Keine Einigung zu Ausbildungstarifvertrag im Maler- und Lackiererhandwerk

(PresseBox) (München, ) Geduldsprobe für die Auszubildenden im bayerischen Maler- und Lackiererhandwerk: Die zweite Verhandlungsrunde zu neuen tarifvertraglichen Regelungen brachte kein Ergebnis. Die IG BAU beharrte auf einer für die Arbeitgeberseite nicht nachvollziehbaren Ausweitung der Urlaubstage.

Paul Laukötter, der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe) erklärte: "Wir können nicht verstehen, aus welchen Gründen sich die IG BAU einem von uns vorgelegten vernünftigen Gesamtkonzept für Rahmenbedingungen in der Ausbildung verwehrt. Zur Steigerung der Attraktivität des Ausbildungsberufes hatten wir eine spürbare Erhöhung der Ausbildungsvergütungen angeboten. Mit dem Beharren auf Maximalforderungen durch die IG BAU war es nicht möglich, überhaupt Verhandlungen zur Vergütung zu führen. Unser Ziel bleibt es, dass möglichst viele junge Menschen, sich für eine Ausbildung in unserem Handwerk entscheiden und wir die Qualität in der Ausbildung auf hohem Niveau halten. Dazu haben wir sehr konkrete Vorschläge unterbreitet. Persönlich bin ich besonders verwundert, dass unser Angebot zu einem einheitlichen Lehrlingslohn West-Ost, nicht auf das große Interesse bei den Gewerkschaftsvertretern gestoßen ist."

Bisher gelten im Maler-Lackiererhandwerk allgemeinverbindliche Ausbildungsvergütungen. Aufgrund der Kündigung des Tarifvertrages durch die IG Bau, läuft der Vertrag zum 31.07.2010 aus. "Es liegt alleine in der Verantwortung der IG Bau", so Winfried Schliermann, der Vertreter Bayerns in der Tarifkommission, "wenn es ab diesem Zeitpunkt keine Mindestregelungen mehr für die bundesweit über 35 000 Ausbildungsverhältnisse im Maler-Lackiererhandwerk gibt. Wir sind jedenfalls weiter bereit, eine Verständigung zu finden, die die Rahmenbedingungen für die Auszubildenden in unserem Handwerk verbessert." Allein in Bayern werden zurzeit in allen Ausbildungs- und Jahrgängen des Maler- und Lackiererhandwerks ca. 5000 Auszubildende - und damit bundesweit am meisten - Auszubildende auf den Beruf vorbereitet.

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