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Medigene stärkt DC-Plattform durch Patent zur Behandlung von Empfängern von Stammzell- oder Knochenmarktransplantationen

(PresseBox) (Planegg/Martinsried, ) Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard), ein Immunonkologie-Unternehmen mit klinischen Entwicklungsprojekten fokussiert auf die Entwicklung T-Zell-gerichteter Therapieplattformen zur Bekämpfung von Krebs, gibt die Erteilung des Patents US9.238.063 durch das US-Patentamt (USPTO) bekannt, welches semi-allogene Antitumor-Impfstoffe mit HLA[1]-haploidentischen Antigen-präsentierenden Zellen (APCs) beschreibt. Medigene hält eine exklusive Lizenz für dieses Patent, das dem Helmholtz Zentrum München (Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt) erteilt wurde.

Prof. Dolores Schendel, Vorstandsvorsitzende und CSO der Medigene AG und Miterfinderin des Patents, führt dazu aus: "Dieses Patent vergrößert den Anwendungsbereich für Medigenes DC-Vakzine und ergänzt das bestehende IP-Portfolio für die DC-Vakzine, das bereits erteilte Patente in Europa, Australien und den USA umfasst. Es ist möglicherweise von großem Nutzen für die Immuntherapie von Patienten, die von Eltern, Geschwistern oder Kindern gespendete Stammzell- oder Knochenmarktransplantationen erhalten haben."

Falls für den Empfänger einer Stammzell- oder Knochenmarkspende kein HLA-identischer Spender zur Verfügung steht, werden mittlerweile gesunde Verwandte des Patienten als die besten potenziellen Spender herangezogen. Diese Spender sind zumindest HLA-haploidentisch in Bezug auf den Patienten, was bedeutet, dass mindestens 50% der MHC/HLA-Moleküle des Spenders mit den MHC/HLA-Molekülen des Patienten identisch sind.

Derzeit gibt es nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit bösartigen Blutkrebserkrankungen, die nach einer Stammzell- und Knochenmarktransplantation einen Rückfall erleiden. Das Patent US9.238.063 beansprucht ein Verfahren zur Behandlung einer Tumorerkrankung in Patienten unter Verwendung semi-allogener Antigen-präsentierender Zellen (APCs) eines HLA-haploidentischen Spenders. Die APCs werden mittels des Verfahrens so modifiziert, dass sie tumorspezifische Antigene exprimieren und auf ihrer Oberfläche T-Zellen des Patienten präsentieren. Dies führt zu einer Immunreaktion gegen die verbliebenen Tumorzellen des Patienten.

Über Medigenes DC-Impfstoff-Programm: Die Plattform zur Entwicklung von antigen-spezifischen DC-Vakzinen der neuen Generation bildet die am weitesten fortgeschrittene Plattform der drei hochinnovativen, sich ergänzenden Immuntherapie-Plattformen von Medigene Immunotherapies. Derzeit testet Medigene ihrer DC-Vakzine in einer unternehmenseigenen klinischen Phase I/II-Studie zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML). Weitere Studien, die Medigenes DC-Impfstoff-Technologien verwenden, werden in Form von zwei klinischen Prüfarzt-initiierten Studien (IITs) durchgeführt: Eine klinische Phase I/II-Studie zur Behandlung akuter myeloischer Leukämie (AML) läuft am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München und eine klinische Phase II-Studie zur Behandlung von Prostatakrebs an der Universitätsklinik Oslo. Darüber hinaus werden im Rahmen von Compassionate Use Patienten mit DC-Vakzinen am Institut für Zelluläre Therapie des Universitätsklinikums Oslo behandelt.

Dendritische Zellen (englisch: Dendritic Cells, DC) gelten als die potentesten Antigen-präsentierenden Zellen des menschlichen Immunsystems. Ihre Aufgabe besteht in der Aufnahme, Prozessierung und Präsentation von Antigenen auf ihrer Zelloberfläche, wodurch sie antigen-spezifische T-Zellen aktivieren und somit zur Reifung und Teilung anregen können. Die T-Zellen werden dadurch in die Lage versetzt, Antigen-tragende Tumorzellen zu erkennen und zu eliminieren. Ebenso können natürliche Killerzellen (NK-Zellen) durch dendritische Zellen zur Tumorerkennung aktiviert werden. Das Team von Medigene Immunotherapies GmbH hat neue, schnelle und wirksame Verfahren entwickelt, um dendritische Zellen im Labor so zu generieren, dass diese T-Zellen wie auch NK-Zellen aktivieren können. Dabei werden die dendritischen Zellen aus autologen, d.h. körpereigenen, Vorläuferzellen, die aus dem Blut des Patienten gewonnen werden, hergestellt. Ferner können die DC-Vakzine mit tumorspezifischen Antigenen beladen werden, um so verschiedene Tumorarten zu behandeln und sind zur Behandlung minimaler residualer Krebserkrankungen oder zum Einsatz in Kombinationstherapien vorgesehen.

Weitere Informationen zu Medigenes DC-Vakzinen finden Sie als Video unter: https://vimeo.com/123005831

Diese Mitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese spiegeln die Meinung von Medigene zum Datum dieser Mitteilung wider. Die von Medigene tatsächlich erzielten Ergebnisse können von den Feststellungen in den zukunftsbezogenen Aussagen erheblich abweichen. Medigene ist nicht verpflichtet, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Medigene® ist eine Marke der Medigene AG. Diese Marke kann für ausgewählte Länder Eigentum oder lizenziert sein.

Über die MediGene AG

Die Medigene AG ist ein börsennotiertes (Frankfurt: MDG1, Prime Standard) Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative, komplementäre Therapieplattformen zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien mit Projekten in der klinischen und präklinischen Testung. Medigene konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter, T-Zell-gerichteter Immuntherapien.

Weitere Informationen unter www.medigene.de

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