Spürbarer Optimismus in den LGAD-Mitgliedsunternehmen

Nicht alle Unternehmen profitieren vom Aufschwung

(PresseBox) (München, ) Die Stimmung in den Unternehmen des bayerischen Groß- und Außenhandels hat sich verbessert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Mitgliederumfrage. Insgesamt gab es in den meisten Unternehmen spürbare Umsatzzuwächse und einen Anstieg der Beschäftigungszahl. Während sich bei der letzten Umfrage nur rund 8 Prozent der befragten Unternehmen mit den Gewinnen zufrieden zeigten, sind es in der aktuellen Umfrage rund 26 Prozent der Betriebe. Umgekehrt ist der Anteil der unzufriedenen Unternehmen mit 24 Prozent etwas höher als in der Umfrage vom Dezember vergangenen Jahres.

Vor allem bei den überwiegend im Außenhandel aktiven Unternehmen gehen die Einschätzungen auseinander, analysiert LGAD-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Erich Greipl: "Derzeit können nicht alle Unternehmen vom Aufschwung profitieren. Die Außenhandelszahlen zeigen auch, dass die Wirtschaftsräume sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten von den Folgen der Wirtschaftskrise erholen." Nach Ansicht des LGAD-Präsidenten führt dies zu Verschiebungen in den internationalen Handelsbeziehungen, die sich in jedem Unternehmen anders auswirken: "Vor allem der Handel Bayerns mit den Ländern Mittel- und Osteuropas hat sich noch nicht von der Krise erholt. Auch das USA-Geschäft bleibt schwach. Mit zweistelligen Wachstumsraten erfreulich positiv entwickelt sich dagegen das Geschäft mit westeuropäischen Staaten wie Portugal, Großbritannien und den Niederlanden. Erwartungsgemäß erholt sich auch Asien schnell. Es wird aber noch sicher eine Weile dauern, bis die Märkte sich wieder eingespielt haben."

Insgesamt optimistisch fällt auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate aus: 57 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Umsatzerwartungen optimistisch. Nur 28 Prozent der Unternehmen rechnen jedoch mit höheren Gewinnen. Der Preisdruck, so Greipl, bleibt ein großes Thema: "Zwar rechnen mit dem Blick auf die zweite Jahreshälfte mehr Unternehmen damit, höhere Preise zu erzielen, doch trotz besserer Auftragslage und wachsender Umsätze bleiben die Rahmenbedingungen hart. Zu den häufigstgenannten Problemen gehören auch nach wie vor die Zahlungsmoral - neben den Dauerthemen Bürokratie und Nebenkosten, die generell eine schwere Hypothek für den Standort Deutschland bleiben."

Aufgrund der positiven Entwicklung will die übergroße Mehrheit der Betriebe auch die Mitarbeiterzahl stabil halten. 7 Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen. 20 Prozent der Betriebe schließen einen Personalabbau in nächster Zeit nicht aus. Kurzarbeit bleibt nach wie vor ein Thema: Mit 21 Prozent liegt der Anteil der Unternehmen, die von diesem Instrument Gebrauch machen nur geringfügig unter dem der Winterumfrage (25 Prozent) - und diese Zahl wird im nächsten halben Jahr stabil bleiben. Nach wie vor positiv ist die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Insgesamt 84 Prozent der Betriebe halten an der Zahl der Lehrlinge fest oder schaffen sogar zusätzliche Ausbildungsplätze.

Mit rund 240.000 Beschäftigten bayernweit gehören die vielfach mittelständisch geprägten Unternehmen des Groß- und Außenhandels zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Freistaat.

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