Mit voller Fahrt voraus - das Energieschiff

Ausstellungsschiff MS Wissenschaft in Berlin gestartet

(PresseBox) (Potsdam-Golm, ) Sie ist wieder unterwegs auf den Wasserstraßen in Deutschland und erstmals auch in Österreich: die MS Wissenschaft, das schwimmende Science Center der Initiative Wissenschaft im Dialog. Als "Energieschiff" bietet sie in diesem Jahr eine Ausstellung rund um eines der wichtigsten Zukunftsthemen unserer Zeit. Mehr als 35 interaktive Exponate laden ein zum Mitmachen, Mitforschen und Ausprobieren. Auch vier Max-Planck-Institute sind an Bord und stellen ihre aktuelle Forschung vor.

Ob an Rhein, Main, Elbe, Weser, Donau oder einem der vielen Kanäle in Deutschland - in 34 Städten wird die MS Wissenschaft auf ihrer Tour vom Mai bis Oktober 2010 vor Anker gehen. An Bord des 105 Meter langen Binnenschiffs lädt die Ausstellung ein zu einem Besuch auf dem "Planet Energie". Denn Energie ist die Grundlage unseres Lebens auf dem Planeten Erde. Eine sichere, nachhaltige und umweltverträgliche Versorgung mit Energie ist daher eine unserer wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben der nächsten Jahrzehnte. In acht Themenbereichen stellt die Ausstellung vor, wie Wissenschaft und Forschung dazu beitragen, neue Energiequellen zu erschließen, die Möglichkeiten der Energiespeicherung und Energieverteilung zu verbessern und den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren.

Wie können Ressourcen clever genutzt und damit auch unser Klima geschont werden? Zum Beispiel durch den optimalen Betrieb eines Kraftwerks, der es ermöglicht, das Meiste aus dem eingesetzten Brennstoff "rauszuholen": Am virtuellen Brennstoffzellenkraftwerk des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme aus Magdeburg können die Besucherinnen und Besucher der MS Wissenschaft selber ausprobieren, welche Stellgrößen, wie verändert werden müssen, um den bestmöglichen Wirkungsgrad zu erreichen.

Spannende Perspektiven für die Energieversorgung der Zukunft bietet die Kernfusion. Wird es uns gelingen, das Sonnenfeuer auf die Erde zu holen? Wie könnte ein zukünftiges Fusionskraftwerk aussehen? Tokamak, Stellerator, ITER - verschiedene Wege führen zum Ziel. Das Quiz des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching und Greifswald beantwortet spielerisch Fragen rund um die Fusionsforschung.

"Grüne Kohle" aus Biomasse? Das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung aus Golm bei Potsdam stellt vor, wie mithilfe spezieller Katalysatoren aus Laub, Stroh oder auch organischen Abfällen wie zum Beispiel Orangenschalen über Nacht feinste Biokohle entsteht. Das Verfahren der "hydrothermalen Karbonisierung" funktioniert dabei ähnlich wie ein Dampfdrucktopf.

Was tun, wenn aus älteren Lagerstätten, aus denen schon lange Öl gefördert wird, das "schwarze Gold" nicht mehr von selbst aus dem Boden sprudelt? Eines der Verfahren, die in solchen Fällen noch helfen können, verdeutlicht das Exponat des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttin gen. Die Ausstellungsbesucher können dabei selber Wasser in die porösen, erdölführenden Schichten einer Miniatur-Lagerstätte pumpen. Das Wasser drückt das Öl, das wegen seiner geringeren Dichte obenauf schwimmt wie ein Fettauge auf der Suppe, nach oben - bis es aus dem Bohrturm spritzt.

Die MS Wissenschaft ist ein Projekt von "Wissenschaft im Dialog", einer gemeinsamen Initiative der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Die Exponate werden von den Instituten der Wissenschaftsorganisationen und Universitäten zur Verfügung gestellt; gefördert wird das Projekt MS Wissenschaft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und weiteren Projekt partnern. Die MS Wissenschaft 2010 startet am 18. Mai in Berlin und beendet ihre Reise am 7. Oktober in Würzburg. Die Ausstellung ist werktags von 9 bis 19 Uhr und an Wochenenden, in den Ferien und an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.