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Schutz mobiler Geräte: Gegenwart und Zukunft

(PresseBox) (Unterschleißheim, ) Trotz der kontinuierlichen Fortschritte beim Schutz von Desktop-Computern durch sichere Hardware, Betriebssysteme und Anwendungen wird Malware nie aussterben. Bei der heutigen rasanten Zunahme von Smartphones, Tablet-Computern und anderen mobilen Geräten müssen sich ihre Benutzer die Frage stellen, ob sich diese Geräte auch schützen lassen. Aufgrund unserer umfangreichen Kenntnisse im Bereich Desktop- Computerschutz könnte man vermuten, dass die neue Generation mobiler Hardware relativ sicher sein sollte, weil wir von unseren gewonnenen Erkenntnissen profitieren. In diesem Artikel soll detailliert untersucht und beschrieben werden, warum das recht unwahrscheinlich ist.


Um es gerade heraus zu sagen: Mobile Geräte werden auch in Zukunft nicht weniger anfällig für Sicherheitsprobleme sein. Die Bedrohung durch Malware mag insgesamt abnehmen, aber der mithilfe mobiler Geräte verursachte Schaden wird hoch sein, weil Smartphones dauerhaft mit dem Internet verbunden sind, stets persönliche Daten umfassen und sogar mit kleinen Kameras, Mikrofonen und Positionierungsgeräten ausgestattet sind. Genau solche Technik hatten die Spione in alten Filmen immer dabei. Durch die größere Auswahl an integrierten Geräten im Vergleich zu Desktop-Computern (oder Notebooks) werden Betriebssysteme und Anwendungen komplexer. Dadurch nehmen die Angriffsmöglichkeiten sogar zu.

Der Kern heutiger Betriebssysteme wie iOS und Android basiert auf Unix/Linux, wodurch das System vergleichsweise sicher ist. Aufgrund des Drucks auf dem Markt stellen die Hersteller jedoch häufig schnelle Markteinführung

über Sicherheit und bieten ihre Produkte möglicherweise mit wichtigen Treibern und Anwendungen an, die noch nicht ausreichend getestet wurden. Wenn bei der Implementierung von Updates für Firmware und Betriebssystem zusätzlich Fehler auftreten, kann der Betriebssystemkern noch so gut geschützt sein: Angreifer bekommen eventuell die Möglichkeit, ihn komplett auszutauschen.

Nahezu alle in den letzten Jahren aufgetretenen Formen von Desktop-Computer-Bedrohungen sind auch auf mobilen Geräten möglich. (Parasitäre Viren bilden möglicherweise die große Ausnahme bei modernen Mobilgeräte-Betriebssystemen. Mehr dazu weiter unten.) Darüber hinaus werden Bedrohungen zwangsläufig neu für mobile Umgebungen angepasst. Außerdem wird es sicher auch neue Malware-Formen geben, die auf Desktops nicht vorhandene Smartphone-Funktionen nutzen.

In diesem Artikel werden die Bezeichnungen "Mobilgerät" und "Smartphone" synonym gebraucht. Der erste Begriff ist zwar weiter gefasst (weil er unter anderem auch tragbare Spielekonsolen, Reader, Tablet‑Computer umfasst), die Überschneidung der Funktionen und Merkmale ist jedoch sehr groß. Zudem können die heutigen Telefone so gut wie alles, was spezialisierte Geräte können.

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