Frühzeitiges Schrumpfen des Tumors durch Erbitux-Erstlinientherapie führt zum bisher längsten medianen Überleben bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp Tumoren

Daten wurden während der 35th ESMO Congress Poster Presentation II am 10. Oktober 2010 von Professor H Piessevaux vorgestellt: 'Early tumor shrinkage for the prediction of efficacy of cetuximab in metastatic colorectal cancer (MCRC): analysis from the CRY

(PresseBox) (Mailand / Darmstadt, ) .
- Weitere Analysen der CRYSTALa-Studie zeigen ein beeindruckendes medianes Gesamtüberleben von 28,3 Monaten bei Patienten, bei denen ein frühzeitiges Schrumpfen des Tumors beobachtet werden konnte
- Dieses Ergebnis bestätigt den Nutzen von Erbitux als erste Wahl in der Erstlinientherapie

Neue Ergebnisse, die die Merck KGaA heute auf der 35. Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) präsentiert hat, zeigen, dass Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) und KRAS-Wildtyp-Tumoren, bei denen während einer Erbitux (Cetuximab)-basierten Erstlinientherapie ein frühzeitiges Schrumpfen des Tumors (innerhalb von acht Wochen) beobachtet werden konnte, im Median 28,3 Monate lebten.1 Im Chemotherapie-Arm, in dem das mediane Überleben 21 Monate nicht überschritt, konnte ein Zusammenhang zwischen frühzeitiger Tumorschrumpfung und dem Langzeitüberleben nicht festgestellt werden.

"Diese neuen Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Tumorschrumpfung unter der personalisierten Therapie mit Erbitux mit einem signifikant verbesserten Überleben korreliert", stellte der Studienleiter, Eric Van Cutsem, Professor für Medizin und Onkologie des Gastrointestinaltraktes am Universitätsklinikum Gasthuisberg in Leuven, Belgien, fest. "Das Schrumpfen des Tumors ist wichtig, um die Symptome zu lindern und entscheidend dafür, die Chancen einer kurativen Operation zu erhöhen. Die neuen Ergebnisse weisen sogar darauf hin, dass ein frühzeitiges Schrumpfen des Tumors ein Indikator für verlängertes Überleben bei Behandlung mit Erbitux sein könnte."

Die Phase-III-Studie CRYSTAL hatte zuvor gezeigt, dass mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren, die Erbitux erhielten, ein medianes Überleben von 23,5 Monaten erreichten.2 Die neuen Ergebnisse, die aus einer weiteren Analyse der Studiendaten stammen, belegen, dass Patienten, bei denen eine frühzeitige Tumorschrumpfung beobachtet werden konnte, im Mittel 28,3 Monate lebten.1 Eine frühzeitige Tumorschrumpfung wurde als eine Verkleinerung des Tumors um mindestens 20% innerhalb von acht Wochen definiert.

"Mit Erbitux-basierten Therapien konnte stets ein eindrucksvolles Schrumpfen des Tumors erreicht werden. Der Zusammenhang zwischen frühzeitiger Tumorschrumpfung und Langzeitüberleben scheint spezifisch für Erbitux zu sein, da dieser bisher für keine andere mCRC-Therapie berichtet wurde", sagte Dr. Wolfgang Wein, Executive Vice President, Onkologie der Sparte Merck Serono. "Diese Ergebnisse haben das Potenzial, Erbitux als erste Wahl für die Erstlinientherapie bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren zu etablieren."

Weitere Neuigkeiten von Merck Serono beim ESMO 2010 Unter www.globalcancernews.com erfahren Sie weitere Neuigkeiten zu Erbitux beim ESMO 2010.

a CRYSTAL: Cetuximab combined with iRinotecan in first-line therapY for metaSTatic colorectAL cancer

Erbitux

Erbitux ist der erste monoklonale Antikörper vom Typ IgG1, der hochwirksam und gezielt den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) blockiert. Als monoklonaler Antikörper unterscheidet sich Erbitux in seiner Wirkweise von nicht selektiven Standardchemotherapien dadurch, dass er spezifisch an den EGFR bindet. Durch diese Bindung werden die Aktivierung des Rezeptors und das nachgeschaltete Signalleitungssystem gehemmt, wodurch sowohl die Invasion der Tumorzellen in gesundes Gewebe als auch die Ausbreitung der Tumore in neue Körperregionen (Metastasierung) vermindert werden. Darüber hinaus wird angenommen, dass es die Fähigkeit der Tumorzellen, die durch Chemo- und Strahlentherapie verursachten Schäden zu reparieren, sowie die Ausbildung neuer Blutgefäße in den Tumoren verringert, was zu einer generellen Hemmung des Tumorwachstums zu führen scheint.

Als häufigste Nebenwirkung tritt bei Behandlung mit Erbitux ein akneartiger Hautausschlag auf, der wiederum mit einem guten Ansprechen auf die Therapie zu korrelieren scheint. Bei etwa 5% aller Patienten können unter der Behandlung mit Erbitux Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten; etwa die Hälfte dieser Reaktionen ist schwerwiegend.

Erbitux ist bereits in 80 Ländern zugelassen. Es ist für die Behandlung des Kolorektalkarzinoms in 80 Ländern zugelassen und für die Behandlung von Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses (SCCHN) in 77 Ländern:
- Dezember 2003 (Schweiz), Februar 2004 (USA), Juni 2004 (EU), gefolgt von weiteren Ländern: Zulassung für die Kombinationsbehandlung mit Irinotecan bei Patienten mit EGFR-exprimierendem, metastasiertem Kolorektalkarzinom, die auf eine vorherige irinotecanhaltige Therapie nicht mehr ansprachen. Zudem kann Erbitux in weiteren Ländern auch als Monotherapie eingesetzt werden.
- April 2006 (EU), gefolgt von weiteren Ländern: Zulassung für die Kombinationsbehandlung mit einer Strahlentherapie von lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses (SCCHN). In weiteren Ländern ist Erbitux auch als Monotherapie bei Patienten mit rezidivierten und/oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses zugelassen, die auf eine vorherige Chemotherapie nicht mehr angesprochen haben.
- Juli 2008 (EU): Ausweitung der Zulassung auf die Behandlung von Patienten mit EGFR-(epidermal growth factor receptor)-exprimierendem, metastasiertem kolorektalen Karzinom mit KRAS-Wildtyp-Tumoren in Kombination mit Chemotherapie. Darüber hinaus kann Erbitux auch als Monotherapie für Patienten, die auf eine vorausgegangene oxaliplatin- und irinotecanbasierte Chemotherapie nicht angesprochen hatten und die eine Intoleranz gegen Irinotecan aufweisen.
- Juli 2008 (Japan): Zulassung für eine Kombinationstherapie mit Irinotecan bei Patienten mit EGFR-exprimierendem, metastasiertem kolorektalen Karzinom, die auf eine vorausgegangene irinotecanbasierte Therapie nicht angesprochen hatten.
- November 2008 (EU): Ausweitung der Zulassung auf die Kombinationsbehandlung mit einer platinbasierten Standardchemotherapie bei Patienten mit rezidivierten und/oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses.
- März 2010 (Japan): Ausweitung der Zulassung auf die Kombinationsbehandlung mit Chemotherapie in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR)-exprimierendem, kurativ nicht resezierbarem (inoperablem), fortgeschrittenem oder rezidivierendem Kolorektalkarzinom (mCRC) vom KRAS-Wildtyp.

Merck hat die Vermarktungsrechte für Erbitux außerhalb der USA und Kanada 1998 in Lizenz von ImClone LLC, einer hundertprozentigen Tochter von Eli Lilly and Company erworben. In Japan wird Erbitux gemeinsam von ImClone Systems, Bristol-Myers Squibb Company und Merck entwickelt und vermarktet. Merck hat sich dem Ziel einer Förderung der Onkologie-Therapie verschrieben und untersucht derzeit neuartige therapeutische Ansätze in hoch spezifischen Bereichen, beispielsweise die Anwendung von Erbitux bei Kolorektalkarzinomen, Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses sowie nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom. Außerdem hat Merck die Rechte an der Krebstherapie UFT® (Tegafururacil) erworben - einer oralen Chemotherapie, die mit Folinsäure (FA) zur Erstlinientherapie von metastasierten Kolorektalkarzinomen eingesetzt wird.

Merck untersucht außerdem neben anderen Krebstherapien die Anwendung von Stimuvax® (liposomaler Krebsimpfstoff BLP25) in der Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms. Im September 2004 hat dieser Impfstoff von der FDA den Fast-Track-Status erhalten. Merck hat die weltweiten Exklusiv-Lizenzrechte von Oncothyreon Inc., Seattle, Washington, USA erworben.

Zudem entwickelt Merck Cilengitide, der erste einer neuen Gruppe von experimentellen Krebstherapien, der sogenannten Integrininhibitoren, der die Phase III in der Entwicklung erreicht hat. Momentan wird der Einsatz von Cilengitide in der Behandlung von Glioblastomen, SCCHN und NSCLC untersucht. Man nimmt an, dass Integrininhibitoren über Angriffspunkte im Tumor und dessen Blutgefäßen wirken.

Merck KGaA

Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 7,7 Mrd € im Jahr 2009, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die rund 40.000 Mitarbeiter (inkl. Merck Millipore) in 64 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. 1917 wurde die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. enteignet und ist seitdem ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

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