Drahtspezialist visualisiert seine Marktführerschaft

Corporate Design erhöht Niehoffs Wiedererkennung und steigert Image

(PresseBox) (Schwabach, ) Typische Designmerkmale, standardisiertes Bedienpult und einheitliche Farbgebung sind Teile der Designstrategie, mit der der Komplettanbieter von Maschinen und Anlagen für die Draht- und Kabelindustrie Niehoff sein historisch gewachsenes Produktportfolio durchgestylt hat. In Summe sind 60 Maschinenvarianten in zehn Produktgruppen betroffen.

"Ein solches Projekt, das Entwicklung, Konstruktion und Einkauf gleichermaßen existenziell betrifft, war nur in der Krise zu bewältigen", sagt Prokurist Bernd Lohmüller. Die Schwabacher, die mit weltweit 700 Mitarbeitern jährlich 90 Millionen Euro Umsatz machen, griffen von Juni 2009 bis April 2010 tief in sämtliche Abläufe und Prozesse ein, um ihrer Marke ein Gesicht zu geben, das der Technologieführerschaft ihrer Maschinen entspricht.

Klar war, dass ein solch radikaler Ansatz einen externen Design-Profi erfordert, der mit dieser Art von Aufgabenstellungen Erfahrung hat. In Jürgen R. Schmid, der in Ammerbuch mit neun Mitarbeitern das Büro Design Tech führt und auch schon für den Hersteller von Drahtbiegemaschinen Wafios gearbeitet hat, war der richtige Dienstleister rasch gefunden. Die Umsetzung erfolgte nach einem straffen Zeitplan in mehreren Stufen.

Zu Beginn wurden mit der Geschäftsleitung die strategischen Ziele erfasst und mit den Entwicklern die Technik besprochen, zumal das Corporate Design parallel mit der Umsetzung der neuen Maschinenrichtlinie in einem großen Wurf erfolgen sollte. Besuche der Designer bei drei Niehoff-Kunden beleuchteten die Erfordernisse der Anwender, außerdem wurden Meinungen gesammelt zum Thema Kostensenkung in Produktion und Vertrieb mit dem Ziel, das Gesamtprojekt kostenneutral ablaufen zu lassen.

Im nächsten Schritt wurden die Designmerkmale definiert und jeweils drei Entwürfe von avantgardistisch bis konservativ pro Maschinentyp zur Diskussion gestellt. Gerade diese Präsentation lieferte gute Argumentationshilfen, die für den Auftraggeber und seine Kunden richtigen Entscheidungen zu treffen. Nachdem jeweils der Beschluss für einen Entwurf getroffen und dessen Machbarkeit mit der Konstruktion abgeglichen war, fanden Gespräche und Verhandlungen mit Lieferanten statt und Kosten wurden präzisiert. Schließlich ging es darum, innerhalb der Belegschaft Überzeugungsarbeit zu leisten und alle Mitarbeiter für den Umsetzungsprozess zu gewinnen.

Bis zu 50 E-Mail- und Telefonkontakte fanden in Spitzenzeiten wöchentlich zwischen Niehoff und Design Tech statt, um alle Prozesse lückenlos zu koordinieren. Hinzu kamen persönliche Treffen und Präsentationen, damit die Ursprungsvision zu 100 Prozent realisiert werden konnte. Im Zuge der Neuausrichtung wurde auch das ursprüngliche Logo erstmals überarbeitet und dessen neue Version in zwei Größen realisiert, damit die Proportion zur jeweiligen Maschine passt.

Durch ein verändertes Herstellungsverfahren des Druckguss-Aluteils, das als Logo auf jede Maschine geklebt wird, wirkt dieses nun präziser und wertiger, was das technologische Innenleben der Hightech-Maschinen zum Ziehen, Flechten, Beschichten oder Verlitzen von Kabeln und Drähten aus Messing, Kupfer oder Aluminium erstmals wirklich visualisiert.

Die standardisierten Bedienpulte in zwei Größen integrieren alle Funktionen, die auf den zehn unterschiedlichen Maschinentypen möglich sind. Das erleichtert Orientierung und Menüführung einerseits, aber auch das Bestellwesen, weil größere Stückzahlen geordert werden und dadurch wiederum Kosten reduziert werden können. Dasselbe gilt für standardisierte Griffe, Blenden, Sichtschutz und Schrauben, die zudem zu einer einheitlichen Optik führen, zumal die einzelnen Maschinen oft modulartig zu bis zu 25 Meter langen Anlagen hintereinander installiert werden.

Italienische Mitbewerber waren hier teilweise früher aktiv als Niehoff, was das Image des Marktführers beeinträchtigte. Entsprechend selbstbewusst gingen die Franken, die ihren Marktanteil in Europa auf 45 Prozent und in Asien auf über zehn Prozent schätzen, im April zur Wire in Düsseldorf, wo sie ihr Corporate Design erstmals der Weltöffentlichkeit präsentierten. Dieses bringt zum Ausdruck, dass die Maschinen fünf Prozent schneller als die der Mitbewerber sind, 30 Prozent weniger Strom verbrauchen und bis zu einem Prozent Abfall vermeiden, ein Vorteil, der bei 30.000 Tonnen Kupfer, die eine Maschine jährlich zu Draht verarbeitet, echtes Geld wert ist.

Zur Person:

Dipl.-Ing. (FH) Bernd Lohmüller studierte Maschinenbau und kam 1988 zu Niehoff. Der 45-Jährige leitete von 1990 bis 1993 die Konstruktionsgruppe Wickler, von 1993 bis 2000 konstruierte er Durchlaufglühen. Dann wechselte er als Technischer Manager zu Niehoff Endex of North America, wo er 2002 bis 2004 Geschäftsführer war. Seit 01.01.2005 ist er Gesamtvertriebsleiter der Maschinenfabrik Niehoff.

Maschinenfabrik NIEHOFF GmbH & Co. KG

2000 Kunden weltweit, die ihrerseits Daten-, Elektrokabel, Hausinstallations- und Hochspannungsleitungen oder Brillenbügel herstellen, kaufen pro Jahr 300 bis 500 kleine und 50 bis 100 große Maschine bei Niehoff. Dabei reichen die Preise hierfür von 50.000 bis 1.000.000 Euro. 90 Prozent der Maschinen gehen ins Ausland, wo der Drahtspezialist mit insgesamt acht Niederlassungen präsent ist, die teilweise auch selbst produzieren.

www.niehoff-gmbh.de www.designtech.eu

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