Indien: 5 Tipps für erfolgreiche Produktionsstätten

(PresseBox) (Köln, ) "Produktionsstätten deutscher Unternehmen in Indien werden zum Grab von Millioneninvestitionen, wenn die besonderen indischen Fallstricke und Widrigkeiten oder einfach nur schlampige Arbeit außer Acht gelassen werden", sagt Klaus Maier, Geschäftsführer des auf Indien spezialisierten Dienstleisters Maier + Vidorno. Der Indien-Experte gibt wertvolle Tipps für den Aufbau von indischen Produktionsstätten, damit sich die Nähe zu Markt und Kunden bezahlt macht und deutsche Unternehmen angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise tatsächlich von niedrigen Produktions- und Betriebskosten, gut ausgebildeten Fachkräften und dem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum profitieren und einem Absatzmarkt mit 1,2 Mrd. vornehmlich jungen Einwohnern ins Visier nehmen können.

1. Projektplanung

Eine fundierte Projektplanung im Vorfeld ist notwendig, um kostspielige Anfangsfehler oder gar das Scheitern des Projektes zu vermeiden. Eine Machbarkeitsstudie sollte die Realisierbarkeit und den wirtschaftlichen Nutzen prüfen, insbesondere wenn für den indischen Markt produziert wird. Unerlässlich ist auch die Festlegung eines Budgetrahmens für Projektplanung, Baukosten und Projektumsetzung sowie die Erstellung eines Finanzierungskonzeptes.

2. Standortwahl

Grund und Boden, der unternehmensspezifische wie allgemeine Anforderungen langfristig erfüllen soll, kann nur mit einer umfassenden Standortanalyse gefunden werden. Dabei sollte das Bauland bevorzugt bei staatlichen Stellen erworben werden. Denn bei privatem Besitz muss der tatsächliche Besitzer aufwändig über den als "saat-bara" bekannten Titelbericht ermittelt werden. Rechtsstreitigkeiten mit dem Familienclan im Nachhinein sind dabei nicht ausgeschlossen. Bei der Beachtung der je nach Bundesstaat speziellen Eigentumsregelungen und Baugenehmigungen sowie für die Auswahl eines seriösen Bauunternehmens sollte der Rat lokaler Experten und Anwälte hinzugezogen werden. Wenn ein Unternehmen einen Großteil seiner Produktion exportieren möchte, könnte ein Standort innerhalb einer Sonderwirtschaftszone vorteilhaft sein, weil dort keine Zölle und Steuern erhoben werden.

3. Bürokratie und Korruption

Die Vorbereitung und Umsetzung eines Bauprojektes erfordert in Indien viele Zulassungen und etliche Behördengänge. Wurden die Genehmigungsprozedere für die Gründung einer Produktionsgesellschaft mittlerweile vereinfacht, mahlen die bürokratischen Mühlen beim Kauf von Land, beim Einholen von Baugenehmigungen oder bei der Erfüllung von Umweltbestimmungen immer noch äußerst langsam. Bei den sehr formalistischen Anträgen sollten die vorgeschriebenen Wege genau eingehalten und alle erforderlichen Dokumente sorgsam ausgefüllt sowie die unterschiedlichen Bestimmungen in den einzelnen Bundesstaaten genau berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist die Bestechlichkeit bei regionalen Behörden immer noch ein gängiges Problem. Die Beamten verlangen oft "speed money" um Vorgänge zu beschleunigen.

4. Infrastruktur

Indien ist trotz seiner wirtschaftlichen Dynamik immer noch ein Schwellenland mit einer Infrastruktur, die mit westlichen Standards nicht zu vergleichen ist. Das marode Schienennetz, die überlasteten Flughäfen und die beklagenswerten Straßen machen gewohnte Selbstverständlichkeiten oftmals zu Herausforderungen, die Improvisationstalent erfordern. Auch die unzuverlässige Stromversorgung ist ein Problem, dem man am besten mit einer eigenen Mini-Infrastruktur begegnet.

5. Mitarbeiter

Für den Betrieb der Produktionsstätte brauchen deutsche Unternehmen indische Mitarbeiter. Mentalitätsunterschiede und kulturelle Besonderheiten können jedoch zu Missverständnissen führen und sich auf Organisation und Prozesse auswirken. Die Personalführung sollte das ausgeprägte Traditionsbewusstsein und Hierarchiedenken sowie das Kastenwesen als Grundlage für die unorganisierte und passive Arbeitsweise der Inder respektieren. Die Einbindung der Familie, Mentor-Schützling-Beziehungen und freundschaftliche private Beziehungen tragen dazu bei, die Motivation und Loyalität auf Dauer zu verstärken und ein starkes "Wir-Gefühl" zu schaffen.

MAIER + VIDORNO GmbH

MAIER + VIDORNO (www.mv-group.com) ist einer der führenden europäischen Wegbereiter für den Auf- und Ausbau von Vertriebs-, Service- und Produktionsgesellschaften in Indien. Mit fast 100 Mitarbeitern in allen wichtigen Wirtschaftszentren Indiens und einem umfassenden Gesamtkonzept ermöglicht M+V ausländischen Unternehmen einen kostengünstigen, schnellen und risikominimierenden Markteintritt.

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