Softwarepatentgegner Florian Müller steht zur Wahl als "EUROPÄER DES JAHRES"

(PresseBox) (Brüssel, ) Florian Müller, der Gründer der Kampagne NoSoftwarePatents.com, ist für den wichtigsten europapolitischen Preis nominiert worden, die "EV50 Europeans of the Year". Der bekannte Softwarepatentgegner, der dieses Jahr wesentlich zur Verhinderung einer EU-Richtlinie beitrug, hat jetzt die Chance, zum "EU Campaigner of the Year" oder sogar ganz allgemein zum "European of the Year" gewählt zu werden.

Die Wochenzeitung European Voice startete heute eine Online-Abstimmung. In dieser tritt Müller gegen solche Berühmtheiten wie Bono Vox (U2), Bob Geldof und J.K. Rowling (Harry Potter) an, aber auch gegen zahlreiche Spitzenpolitiker, darunter die deutschen Kontrahenten Gerhard Schröder und Angela Merkel. Die Abstimmung ist öffentlich und unter folgender Adresse erreichbar: http://www.ev50.com/poll/

In einer ersten Reaktion sagte Müller, dass er sich "von dieser Nominierung geehrt" fühle, aber sich den Ruhm mit seinen Mitstreitern teile: "Ich verdanke dies wirklich allen, die für unser Anliegen eingetreten sind, und am meisten dem FFII e.V. (Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur)". Müller wurde zuvor bereits von der Fachzeitschrift Managing Intellectual Property unter die "50 wichtigsten Personen im geistigen Eigentumsrecht" gewählt. Dort befand er sich ebenfalls in prominenter Gesellschaft: http://www.managingip.com/default.asp?page=9&PubID=198&SID=525600&ISS=17456&
LS=EMS47649

Die Gegner von Softwarepatenten freuen sich außerdem, dass Michel Rocard, der Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur Softwarepatent-Richtlinie, als "MEP of the Year" zur Wahl steht. Am 6. Juli votierte eine überwältigende Mehrheit des Europaparlaments mit 648 zu 32 Stimmen gegen den Vorschlag des EU-Rats für eine "Richtlinie zur Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen". Müller und der FFII waren besorgt, dass Softwarepatente unter der vorgeschlagenen Richtlinie in Europa eine stärkere rechtliche Grundlage bekommen hätten.

Der Repräsentant des FFII in Brüssel, Erik Josefsson, war unter den ersten Gratulanten: "Ich bin äußerst stolz darauf, dass Florian Müller und Michel Rocard nominiert worden sind, denn sie stehen stellvertretend für unzählige europäische Bürger, die über Softwarepatente besorgt sind. Hoffentlich werden möglichst viele den beiden ihre Stimme geben, damit Europas Spitzenpolitiker in vollem Maße die Wichtigkeit unseres Anliegens erkennen."

Stefan Zickgraf, Geschäftsführer der führenden europäischen Mittelstandsorganisation CEA-PME, sagte: "Wir sind sehr glücklich über Florian Müllers Nominierung, denn wir haben mit ihm und dem FFII sehr eng und erfolgreich zusammengearbeitet. Die Art und Weise, in der sich kleine und mittelständische Unternehmen politisch gegen Softwarepatente engagiert haben, ist ohne Beispiel in Brüssel. Das Ergebnis sollte alle Mittelständler ermutigen, politisch in Zukunft noch aktiver zu werden." CEA-PME
(Confédération Européenne des Associations de Petites et Moyennes Entreprises) ist die Brüsseler Dachorganisation von 22 Mitgliedsverbänden aus 19 europäischen Ländern, darunter der deutsche BVMW Bundesverband mittelständische Wirtschaft von Mario Ohoven, und vertritt die Interessen von insgesamt mehr als 500.000 europäischen Unternehmen.

Die EV50-Gewinner werden am 29. November bekannt gegeben. Eine Galaveranstaltung im Brüsseler Palais d'Egmont wird von Pat Cox, einem früheren Präsidenten des Europaparlaments, moderiert werden. Die EV50-Preise werden offiziell vom belgischen Premierminister Guy Verhofstadt unterstützt. European Voice ist eine Publikation der britischen Economist-Gruppe.

HINWEIS: Florian Müller gründete die Kampagne NoSoftwarePatents.com im Jahr 2004 und leitete diese bis einschließlich März 2005. Dann übertrug er seine Website an den Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII), die führende Vereinigung gegen die Patentierbarkeit von Computerprogrammen.

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