Energieforscher Wodtke ist neuer Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Professor für Physikalische Chemie

(PresseBox) (Göttingen, ) Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und die Georg-August-Universität waren mit ihrem gemeinsamen Berufungsangebot erfolgreich: Prof. Alec Wodtke forscht und lehrt fortan in Göttingen. Seit 1. April ist er neuer Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Leiter der Abteilung "Dynamik an Oberflächen". Die Universität Göttingen ernannte ihn zum Professor für Physikalische Chemie. Mit der Berufung von Alec Wodtke hat das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie jetzt 12 Abteilungen; es ist eines der größten der 80 Institute innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft.

Der heute 50-jährige Physiko-Chemiker Alec Wodtke studierte an der University of California, Berkeley (USA) und promovierte dort 1985. Weitere Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere führten ihn an das Göttinger Max-Planck-Institut für Strömungsforschung, die Universität von Kaiserslautern und die Catholic University of Nijmegen (Niederlande). Seit 1988 lehrte und forschte er als Professor an der University of California Santa Barbara (USA). Für seine Forschung erhielt Alec Wodtke zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Presidential Young Investigator Award der amerikanischen National Science Foundation und - mit nur 39 Jahren - den Humboldt-Forschungspreis. Auf gemeinsamen Vorschlag der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie wurde er in diesem Jahr mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet. Der höchstdotierte deutsche Forschungspreis ist mit fünf Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren dotiert.

Katalyse- und Energieumwandlungsprozesse auf molekularer Ebene erforschen

Alec Wodtke zählt zu den weltweit führenden Experten in der Grundlagenforschung zur Energieumwandlung. Durch seine Untersuchungen elementarer molekularer Vorgänge hat er wesentliche Beiträge im Bereich der Photo- und Atmosphärenchemie sowie der Oberflächenchemie geleistet. Ihm sind wichtige neue Erkenntnisse zu verdanken, wie verschiedene Energieformen auf molekularer Ebene ineinander umgewandelt werden.

Wodtke entdeckte eine völlig neue Form der Umwandlung von chemischer Energie in elektrische Energie und stellte damit bisheriges Lehrbuchwissen "auf den Kopf". Seine Erkenntnisse könnten neue Wege eröffnen, um beispielsweise Sonnenlicht effizienter in eine für den Menschen nutzbare Energie umzuwandeln.

Um all die Formen von Energie zu messen, die ein Molekül vor und nach Kollision mit anderen Molekülen oder Oberflächen besitzt, setzen Wodtke und seine Mitarbeiter technisch hochentwickelte experimentelle Methoden ein. "Wir hoffen, die "universellen Regeln" zu entdecken, die diese Energieumwandlungsprozesse steuern", erklärt Wodtke. Nicht zuletzt interessiert das Forscherteam um Wodtke, wie solche Energieumwandlungsprozesse auch von der Natur genutzt werden, beispielsweise in der Photosynthese und bei Katalyseprozessen.

"Professor Wodtkes weltweit anerkannte Expertise im Bereich der Grenzflächen- und Energieforschung ergänzt in hervorragender Weise die Forschung am Göttingen Research Campus (GRC) und stärkt die Spitzenforschung am Standort nachhaltig. Die biologischen, chemischen und physikalischen Aspekte der Energieumwandlung können jetzt in Göttingen hervorragend zusammengeführt werden", so der Geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, Prof. Helmut Grubmüller. Wodtkes Forschungsgebiet soll auch als Schwerpunkt des Göttingen Research Campus ausgebaut werden. Für das hierzu geplante International Center for Advanced Studies of Energy Conversion ist Alec Wodtke als Gründungsdirektor vorgesehen.

Weitere Informationen:
Webseite der Abteilung Dynamik an Oberflächen: http://www.mpibpc.mpg.de/research/dep/wodtke/index.html

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