München als Vorbild für andere deutsche Städte

Präsident der Bundesnetzagentur Kurth lobt Glasfaser-Offensive von SWM und M-net

(PresseBox) (München, ) Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Pilotversuches in Neuhausen im Dezember 2007 haben die SWM Anfang März 2009 mit dem flächendeckenden Anschluss der ersten beiden Münchner Stadtteile an ein hochmodernes Glasfasernetz begonnen. Ein Quantensprung in der Informationstechnologie für Privatkunden, Selbstständige und kleinere Betriebe. Denn jetzt können auch diese von einem der schnellsten und modernsten Datennetze Europas profitieren. Es bietet ein Vielfaches der Leistungsfähigkeit des heutigen Standard-DSL-Anschlusses und damit völlig neue Anwendungsmöglichkeiten, die die Münchner von M-net oder einem anderen Telekommunikationsanbieter beziehen können.

Über dieses zukunftsweisende Projekt von SWM und M-net - das auch bundesweit einen Vorbildcharakter hat - hat sich nun der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, vor Ort bei Oberbürgermeister Christian Ude, Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung, Dr. Florian Bieberbach, Kaufmännischer Geschäftsführer der SWM und Dr. Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung der M-net Telekommunikations GmbH, informiert.

Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur: "Die Bundesregierung hat im März 2009 eine Breitbandstrategie zum flächendeckenden Ausbau schneller Internetverbindungen beschlossen. Die Bundesnetzagentur hat hierfür unter dem Schlagwort 'Mehr Transparenz und Anreize bei Breitbandinvestitionen' die notwendige Regulierungsstrategie erarbeitet. Ein Eckpunkt dieser Strategie ist es, ausdrücklich Projekte regionaler Unternehmen zu befürworten, die die Errichtung hochleistungsfähiger Telekommunikationsinfrastruktur zum Ziel haben. Damit meinen wir genau solche Vorhaben wie das Projekt von den SWM und M-net. Bereits 2007 haben die SWM hierzu ihren Feldversuch gestartet und seit Anfang März läuft auch schon die Umsetzung. Und auch die Absicht, das Netz für Dritte zu öffnen, entspricht den Vorstellungen meiner Behörde. Heute habe ich mich persönlich davon überzeugen können, dass die SWM und M-net hier Pionierarbeit leisten. Ich hoffe, dass diesem Beispiel auch andere regionale Unternehmen und Kommunen folgen und eine ähnliche Investitions- und Risikobereitschaft übernehmen werden."

Glasfasernetz in München: Meilenstein in der Infrastrukturentwicklung

Die Möglichkeiten der Glasfaser-Technologie sind beeindruckend. Die von den SWM verlegten Glasfaserleitungen ermöglichen Datenübertragungsraten von bis zu 10.000 Megabit pro Sekunde und so das 200fache herkömmlicher Kupferleitungen. Damit können die SWM und M-net bereits heute den zukünftigen Anforderungen unserer Kommunikationsgesellschaft gerecht werden. Ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil für die bayerische Landeshauptstadt. Früher waren Flüsse, Straßen oder Eisenbahnlinien die entscheidenden Faktoren für die Standortwahl von Menschen und Unternehmen. Heute ist es die Anbindung an moderne Kommunikationsnetze.

Oberbürgermeister Christian Ude: "Einige Städte haben bereits mit einem flächendeckenden Glasfaserausbau begonnen: Metropolen wie Amsterdam, Stockholm, Oslo und Paris - sowie Köln als bisher einzige Großstadt in Deutschland - sind dem Vorbild der USA und Asiens gefolgt und auf den Glasfaserzug aufgesprungen. Von deren Erfahrungen kann München profitieren und deren Probleme und Anlaufschwierigkeiten vermeiden. München gehört damit zur absoluten Spitzengruppe der fortschrittlichen Städte und wird sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen deutschen Standorten, wie etwa Hamburg, Frankfurt oder Berlin sichern. Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes durch die SWM und M-net ist ein Meilenstein in der Infrastrukturentwicklung unserer Stadt."

SWM erschließen Stadtviertel für Stadtviertel

In München gibt es schon jetzt ein umfassendes SWM eigenes Telekommunikationsnetz aus Glasfaser. Die SWM nutzen es für den unternehmensinternen Datenverkehr. Rund 1.200 Kilometer SWM Kabel - das entspricht über 140.000 Kilometer Glasfaser - liegen in den Böden der Stadt. Die freien Ressourcen in diesem Netz nutzt M-net heute schon. Das SWM Netz endet jedoch für Privatkunden bislang in den Hauptverteilern der Deutschen Telekom, wo die Datenübertragung auf herkömmliche Kupferleitungen umgeleitet wird. Im Rahmen der Ausbau-Offensive werden jetzt die einzelnen Häuser direkt mit Glasfaser angeschlossen - bereits über 600 seit Beginn der Ausbauoffensive. Innerhalb von fünf Jahren soll schrittweise in etwa der Bereich innerhalb des Mittleren Rings vernetzt werden. Rund 31.000 Gebäude werden die SWM in einem ersten Schritt an die High-Tech-Datenautobahn anschließen.

Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: "Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes ist Teil unseres Konjunkturpakets für München. Alleine hierfür werden wir in den nächsten Jahren rund 150 Millionen Euro investieren. München ist damit nicht nur Spitze in Europa bei der nachhaltigen Energiestrategie, der hervorragenden Trinkwasserqualität, der einzigartigen Bäderlandschaft und dem attraktiven Verkehrsangebot mit U-Bahn, Bus und Tram, sondern auch in der Pole Position beim Ausbau eines hochmodernen Glasfasernetzes."

M-net Geschäftsführer: "Verbraucher sollten Zugangsanspruch auf Glasfaseranschluss haben"

Auf Basis der neuen hochmodernen Glasfaserinfrastruktur wird M-net einen Internetzugang zur Verfügung stellen, der dem Verbraucher eine völlig neue Welt hinsichtlich der Nutzung und dem Erleben von innovativen digitalen Diensten eröffnet. "Jeder Verbraucher sollte einen Zugangsanspruch auf einen Glasfaseranschluss in Deutschland haben, ohne dass es hierzu - hiervon sind vor allem Mieter betroffen - einer vorherigen Genehmigung des Hausbesitzers bedarf", erklärt Dr. Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung der M-net Telekommunikations GmbH. "Nur so kann die von der Bundesregierung gewünschte schnelle Marktdurchdringung von Breitbandanschlüssen erfolgen; in Frankreich hat sich diese Vorgehensweise bereits als erfolgreich erwiesen."

M-net als Netzbetreiber wird gewährleisten, dass dem Verbraucher die Wahl des Diensteanbieters offen steht und keinerlei Einschränkungen existieren werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass M-net jeglichen Dritten den Zugang zum Glasfaser-Netz in einem Open Access-Modell diskriminierungsfrei und transparent zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stellen wird.

Ferner sollte der Verbraucher frei entscheiden können, von wem er seine Multimediadienste bezieht. Immer noch sind Mieter teilweise gezwungen, unter anderem Fernsehanschlussgebühren über die Nebenkostenabrechnung zu bezahlen, auch wenn sie anderweitig versorgt werden wollen.

Dr. Hans Konle: "Im AGB Recht ist bereits heute eine maximale Laufzeit von sog. Dauerschuldverhältnissen von 24 Monaten für Verbraucher vorgesehen, diese Beschränkung darf durch eine Bindung im Mietvertrag mit einer Zwangsversorgung mit Fernsehsignalen nicht umgegangen werden."

M-net Telekommunikations GmbH

Die M-net Telekommunikations GmbH versorgt große Teile Bayerns sowie den Großraum Ulm mit zukunftssicherer Kommunikationstechnologie. M-net bietet mit Internet-, Daten- und festnetzbasierten Telefondiensten über Mobilfunk bis hin zu komplexen Standortvernetzungen ein auf den Kommunikationsbedarf von Geschäfts- und Privatkunden zugeschnittenes Portfolio. In den nächsten Jahren investiert das etwa 570 Mitarbeiter zählende Unternehmen mehrere 100 Mio. Euro in glasfaserbasierte Breitbandnetze in München und Augsburg sowie weiteren bayerischen Städten. Die 1996 gegründete M-net zählt aktuell rund 190.000 Kunden. Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein Umsatz von 176 Mio. Euro erzielt.

Weitere Informationen unter www.m-net.de


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