Junger Schwede erster Patient in frisch renoviertem Zimmer der MHH-Kinderklinik Lions Club Hannover Herrenhausen organisiert 6000 Euro-Spende

17-Jähriger bekam Lunge in Hannover transplantiert / Schwedische Ärzte hatten um Hilfe gebeten / Fototermin am 25. Juni um 15 Uhr

(PresseBox) (Hannover, ) In hellen Farben gestrichen, mit neuem Mobiliar und einem bequemen Bett für eine Begleitperson ausgestattet: Dank einer vom Lions Clubs Hannover Herrenhausen organisierten Spende in Höhe von 6000 Euro hat die Klinik für Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein Patientenzimmer renovieren können. Die Firma Möbel Staude aus Hannover führte die Planungen und den Einbau kostenlos durch. Erster Patient in dem Zimmer auf der Station 61B ist der 17-jährige David Braxell aus Schweden. Er hat an der MHH eine Lunge transplantiert bekommen. Die Ärzte in seinem Heimatland hatten eine Operation als zu riskant eingestuft.

Das neue Zimmer und seinen ersten Patienten wollen wir Medienvertretern vorstellen am

Donnerstag, 25. Juni 2009
um 15 Uhr
in der MHH-Kinderklinik, Station 61B, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover (Treffpunkt am Haupteingang der Kinderklinik).

Klinikdirektorin Professorin Dr. Gesine Hansen hatte im vergangenen Jahr bei den Lions einen Vortrag über die Arbeit der Pädiatrischen Pneumologie mit dem Schwerpunkt Mukoviszidose gehalten. Da die jungen Patienten meist sehr lange im Krankenhaus bleiben müssen, ist es auf dieser Station besonders wichtig, ein angenehmes Ambiente und eine bequeme Unterbringungsmöglichkeit für ein Elternteil im Zimmer zu schaffen. "Wir haben sofort überlegt, wie wir helfen können", erinnert sich Dr. Philipp von Bergmann-Korn, Öffentlichkeitsbeauftragter des Lions Club Hannover Herrenhausen. Professorin Hansen ist über die Spende besonders glücklich und bedankt sich bei den Lions: "Wir sind auf solche Spenden angewiesen, um den schwer kranken Kindern und Jugendlichen den Aufenthalt ein bisschen angenehmer gestalten zu können. Mit Ihrer Spende hat uns der Lions Club sehr geholfen."

Als erster Patient war David Braxell am 5. Mai in das Zimmer gezogen. Am 7. Juni hat er eine Lunge transplantiert bekommen. Professor Dr. Martin Strüber aus der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie hatte im Januar bei einem Kongress in der Schweiz von Davids Krankengeschichte erfahren. Der Jugendliche leidet seit seiner Geburt an der unheilbaren Erbkrankheit Mukosviszidose, einer Stoffwechselerkrankung, die zumeist die Atemorgane schädigt. Für viele Kinder in fortgeschrittenen Stadien ist eine Lungentransplantation die einzig verbleibende Therapieoption.

Bei David erschwerten anatomische Besonderheiten des Blutkreislaufs - so genannte Umgehungskreisläufe - eine Transplantation. Sie ließen den Medizinern in Schweden eine Operation als zu riskant erscheinen. "Die Operation war sicher riskant, aber nicht unmöglich", sagt Professor Strüber, "und es war Davids einzige Chance." Daher entschlossen sich die Ärzte aus der Klinik von Professor Dr. Axel Haverich eine Lunge zu transplantieren. Dabei kamen ihnen die Erfahrungen von mehr als 1000 Lungentransplantationen zugute, die in Hannover - einem der weltweit größten Zentren für derartige Transplantationen - bereits durchgeführt worden sind.

Eigentlich sollte die Transplantation schon im Herbst vergangenen Jahres in Schweden vorgenommen werden", erinnert sich Davids Mutter, Kerstin Braxell. Doch dann wurden die Komplikationen entdeckt. "Als wir Anfang Mai nach Hannover kamen, dachten wir zunächst, es handele sich nur um ein paar Routineuntersuchungen." Die MHH-Ärzte setzen David wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes aber sofort auf die Liste der dringlichen Fälle - vier Wochen später hatte Eurotransplant ein passendes Organ gefunden.

David und Kerstin Braxell sind den MHH-Medizinern dankbar. "Die Chirurgen hier sind viel viel erfahrener als ihre Kollegen in Schweden", meint die Mutter. Schon vier Tage nach der Transplantation konnte David wieder in sein Zimmer auf der Station 61B umziehen. Jetzt freut er sich auf sein Zuhause, auf seine beiden Brüder, den Vater und die Freunde. "Und besonders auf unser Sommerhaus am Wasser und darauf, dass ich selbst wieder Autofahren kann", sagt der 17-Jährige. Voraussichtlich in der kommenden Woche kann er die Heimreise antreten.

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