Aktuelle Umfrage unter Mittelstandsentscheidern: Wie integrieren Sie ausländische Mitarbeiter?

"Integration selbstverständlicher Bestandteil"

(PresseBox) (München, ) .
- Aktuelle Befragung von "Markt und Mittelstand"
- Internationale Belegschaft im Mittelstand längst typisch
- Hoher Ausländeranteil ökonomisch sinnvoll
- Zahlreiche Integrationsangebote - aber meist soll sich Integration "von alleine ergeben"

Ganz Deutschland spricht über Migration und Integration - der Mittelstand macht's vor. "Markt und Mittelstand", Deutschlands führende Fachzeitschrift für Mittelstandsentscheider hat mehr als 20 Mittelständlern die Frage gestellt: "Wie integrieren Sie ausländische Mitarbeiter?"

Offenbar ist für die Unternehmer die Integration von Menschen anderer Kulturkreise, Nationalitäten, Herkunftsländer selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmenskultur. "Rund 50 Prozent unserer Mitarbeiter kommen aus dem Ausland", sagt Roland Mack, Geschäftsführer der Europa-Park Freizeit und Familienpark Mack KG aus Rust. "Alle Mitarbeiter - ausländische wie deutsche - werden umfangreich und intensiv in interkultureller Kompetenz geschult." Dabei haben die Unternehmer ganz handfeste ökonomische Gründe für eine gute Integration: "Mehr als ein Drittel unserer fast 100 Mitarbeiter hat einen Migrationshintergrund. Das ist auch in unternehmerischer Hinsicht ein Vorteil: Die vielfältigen Sprachkenntnisse - auch exotische wie kirgisisch oder usbekisch - tragen gerade in Osteuropa zu unserem geschäftlichen Erfolg bei", berichtet Klaus-Jürgen Orth, Geschäftsführer der Ancotel GmbH aus Frankfurt am Main. Roland Russwurm, Geschäftsführer der Andtek GmbH aus Hallbergmoos bei München ergänzt: "In manchen Situationen und Problemstellungen ergeben sich durch die Einbindung ausländischer Mitarbeiter ganz neue Lösungsansätze."

Mittelstand macht Integrationsangebote

Etliche befragte Unternehmer sehen dabei durchaus eine Notwendigkeit, dass das Unternehmen die Integration fördert. "Am besten lassen sich sprachliche und kulturelle Brücken über Sommerfeste, Fahrradtouren oder andere gemeinsame Veranstaltungen schlagen", sagt Frank Schmidt, Geschäftsführer der FWB Kunststofftechnik GmbH aus Pirmasens. Die Schreiner Group aus Oberschleißheim bietet den 140 Mitarbeitern mit Migrationshintergrund die Weiterbilungsmaßnahme "Deutsch als Fremdsprache" an. Dennis Monner von der Gateprotect AG aus Hamburg geht noch einen Schritt weiter: "Man muss etwas dafür tun, gute Leute anzulocken. Die Mitarbeiter, die wir wollen, erhalten das Rundum-sorglos-Paket. Wir zahlen bis zu zwei Monate lang die Hotelunterkunft, machen das Mietverhältnis, unterstützen bei Behördengängen und zahlen bis zu zwei Flüge im Monat, damit die Mitarbeiter ihre Familie besuchen können, solange die noch nicht nachgezogen ist."

Meist aber soll Integration "von alleine" funktionieren

Doch nicht alle befragten Mittelständler gehen so in die Offensive. Bei vielen wird Integration als etwas, "das während der gemeinsamen Arbeit passiert" eingeordnet. "Bei uns wird in den Bewerbungsgesprächen Teampassung schon so abgeklopft, dass wir keine besonderen Maßnahmen benötigen", sagt Convotis-Vorstand Jürgen Lang. Auch Roland Augustin von Retarus kommentiert: "Die Eingliederung von ausländischen Arbeitskräften gestaltet sich weder schwieriger noch einfacher als bei deutschsprachigen Kollegen. Es geht in erster Linie um Qualifikation, Sozialkompetenz und Leistungsbereitschaft."

Allerdings weiß Thilko Gerke, Geschäftsführer der Rennert Bauunternehmung aus Kassel, dass es mit der "automatischen" Integration nicht so einfach ist. "Wir haben einige Türken im Unternehmen, die als Facharbeiter fachlich von Haus aus gut integriert sind. Schwierig ist die Integration aber im sozialen Bereich. Bei Betriebsfahrten und Ausflügen sorge ich dafür, dass es Essen ohne Schweinefleisch gibt und gehe direkt auf unsere ausländischen Mitarbeiter zu. Trotzdem kommen die Frauen nur selten mit."

Eine Auswahl der Unternehmerstatements lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "Markt und Mittelstand" auf der Seite "Wir sind Mittelstand" (S. 6). Alle weiteren Statements finden Sie ab sofort auf www.marktundmittelstand.de

FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH

"Markt und Mittelstand" (MuM) ist Deutschlands reichweitenstärkstes Unternehmermagazin (LAE 2009). Mit einer Druckauflage von über 100.000 Exemplaren erreicht "Markt und Mittelstand" monatlich 156.000 Entscheidungsträger, vorwiegend Unternehmensinhaber, Geschäftsführer und leitende Angestellte.

Das Magazin ist ein Produkt der FINANCIAL GATES GmbH, einem medienübergreifender Fachverlag für Finanz- und Unternehmermedien.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.