr 2009, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die rund 40.000 Mitarbeiter (inklusive Merck Millipore) in 64 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

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